Wer jetzt mit dem Füttern beginnt, kann die Fische unter Umständen so konditionieren, dass sie bis weit in den Winter hinein fangbar sind und sich auf dem Futterplatz niederlassen. Das hat schon oft funktioniert, auch bei unserem Autor Christoph Mühl. Chris kann auf zahlreiche Futterkampagnen zurückblicken, die sehr erfolgreich verliefen. Damit das auch bei dir so sein wird, hat er seine drei größten Fehler preisgegeben und weist auf Fehlgriffe der Vergangenheit hin. Lass die Fehler sein und mach deine nächste Futterkampagne zu einem Erfolg! Los geht´s, fang was!

Fehler Nr. 1 – Nicht konstant füttern!

Ich fische gerne über lang oder auch kurz angelegten Futterplätzen. Die Konstante ist oft für regelmäßige Fänge entscheidend. Es gleicht einer umgedrehten Pyramide wenn man einen solchen Futterplatz anlegt. Anfangs geht eher weniger, doch je konstanter und intensiver (Intervalle) man füttert, desto größer wird die Ausbeute sein! Ein Parameter für den Erfolg ist definitiv die Konstante. Man kann es sich einfach nicht leisten mal nicht zu füttern, zu Beginn jedenfalls nicht. Ist die Kampagne fortgeschritten geht es, dass man das ein oder andere Mal aussetzt. Obwohl es nicht förderlich für den Spot sein wird! Ich bin echt schon oft im strömenden Regen an den See gefahren und habe gefüttert –  da bin ich sehr diszipliniert. Also definitiv ein Fehler, wenn nicht der größte Fehler, den man auf einem Langzeitfutterplatz machen kann! Füttere konstant – ohne Aussetzer und du wirst langfristig erfolgreich sein!

twelvefeetmag christoph muehl successful baits 3 -  - Christoph Mühl

Fehler Nr. 2 – Den Spot nicht kontrollieren!

Wenn man plötzlich auf einem gut laufenden Platz keinen Erfolg mehr hat, sollte man nicht blind weiter füttern, sondern den Platz kontrollieren. Generell sollte man ab und an den Platz ausspähen, vor allem wenn man gerade mit dem Aufbau beginnt! Es gibt einige Methoden wie z.B. Schnorcheln, Unterwasserkamera oder einfach abends mal mit einem Bierchen hinsetzen und beobachten, ob sich Fische auf dem Spot zeigen! Wobei letzteres etwas unsicher ist, da man nur vermuten kann, dass die Fische auch fressen! Ich kontrolliere meine Futterplätze gerne durch abschnorcheln. Ansonsten habe ich mir dieses Jahr eine Unterwasserkamera zugelegt, um vom Boot aus den Platz zu kontrollieren. Also Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

twelvefeetmag christoph muehl successful baits 4 -  - Christoph Mühl

Fehler Nr. 3 – Spot keine Ruhe geben

Damit der Langzeitplatz lange und gut läuft, sollte man ihn nicht zu krass befischen. Das kann eine Scheuchwirkung auf die Fische bewirken, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Wenn permanent Schnüre im Wasser liegen und aufgeschreckte Fische andere warnen, wirkt sich dies sehr negativ auf das Fressverhalten und die Akzeptanz des Platzes aus. Da die meisten, wie auch ich, nur an den Wochenenden fischen können, ist es ausreichend, wenn man den Rest der Woche also 5 Tage schön durchfüttert. Zugute kommt es dem Platz, wenn man mal ein Wochenende nicht fischt aber dennoch durchfüttert. Das schafft Vertrauen – das die Fische mit reger Futteraufnahme belohnen.

twelvefeetmag christoph muehl successful baits 2 -  - Christoph Mühl

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