Das Karpfenangeln im Winter ist schon immer genau mein Angeln gewesen. Die Ruhe und Stille am Wasser, kein Badegast und keine anderen Angler, man kann von freier Platzwahl sprechen. Nur wenige Verrückte treibt es bei Minusgraden ans Wasser. Verständlich, man kann beim Winterangeln an seine Grenzen kommen und muss gut dafür ausgerüstet sein. Um die kalte Zeit am Wasser sinnvoll zu nutzen, erkläre ich euch an drei wichtigen Punkten, welche du beim Winterangeln auf Karpfen nicht machen solltest.

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Neue Gewässer im Winter sind ein No-Go

Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Eine erfolgreiche Saison liegt hinter einen, das Gewässer ist erkundet und der Zielfisch gefangen. Das Vereinsgewässer ist nach einer Saison uninteressant geworden und ein neuer See muss für die nächste Saison her. Die lange Winterpause muss überbrückt werden und man beginnt automatisch immer an einem neuen Gewässer für die Saison, das komplett unerforscht ist. Bis auf wenige Informationen von anderen Anglern haben wir keinerlei Erfahrung an diesem See. Wie ticken die Fische? Wann sind die besten Beisszeiten? Und vor allem: wo ziehen sich die Fische im Winter zurück? Es ist uns alles unbekannt. Aus diesem Grund ist es ein No-Go, ein neues Gewässer im Winter zu beangeln. Im Winter, wo die Fische oft nur wenig umherschwimmen, ist es wichtig, die Standorte zu kennen und auf alte Bekannte Gewässer zurückzugreifen. Hier weiß man, wie die Eigenschaften der Fische sind, bspw. zu welcher Zeit sie fressen. Auch ich beangel oft nur ein einziges Gewässer im Winter und das ist seit über 10 Jahren das gleich Gewässer, weil ich mir sicher bin, hier kann was gehen im Winter.

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Der Weg zum Fisch – nur ein Versuch

Es ist eigentlich der wichtigste Punkt! Die Stelle an der ich meine Montage ablege. Wer im Winter mit dem Boot vergeblich nach einer optimalen Stelle auf dem Gewässer sucht und eine Bahn nach der anderen fährt, um den einzigen Barschberg oder die einzige Senke im See zu finden, hat seine Chance eigentlich schon vertan. Auch 100 Würfe mit der Lotrute und dem Tastblei sind nicht der richtige Weg. Die Fische sind weg! Wir haben genau einen Versuch! Der eine Wurf muss sitzen, um keine Fische zu verscheuchen. Genauso ist es mit dem Bootsangeln: versucht den kürzesten Weg vom Ufer zu nehmen und fahrt direkt den Spot an. Jeder verschreckte Fisch aus dem Gebiet, wo man Fische vermutet, wäre fatal. Verschreckte Karpfen im Winter kommen nur selten zurück zum Spot. Es ist das Gegenteil zum Sommer, hier ziehen Fische Kilometer am Tag durch den See, im Winter sind es oft nur wenige Meter am Tag.

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Wenig Futter auf engem Raum

Hat man den Spot im Winter gefunden und die Montage liegt sauber mit einem Wurf auf dem Spot, kann der Angeltag erfolgreich sein. Jetzt muss nur noch richtig gefüttert werden. Das heißt nicht, die Spodrute rausholen und mit der Futterrakete loslegen, das ist der größte Fehler im Winter. Im Winter sind kam Geräuschkulissen auf der Wasseroberfläche, jetzt Futterraketen über den Spot zu platzieren, würde unseren Traum vom Winterkarpfen zerstören. Leichtes Futter wie Stickmix, leicht lösliche Pellets oder Maden in kleinen PVA Sticks sind jetzt die richtige Wahl. Mehr brauch ein Karpfen im Winter nicht. Es erhöht die Attraktivität am Spot und animiert den Karpfen, auch im Winter bei geringer Wassertemperatur Nahrung aufzunehmen. Ist ein Ablegen mit dem Boot möglich, kann in einem Umkreis von nur maximal 1 Quadratmeter eine Hand voll Futter zusätzlich eingebracht werden. Auch hier sollte wieder auf leichtes lösliches Futter geachtet werden. Es sollte auf keinen Fall großflächig um den Spot gefüttert werden. Der Fisch muss automatisch mehr schwimmen, um das Futter zu finden. Jede Bewegung mehr für den Karpfen bei eiskalten Wassertemperaturen, könnten den Fisch am Fressen hindern. Natürlich kann man seinen Platz einige Tage vorher immer wieder mit demselben leichten Futter attraktiv halten. Vorfüttern ist auch im Winter sehr wichtig und steigert den Erfolg.

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Das Angeln im Winter gehört zu dem schwierigsten Angeln und man kann schnell an seine nervlichen Grenzen kommen. Hinzu kommen die wenigen Tagesstunden und lange Dunkelphase, die einen Karpfenangler ins Zelt treiben und zum Nachdenken anregen. Die Devise ist jetzt: nicht ins Grübeln kommen. Nur wer es immer wieder versucht, kann belohnt werden. Ich wünsche euch beim Winterangeln viel Erfolg!

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