Um unsere Boilies noch attraktiver zu gestalten, können diese mit flüssigen Additiven nachträglich noch behandelt werden. Klar, heute geht es bei uns um das Thema Boilies soaken. Leider kann man auch beim Soaken einige Fehler begehen, die sich negativ auf unsere Baits auswirken können. Wir haben Bernhard und Juliane Schweiger von der Lockstoff Manufaktur um ihre Meinung gebeten. Seit mehr als 15 Jahren schöpfen die beiden Geschwister neue Lockstoffe und sind daher mehr als prädestiniert, um Licht ins Dunkel zu bringen. Also, was kann man beim Boilies soaken falsch machen?

Du bereitest Deine Boilies falsch vor

Wie bei allem, spielt auch beim Soaken von Boilies die vorherige Behandlung der Köder eine entscheidende Rolle. Denn nur, wenn die Boilies optimal vorbereitet sind, können sie den Soak maximal aufnehmen. Oftmals wird behauptet, dass die Köder den Soak erst dann richtig in sich aufsaugen können, wenn sie zuvor nahezu jegliches Wasser verloren haben, also vollständig durchgetrocknet sind. Dies stimmt unserer Meinung nach nur bedingt: sicher können Boilies verhältnismäßig mehr Soak aufnehmen, wenn sie trockener sind – aber es dauert auch wesentlich länger, bis der Soak den Kern der Köder erreicht. Dazu gleich mehr…

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Auch sollte man beim Trocknen darauf achten, die Boilies entweder schonend mit Salz, oder aber ohne Sonnenlicht im Schatten zu trocknen – sonst verflüchtigen sich enthaltene Geruchs- und Geschmacksstoffe bzw. Attraktoren (essential oils, Flavours, aromatische Zutaten usw.) verstärkt bzw. werden durch Oxidation und enzymatische Prozesse verändert oder abgebaut (dies trifft vor allem auf die Aminosäuren zu). Deshalb lassen wir unsere Boilies normalerweise nicht oder nur ein wenig antrocknen – denn ein guter Soak ersetzt das im Boilie enthaltene Wasser, indem er es verdrängt.

Du hast zu wenig Zeit

Beim Dippen der Hakenköder kennt jeder den Spruch „Je länger der Boilie im Dip liegt, desto länger kann er die aufgenommenen Inhaltsstoffe später wieder an das Wasser abgeben“. Nur beim Soaken halten sich die wenigsten daran – klar, oftmals hat man es eilig und man schafft es nicht mehr, die Boilies vernünftig zu soaken. Wenn man es sich aber einmal angewöhnt hat, gehört die Vorbereitung der Köder dann schon fast zur Routine. Am einfachsten ist es, die Boilies spätestens am Abend vor dem Einsatz (besser noch ein paar Tage früher) in einen verschließbaren Eimer (bei kleinen Mengen reicht auch ein Gefrierbeutel) zu geben und diese dann mit dem Soak zu übergießen. Danach verschließt man den Eimer und schüttelt das Ganze.

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Nach ein paar Stunden füllt man die von den Boilies aufgesogene Menge an Soak nach – diesen Schritt wiederholt man so lange, bis keine weitere Flüssigkeit mehr aufgenommen wird. Dies hängt stark von der Art der verwendeten Boilies (Readymades oder selbstgerollt), deren Zusammensetzung und Struktur (fein oder grob) und nicht zuletzt dem Grad des vorherigen Wasserentzuges ab – so kann es Stunden bis hin zu Tagen dauern, bis die Boilies vollständig mit dem Soak gesättigt sind. Noch ein Tipp: wenn man die Boilies in einem Beutel soakt, kann man sie problemlos darin einfrieren – dies verstärkt den Grad der Soak-Aufnahme nochmals.

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Du verwendest das falsche Material

Der unserer Meinung nach gravierendste Fehler beim Soaken ist, die falschen Additive als Soak zu verwenden. Denn nur ein „richtiger“ Soak kann tief in den Boilie einziehen und die enthaltenen Lockstoffe, Aromen und Attraktoren in den Köder transportieren. Dips, Liquids und Bait Smokes dringen meist nur in die äußersten Schichten des Boilies vor und werden dementsprechend schnell wieder an das Wasser abgegeben. Einen guten Soak erkennt man meist an der relativ dünnflüssigen Konsistenz – die wesentlich dickflüssigeren Liquids können aufgrund ihrer Zusammensetzung oftmals nicht tief in den Köder einziehen.

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Auch sollte man darauf achten, dass die Soaks möglichst natürliche Inhaltsstoffe enthalten und nicht zu konzentriert sind – bei einem sehr stark riechenden Soak kann man davon ausgehen, dass künstliche Flavours zugesetzt wurden. Auch sollte man keine Flavours zusätzlich hinzufügen, da sonst schnell die gegenteilige Wirkung erreicht und der Karpfen durch den intensiven und oftmals bitteren Geschmack abgeschreckt wird. Ein speziell für den Einsatz als Soak entwickeltes Produkt mit natürlichen Attraktoren, Zutaten und Lockstoffen ermöglicht aber, dass alle enthaltenen Komponenten tief in den Boilie gesogen werden und später über lange Zeit an das Wasser abgegeben werden können. Eine Überdosierung ist hier nicht möglich!

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