Gerade die aktuellen Wetterbedingungen lassen uns häufig zu Pop-Ups greifen. Die visuellen Hingucker sollen für Aktivität an unserem Spot sorgen, wenn die Fische gerade aufgewacht sind und zum ersten Mal auf Futtersuche gehen. Dennoch gibt es einige Punkte, die es zu beachten gilt, wenn Pop-Ups zum Einsatz kommen sollen. Georg Rabl stellt 3 Fehler vor, die du beim Angeln mit Pop-ups nicht machen solltest.

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Zu viel Liquid in der Dose

Gerade jetzt im Frühjahr wird suggeriert, so attraktiv und auffällig wie möglich zu fischen. Das macht durchaus Sinn und kann womöglich auch mehr Fisch bringen. Ich zum Beispiel fische im Frühjahr gerne genau so. Und so ist es mir anfänglich auch schon passiert, dass ich vor lauter Motivation dieses Ding mit der Attraktivität etwas zu exzessiv durchgeführt habe. Neue Pop-Ups gekauft, rein mit dem flüssigen Attraktor (bis die Kugeln schwimmen versteht sich), fischen gefahren, Pop-Up aufgezogen und ausgeworfen. Als ich dann nach ein paar Stunden die Rute neu legen wollte und den alten Köder kontrollierte, kam die Ernüchterung. „Was? Das Teil schwimmt ja gar nicht mehr!“

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Seit diesem Erlebnis präpariere ich meine Pop-Ups, indem ich sie nur sehr sanft mit Attraktor benetzte, die Dose dann halb offen ein bis zwei Tage stehen lasse, um der Flüssigkeit das Einziehen in die Köder zu ermöglichen und sich die Pop-Ups gleichzeitig nicht mit Flüssigkeit vollsaugen können. Den Vorgang dann je nach Belieben und der gewünschten Attraktivität ein paar mal wiederholen. Somit ist gewährleistet, dass die Köder beim Angeln einen optimalen Auftrieb besitzen und nicht schon nach ein paar Stunden den Auftrieb verlieren.

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Zu viel Knetblei

Auch mir passiert es, im Zuge von Unachtsamkeit, dass ich zu viel Knetblei um den Wirbel meines Chod-Rigs knete. Gerade beim Angeln mit Naked-Chods oder beim Fischen auf mit Wasserpflanzen (Fadenalgen, Bodenkraut, etc.) bewachsenen Gewässerböden erwies es sich als ausschlaggebend, dass sich das Pop-Up Rig fast schwerelos am Gewässerbett ablegt. Falls dies nicht der Fall sein sollte und zu viel Knetblei verwendet wird, versinkt der Köder inklusive Haken im Bodenbewuchs und die Chancen auf einen Biss sind nahezu Null. Es kann zwar etwas dauern bis du die richtige Menge an Knetblei hast, dafür wir es sich aber bestimmt lohnen!

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Zu schweres Blei

Mindestens genau so wichtig, wie ein ausbalanciertes Rig, ist es zu wissen, auf welchen Untergrund man angeln möchte und infolge dessen das Bleigewicht an den vorherrschenden Untergrund anzupassen. Falls sich Fische in moderater Wurfdistanz befinden, rate ich dir immer, das möglichst leichteste Bleigewicht zu wählen, um auf den unterschiedlichsten Untergründen angeln zu können, ohne dass die Montage, selbst bei Bodenbewuchs, „verschluckt“ wird. Wenn du dir jedoch sicher bist, dass der Gewässergrund ausreichend frei ist, dann wäre es von Vorteil, das Gewicht des Bleies etwas zu erhöhen, um einen besseren Hakeffekt zu erzielen.

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Wie man sieht, gibt es beim erfolgreichen Angeln mit Pop-Ups ein paar Dinge zu beachten. Es ist definitiv eine aufregende und durchaus aktive Angelei und bringt mit Sicherheit Erfolg – give it a try!

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