In Kürze wird es ganz schnell gehen. Sobald die Wassertemperaturen hochschnellen geraten die Fische von heute auf morgen ins Laichgeschäft. Na klar, das muss meist immer dann sein, wenn wir am Wasser sind. Viele meiden dann die Angelei mit dem Hintergrund “ Die Fische laichen, wir brauchen es gar nicht probieren“. Doch um trotz Laichzeit zum Erfolg zu kommen, haben wir drei klassische Fehler analysiert, die ihr unbedingt vermeiden solltet. Mit ein wenig Glück habt ihr dann vielleicht die Chance einen der ganz dicken Fische auf die Matte legen zu können.

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Karpfen fressen während des Laichens nicht

Diese Aussage ist vollkommen falsch! Sie fressen! Man muss nur wissen, wie man es anstellt und welche Tricks man anwenden muss, um einen der Dicken zu erwischen.

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Na klar, hast du recht, in der Annahme, dass die Fische zu dieser Zeit was besseres im Kopf haben – naja, es ist wohl eher ihr Instinkt, der sie dazu verleitet viel stärker an die Fortpflanzung zu denken, als ans Fressgeschäft. Und trotzdem ist es zu jeder Jahreszeit und Periode möglich, Karpfen zu fangen.

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Also ein Fehler, oder ein Mythos, dem du unbedingt weniger Aufmerksamkeit schenken solltest ist, so zu denken wie einige deiner Kollegen. Karpfen fressen auch während des Laichgeschäftes und man kann sie auch trotz des Trubels fangen! Nicht alle Fische laichen gleichzeitig und häufig gibt es immer wieder einige Karpfen, die hin und wieder ein paar Happen aufnehmen.

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Nicht dort zu angeln, wo die Fische laichen

Entscheidend für den Erfolg ist es, dort zu angeln, wo sich die Fische zu dieser Zeit aufhalten! Du musst deine Montage genau dort ablegen, wo die Fische ihr Laichgeschäft vollziehen. Am besten auch noch mitten zwischen Ihnen. Wenn du an den Plätzen fischst, wo du sonst immer die Fische vermutest, dann kannst du lange warten. Sandbänke, tiefe Kanten oder Plätze im Freiwasser sind zu dieser Zeit meist wie leer gefegt. Weit und breit kein Karpfen in Sicht.

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Nimm dir stattdessen deine Polbrille und mach dich auf die Suche. Sperr auch deine Ohren auf und horche. Sind die Fische im Laichgeschäft, kannst du sie ohne große Mühen lokalisieren. Sie zeigen sich und machen durch lautes Platschen und auffällige Wasserbewegungen auf sich aufmerksam. Häufig sind es Uferbereiche mit Wasserpflanzen, Schilfgürtel oder Flachwasserzonen mit ausreichend Laichstellen. Hast du sie gefunden, verhalte dich ruhig und lege deine Köder genau in diesem Bereich ab!

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Köderwahl: zu dunkel und viel zu groß

Wenn du während der Laichzeit, also im aktiven Laichgeschäft, eine reelle Chance haben willst, dann musst du deine Trickkiste öffnen! Ein Fehler, den du nicht begehen solltest, ist jetzt mit dunklen unauffälligen oder großen sinkenden Ködern zu fischen. Während des Laichgeschäftes sind kleine Reizköder ideal. Auch der Unterschied zwischen sinkend und schwimmend ist absolut entscheidend. Während sinkende Boilies meist eher unbeachtet bleiben, wecken leicht aufgepoppte Boilies und Tigernüsse das Interesse der Fische.

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Dies kann mit dem visuellen Reiz zutun haben, der von Boilies, die zwischen Ästen, Algen und Steinen liegen, deutlich geringer sein, als bei auftreibenden Reizködern. Und auch die Größe hat einen Einfluss auf die Aktzeptanz. So könnte man jetzt annehmen, es liegt daran, dass die Fische während des Laichens auch selbst den Laich fressen und daher kleinere Köder mal eher mit dem eigenen Gelege verwechseln. Dies ist allerdings nur eine Hyphothese, die allein auf der Annahme basiert. Hinsichtlich der Köderfarbe haben die Klassiker wie weiss, pink oder gelb als besonders erfolgreich erwiesen. Auch orangefarbige Pop Ups oder Wafter sind extrem erfolgreich während der Laichzeit und immer ein Versuch wert! Wählt kleine Ködergrößen – vielleicht im Bereich zwischen 10 und 16 mm und versucht einfach euer Glück!

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