Nach der kalten Jahreszeit beginnt das Frühjahr. Für mich persönlich eine der schönsten Jahreszeiten. Flora und Fauna erwachen wieder und werden aktiv. Die Natur begeistert mit dem Erwachen ihrer ganzen Schönheit. Aber auch für uns Angler beginnt jetzt wieder eine sehr interessante Zeit. Wassertemperaturen steigen, Fische werden wieder aktiver, brauchen nach ihrer Winterruhe und den aufgebrauchten körperlichen Reserven wieder neue Energie. Dies geschieht mithilfe von Nahrung und steigenden Wassertemperaturen. Jetzt kommen wir ins Spiel. Mit der richtigen Taktik startet man nicht nur erfolgreich in eine neue Saison, sondern kann sich den Weg für langfristige Erfolge ebnen!

Du musst deine Gewässer kennen

Gerade in einer Jahreszeit, die wechselhaft ist und in der die Fische erst langsam wieder in Gang kommen, ist es sehr wichtig, dass du dein Gewässer kennst oder viele Informationen dazu erkundest. Das beste Futter, der tollste Köder nutzt dir leider nichts, wenn du zur falschen Zeit am falschen Spot fischst, oder dieser vielleicht sogar komplett unbrauchbar ist durch z.B. Faulschlamm, Nährstoff-, Sauerstoffmangel oder andere Einflüsse. Mit einer Lotrute, einem kleinen Block und Stift in der Tasche ziehe ich los. Immer dabei ist das Echolot „Deeper Chirp+“ und der Anaconda GTM Fish Hawk. In meinen Augen ein Muss für jeden Karpfenangler, das in jede Tacklebox gehört.

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Jetzt heißt es Loten! Das geht mit dem Deeper sehr schnell und bringt mir genaue Aufzeichnungen, die ich mir sogar später noch einmal ansehen kann. Eine kleine Skizze über die Stelle erstellen und die interessanten Daten und Fakten notieren. Für mich ist die Wassertemperatur in den verschiedensten Tiefen ein sehr wichtiger Faktor. Hierzu nutze ich den Anaconda GTM Fish Hawk. Dieser zeigt mir nicht nur die Oberflächentemperatur an, sondern detailliert die genaue Temperatur in Meterschritten bis zum Grund. Diese prüfe ich bei jedem Füttern, notiere mir Veränderungen und lasse diese Informationen mit in meine Futtertaktik einfließen. Interessante Stellen lote ich zusätzlich mit einem Lotblei nach, um ggf. den Boden auf Faulschlamm oder Hindernisse zu überprüfen. Wer die Möglichkeit hat, ein Boot zu verwenden, der kann hier auch den Anaconda Ground Stick einsetzen, um die Beschaffenheit noch genauer zu erforschen.

Natürliche Nahrungsvorkommen

Natürliche Nahrungsvorkommen sind von Natur aus schon Plätze, die die Fische meist aufsuchen und über Wochen, Monate oder sogar Jahre als gewohnte Spots auf ihren Zugrouten ansteuern. Flachwasserbereiche, die sich durch die morgendlichen Sonnenstrahlen schneller erwärmen und dadurch mehr Aktivität an Kleinstlebewesen beherbergen, sind Bereiche, die man sich zu Nutze machen sollte.

Sehr interessant sind auch die Entladestellen der Kiesboote auf dem aktiven Baggersee. Dieser Bereich wird von den Fischen oft in der Nacht aufgesucht, um den Grund Tag für Tag aufs Neue nach herabfallenden Nahrungsteilchen von den Booten zu durchwühlen. An ersichtlichen Spots lohnt es sich ab und an mal eine Hand voll Futter auszuwerfen und die Fische somit bei Laune zu halten.

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Die Menge ist entscheidend

In zweierlei Hinsicht ist die Menge sehr entscheidend. Einmal bei der Fischdichte oder der Masse an Fisch und natürlich beim Futter, das wir einbringen. Denn was wir auf keinen Fall wollen, ist Futter, das über mehrere Tage liegen bleibt oder im schlimmsten Fall am Grund des Sees verdirbt und uns ggf. dadurch einen guten Spot zunichte macht. Die Menge sollte also an das Gewässer angepasst sein. Ich richte mich hier nach dem Erfolg der ersten Sessions an den Spots, dem Wetter und Luftdruck, Wassertemperatur und dem Futter, das ich verwende. Nach dem Winter fange ich an, die Spots mit wenig Futter zu versorgen. Mit den steigenden Wassertemperaturen erhöhe ich auch langsam die Futtermenge. Was am Anfang der Saison mit ein paar Hand voll Partikel und ein paar Boilies beginnt, kann sich bei guten Bedingungen sehr schnell steigern und mit einem Eimer Futter pro Spot enden.

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Die ersten Tage füttere ich täglich Partikel und zerkleinerte Boilies. Das hat den Vorteil, dass auch andere Fischarten sich daran bedienen, auf den Spot und das Futter die Karpfen aufmerksam machen und deren Neugierde wecken. Die Gefahr, dass das Futter mehrere Tage unberührt bleibt, minimiert man somit auch. Nach ein paar Tagen reduziere ich die Partikel, füttere mehr Tigernüsse und ganze Boilies in verschiedenen Größen. Hiermit knabbern die Kleinen die Köder zwar noch an, können diese aber nicht sofort fressen und das Futter bleibt etwas länger am Spot. Das Zeitfenster für unseren Zielfisch wird vergrößert. Dies gibt uns etwas mehr Zeit und eine größere Chance, dass die Karpfen den Spot aufsuchen und dort Futter vorfinden.

Wenn dann die Wassertemperaturen endlich steigen, steigere ich auch die Futtermenge. In der Regel füttere ich die ersten Tage täglich. Wenn ich feststelle, dass der Platz angenommen wird, dann stelle ich auf zwei, manchmal auch drei Tage Rhythmus um. Am letzten Tag vor dem Fischen gibt es noch einmal eine größere Menge! Jedoch verteile ich diese großflächiger.

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Sicher ist Sicher

Dass die Futterplätze wirklich aufgesucht werden, das Futter gefressen und der Spot angenommen wird, kann man mit den verschiedensten Möglichkeiten kontrollieren. Im Uferbereich reicht oft eine einfache Poolbrille aus. Vom Boot aus kann man hier ein Aqua Scope einsetzen. Tiefen bis ca. 6 Meter sind damit möglich. Unser neues digitales Zeitalter bietet zudem mit WaterWolf, FishSpy, SpotCams und anderen modernen Geräten viele Möglichkeiten für alle Bereiche. Egal ob vom Ufer, Boot oder mit dem Futterboot. In der heutigen Zeit findet sich für jeden Angler und seinen Geldbeutet das passende Gadget, um die Spots zu kontrollieren.

Eine Kontrolle erachte ich als enorm wichtig, zumindest am Anfang! Hier entpuppt sich manchmal auch ein hoch geglaubter Hotspot schon nach wenigen Tagen als unproduktiv. Egal aus welcher Sicht oder durch welche Faktoren, durch Kontrolle können wir falls notwendig frühzeitig handeln und eine menge Geld und Zeit sparen.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurem ersten Frühjahrsfisch in dieser Saison.

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