Unsere Meinungsrunde 5 Angler – 5 Meinungen geht in die 8. Auflage. Nachdem in der letzten Runde das Thema Rod Rod vs. Buzzer Bars anstand, teilen heute Jan Ulak, Sven Weilbier, Olaf Barz, Axel Siebert und Kevin Keil ihre Taktiken mit dem Futterboot. Sie lassen uns über die Schulter schauen und ermöglichen uns einen Einblick in ihre Nutzung. Ultra interessant und lehrreich, wie wir finden.

„Erfolgreich mit dem Futterboot“!

Jan Ulak: „Ich mag es großflächig!“

Seit vielen Jahren benutze ich schon ein Futterboot und habe immer versucht das Maximale aus den Booten zu holen. Ich habe mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie meine Montage und mein Futter am Boden an kommt und wie ich das ganze „natürlich“ aussehen lassen kann.

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Ich habe festgestellt, dass die meisten Futterboot-Nutzer ihre Boote sehr voll machen und dann das Rig je nach Wassertiefe in einem kleinen Haufen von Futter verstecken. Mein Ziel war es immer mein Rig und mein Futter großflächig zu verteilen, ich bin daher mehrfach mit einer kleinen Menge an meinen Platz gefahren und konnte so mein Futter verteilen.

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Heute nutze ich dafür die Carplounge Futterschnecken auf meinem RT4 Boot und kann so auch größere Mengen an Futter perfekt verteilen. Ideal ist die Futterschnecke auch bei kleinen Plätzen auf denen man dann auch wenig Futter sehr dezent verteilen kann. Für ein riesen Vorteil gegenüber  anderen Futterboot-Nutzern.

Jan Ulak -  - Sven Weilbier, Olaf barz, Kevin Keil, Jan Ulak, Erfolgreich mit dem Futterboot, Axel Siebert, Alex Siebert, 5 Angler - 5 Meinungen

Sven Weilbier: “ Verteilt Köder und Beifutter lieber separat!“

Ja ein Tipp zur Angelei mit dem Futterboot ?!?!? Ich würde dazu sagen, dass man zuerst mit einer Rute und einem Klopfblei seine Hausaufgaben richtig machen sollte. Ich besitze zwar auch ein Futterboot dieses benutze ich aber meist nur an einem bestimmten Gewässer.  Einige gute Hersteller haben mit Sicherheit gute Echolote verbaut welche einem zeigen ob die Stelle krautfrei ist oder ob sich dort ein Plateau befindet, aber es zeigt dir nicht immer an ob da jetzt ein Übergang von schlammig auf Kies ist.

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Und genau diese Stellen sind sehr oft der Fischbringer  an überfischten Seen. Es gibt Futterboote von 500 € –  3000€ und mehr, aber muss das sein. Ich hatte meine Fischerei als Gesamtes im Jahr betrachtet  und schaute mir vorher an ob ich eins benötige und eins  zum Einsatz  zu bringen mir viel mehr Vorteile verschafft. Bei Seen wo die produktiven Stellen weit draußen sind, welche ich mir bei mehr Zeit und mit Echolot und der Falte oder beim Schnorcheln erkundet habe ist ein Futterboot nützlich. Kurz gesagt geht nicht den Trend und gebt das hart erarbeitete Geld für ein Futterboot aus, was ihr vielleicht im Jahr nur 2 – 3-mal benötigt. Es gibt einige Seen an denen Boote und Futterboote verboten sind.

Es gibt an jedem Gewässer Stellen die sich in Wurfweite und sogar in Ufernähe befinden welche richtig gut laufen, wenn man sich diese zuvor einmal mit dem Klopfblei genau angeschaut hat. Also mein Tipp zur Angelei mit dem Futterboot ….kennst man die Stellen die Fisch bringen und diese weiter im Freiwasser liegen, dann ist ein Futterboot durchaus eine große Unterstützung. Achtet darauf, dass es eine Release Kupplung für die Montage hat, wenn dieses nicht der Fall sein sollte dann achte darauf, dass es Zwei voneinander zu schaltende Futterklappen hat, damit ihr zuerst das Futter auf dem Spot verteilen könnt und dann mit dem Boot noch die Tiefe / Länge des Spots überfahren könnt umso eure Montage genau auf den Spot abzulegen.

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Olaf Barz: „Im Winter mit Grundfutter!“

Gerade im Winter, wenn die Fische nicht so aktiv sind und weniger fressen müssen, ist es wichtig einen attraktiven Futterplatz zu erschaffen und den Hakenköder so dicht wie möglich daran anzubieten. Das gelingt sehr gut mit Grundfutter, welches sich schnell auflöst und feinste Partikel im Wasser abgibt.

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Ich knete gerne das Grundfutter mit ein paar 10mm Boilies direkt um das Blei herum. Da sich das ganze nur bedingt werfen lässt, kommt jetzt das Futterboot ins Spiel. Beim Einsatz eines Futterbootes ist man mit dieser Methode dann auch nicht auf eine bestimmte Entfernung die man damit lediglich werfen kann begrenzt.

Einfach um das Blei kneten -  - Sven Weilbier, Olaf barz, Kevin Keil, Jan Ulak, Erfolgreich mit dem Futterboot, Axel Siebert, Alex Siebert, 5 Angler - 5 Meinungen

Einfaches Blow Out Rig -  - Sven Weilbier, Olaf barz, Kevin Keil, Jan Ulak, Erfolgreich mit dem Futterboot, Axel Siebert, Alex Siebert, 5 Angler - 5 Meinungen

Bei dieser Methode verwende ich ein normales Blow Out Rig in Verbindung mit einem Vorfachmaterial um ein verheddern des Vorfachs gänzlich zu vermeiden. Normal verwende ich Rigs von ca 20cm Länge. Bei dieser Art der Köderpresentation nehme ich wesentlich kürzere Vorfächer von max 10 cm Länge um den Hakenköder noch dichter am Futter, welches sich langsam vom Blei löst, anzubieten. Wenn Fische auf das Futter aufmerksam werden und anfangen zu fressen ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die Falle zuschlägt.

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Axel Siebert: „Unauffälliges Ablegen mit 15 Gramm Inlineblei!“

Generell gehe ich bei meiner Angelei sehr akribisch vor. Plane meine Sessions schon Tage im Voraus und bin meist immer perfekt auf die jeweilige Situation eingestellt. Ich beobachte das Wasser gerne schon einige Tage zuvor, Füttern spielt in solchen Momenten ehr keine Rolle für mich. Ich bevorzuge es, die Fische dort zu fangen wo sie sich aufhalten, ohne diese tagelang über Futter an eine bestimmte Stelle zu binden.

Wenn ich die Fische dann in einem bestimmten Bereich ausgemacht habe, stelle ich hier am liebsten keine Fallen mit hochattraktivem Futter. Hierbei ist weniger definitiv mehr! Ein einzelner Popup oder ein kleiner auffälliger Wafter zieht schnell das Interesse der Fische auf sich. Doch dass diese keinen Verdacht schöpfen senke ich die ersten Meter meiner Montage sehr präzise ab.  Mit den Jahren habe ich dieses Vorgehen immer mehr verfeinert und kam so immer schneller zum Erfolg.

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Ich nutze meist 4-5 Meter Rezista in der Stärke 0,71mm und befestige auf den ersten 2 Metern im Abstand von ca. 30-40 cm schwerem Klemmbleie. Danach kommt ein 15g Inline Blei, welches beim Fahren mit dem Baitboat bis zum Schlagschnurknoten nach hinten rutscht. Auf diese Weise kann ich sicher sein, dass die letzten Meter immer press am Gewässergrund liegen und die umherziehenden Fische nicht mit der Schnur in Berührung kommen können.

Rezista -  - Sven Weilbier, Olaf barz, Kevin Keil, Jan Ulak, Erfolgreich mit dem Futterboot, Axel Siebert, Alex Siebert, 5 Angler - 5 Meinungen

Wie schon angesprochen, nutze ich bei der Fallenstellerei mit dem Futterboot lieber weniger, dafür aber hoch attraktives Futter. Am liebsten setzte ich hier eine Mischung aus Hanf, Protex Boilies in der Diffy-Size Variante und etwas Boilieteig ein. So erhalte ich eine attraktive Futtermischung. Beachten sollten wir allerdings, gerade wenn sich die Luke öffnet und alles Richtung Gewässergrund rauscht, wird alles recht nahe beieinander liegen bleibt. Daher ist es ratsam das wenige Futter mit kurzen Rigs zu kombinieren. So bekommt der Fisch direkt Kontakt zum Blei und der Hakeffekt wird deutlich verstärkt. Hierbei spielt jedoch die Beachtung Budenstrucktur eine große Rolle. Wer im Schlamm ein zu kurzes Rig ablegt, läuft schnell Gefahr diese darin zu versänken 😉

Fisch -  - Sven Weilbier, Olaf barz, Kevin Keil, Jan Ulak, Erfolgreich mit dem Futterboot, Axel Siebert, Alex Siebert, 5 Angler - 5 Meinungen

Kevin Keil: „Raffiniert mit Maker-Braid!“

Auch ohne ein Futterboot mit GPS gibt es eine Möglichkeit eure Montagen nahezu an den gleichen Stellen abzulegen. Hier geht ihr ähnlich wie beim Angeln auf große Distanzen vor. Sucht euch beim Ausfahren am Horizont einen markanten Punkt und merkt euch diesen.

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Hier bietet sich z.B. ein hoher Baum an, da ihr diesen auch in der Dämmerung oder bei Nacht gut erkennen könnt. Sobald ihr mit dem Boot auf dem gewünschten Platz angekommen seid, macht euch eine Markierung für die Entfernung auf eurer Schnur. Dazu könnt ihr eine Marker Schnur oder spezielle Markierungsfarbe verwenden.

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Kevin Kevin -  - Sven Weilbier, Olaf barz, Kevin Keil, Jan Ulak, Erfolgreich mit dem Futterboot, Axel Siebert, Alex Siebert, 5 Angler - 5 Meinungen

 

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5 Angler – 5 Meinungen Rückblick // Darum ging es in Runde 7!

In der siebten Runde von 5 Angler – 5 Meinungen haben Christoph Trippe, Max Ingenhaag, Phillip Rüß, Patrick Scupin und Achim Schlüssel kundgetan, wann sie auf ein Rod Rod oder auf Buzzer Bars setzen.

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