Gutes Fotomaterial wünscht sich jeder von uns. Denn schließlich sind es die Fotos, die uns immer wieder ins Auge fallen und die Erinnerungen der erlebten Momente zurückholen.Wir sind schon häufig darauf angesprochen worden, wie unsere Fotos entstehen und welche Einstellungen wir wählen, um einen coolen Look zu erreichen. Schärfe und Unschärfe, ebenso wie Vorder- und Hintergrund spielen bei unseren Fotos eine wichtige Rolle. Wir geben euch heute fünf Tipps zur Verbesserung eurer Fotoqualität.

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Brennweite: 150 mm // Blende: f2,8 // Verschlusszeit: 1/640 // ISO: 400

Nutze eine Spiegelreflexkamera!

Wer gute Fotos machen möchte kommt um den Kauf einer guten Kamera kaum mehr herum. Auch wenn die meisten Smartphones gigantische Auflösungen haben, unterscheidet sich der Fotolook einer Spiegelreflexkamera mit entsprechender Objektivauswahl enorm. Bei vielen Karpfenanglern spielt die Fotografie mittlerweile eine große Rolle, weshalb der Trend zu immer besseren Fotos geht. Das ist cool und das wünschen wir uns auch von dir! Kauf dir eine Spiegelreflexkamera, ein paar gute Objektive und beginne mit der Leidenschaft, Momente und Ereignisse einzufangen und für immer in Erinnerung zu behalten.

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Brennweite: 70 mm // Blende: f2,8 // Verschlusszeit: 1/200 // ISO: 250

Spare für gutes Equipment!

Aus der Erfahrung heraus können wir dir einen Tipp geben, den du als Anfänger sicher nicht hören möchtest. Na klar, Gutes kostet Geld. Ok, von twelve ft. einmal angesehen ;). Aber nur wer in qualitativ hochwertiges Equipment investiert, wird auf lange Sicht damit glücklich werden. Auch wir sind haben uns in der Vergangenheit von günstigen Preisen noch so toller Objektive leiten lassen, doch am Ende kauften wir zweimal. Spare dein Geld für gutes Equipment, wobei der Body – also das Gehäuse eine häufig zweitrangige Rolle spielt. Die Linsen, also die Objektive, machen am Ende den Unterschied aus. Das wirst auch du schnell erkennen. Ob Nikon, Canon, Sony oder Sigma ist eine Sache des Budgets und eine Sache der Vorliebe. Probiere dein Euipment vorher aus. Elektronikriesen wie z.B. Mediamarkt oder auch Saturn verfügen über eine riesige Auswahl an Objektiven und Gehäusen aller namhafter Marken. Entscheide dich für den Body, der dir am besten in der Hand liegt und einen guten Eindruck auf dich macht!

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Brennweite: 105 mm // Blende: f3,2 // Verschlusszeit: 1/250 // ISO: 500

Die Objektivwahl for Beginners

Welche Objektive brauche ich für gute Fischfotos? Welche Objektive für gute Landschafts- oder Portraitbilder? Es hat damit zu tun, welche Bilder dir am Ende am besten gefallen. Soll dein Fisch besonders groß aussehen, dann solltest du dich im Brennweitenbereich 12-24 mm orientieren. Soll dein Fischbild später natürlich aussehen und das Foto vielleicht sogar einen etwas verschwommenen Hintergrund haben, dann sind Brennweiten zwischen 30 und 60 mm hervorragend geeignet. Eine 50 mm Brennweite (Vollformat-Sensor – Bei APS-C-Sensor 35mm) entspricht, so sagt man, einer realistischen Wahrnehmung und Abbildungsgröße und schafft ein gutes Bild von dir und deinem Fang. Je weiter du nun mit der Brennweite hochgehst, desto kleiner wird der Fisch dargestellt, aber desto stärker wird der Hintergrund auch unschärfer abgebildet. Natürlich hat dies auch mit der Wahl deiner Blende zu tun, aber zu diesem Punkt kommen wir gleich noch. Fotografie ist eben ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren – so wie das Karpfenangeln auch.

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Brennweite: 35 mm // Blende: f2,2 // Verschlusszeit: 1/320 // ISO: 640

Fotografiere aus anderen Blickwinkeln

Willst du mit deinen Fotos Aufsehen erregen und dich von der Masse der vielen anderen Bilder der Social Networks absetzen, dann versuche aus anderen Blickwinkeln zu fotografieren. Verzichte auch ruhig mal auf das klassische Fangfoto und gehe einen neuen Weg. Hast du schonmal “Over Shoulder” fotografiert? Also dem Fänger über die Schulter geschaut? Oder von oben? Vielleicht mal aus der Perspektive eines Dritten? Oder such dir eine besondere Location aus und nimm nicht unbedingt den nächst besten Strauch. Manchmal geht es nicht anders, aber wenn du dir ein wenig Zeit nimmst und die richtige Perspektive wählst, kann aus einem normalen Fischbild ein richtig cooles Fangfotos werden. Neue Perspektiven zu nutzen, um die eigenen Bilder interessanter zu gestalten ist natürlich auch für dein Setup gefragt. Coole Rutenaufbauten schaut sich jeder gern an, schließlich fischt das Auge häufig mit. Wenn du dann auch noch den richtigen Blickwinkel findest und dein Setup im coolsten Licht fotografierst, dann ist das Ergebnis mit Sicherheit noch viel cooler. Bitte achte aber darauf, dass wenn du einen Fisch fotografierst, deine Fotosession möglichst kurz gehalten wird und du vor dem eigentlich Shooting, deinen Plan im Kopf hast und alle Vorbereitungen getroffen wurden.

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Brennweite: 35 mm // Blende: f1,8 // Verschlusszeit: 1/200 // ISO: 400

Öffne die Blende und probiere aus!

Coole Looks entstehen häufig durch das Wechselspiel aus Schärfe und Unschärfe. Das Zusammenspiel aus Beidem macht am Ende eine interessante Perspektive erst zu einem richtigen Knaller. Je weiter du deine Blende öffnest (Kleiner Blendenwert meist f4,5, bei guten Objektiven auch f2,8, f1,8 oder sogar f1,4) desto mehr Unschärfe erreichst du im Bild. Du musst dabei aber auch beachten, dass der Schärfebereich mit dem Öffnen der Blende immer kleiner wird. Eine ähnliche Rechnung kannst du auch aufstellen beim Thema Brennweite.

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Brennweite: 50 mm // Blende: f3,5 // Verschlusszeit: 1/250 // ISO: 100

Je höher die Brennweite, desto mehr Unschärfe erhältst du z.B. im Hintergrund. Zusammen mit einer offenen Blende erreichst du also ein sehr harmonisches Bild bestehend aus Vordergrund, Hintergrund und knackig scharfem Mittelpunkt. Natürlich können wir hier nur ein paar wenige Dinge anreissen und keinen vollständigen Workshop geben. Neben der Blende, der Brennweite, Verschlusszeit, ISO-Wert, Über- und Unterbelichtung, Lichtsetzung und so weiter und so weiter, gehören am Ende viele verschiedene Parameter dazu, um ein gutes Foto zu erstellen… Hat man es raus, ist es wunderbar und macht riesig Spass. Und da ähnelt sich das Fotografieren so sehr dem Karpfenangeln. Am Anfang ist es super schwierig und man blank oft und mit wachsender Erfahrung wird alles plötzlich viel leichter und macht mit jedem Tag mehr Spass!

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Brennweite: 70 mm // Blende: f2,8 // Verschlusszeit: 1/250 // ISO: 500

Lerne von anderen!

Wenn du mit der Fotografie beginnst und deine ersten Schritte wagst, dann wirst du schnell an den Punkt kommen, dass alles total kompliziert erscheint und deine Bilder im Grunde nur Glücksache zu sein scheinen. Jedenfalls wenn du im Modus M – manuell arbeitest. Aber wir können dich beruhigen, aller Anfang ist schwierig und es gibt so viele coole Fotofreaks, die ihr Wissen und ihre Leidenschaft gern an dich weitergeben. Wir haben für ein dich ein paar Basics herausgesucht und hoffen ein wenig Lust auf das Thema Fotografie gemacht zu haben.

Benjamin Jaworskyj erklärt die Basics

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