Anfang des Jahres 2018 beschloss ich ein neues Gewässer aufzusuchen. Nach langem suchen und überlegen entschied ich mich für einen Stausee in Ungarn. Das Gewässer war mir bisher noch unbekannt. Starten wollte ich im Hochsommer, da es bekanntlich die beste Zeit ist ein Gewässer kennenzulernen. Eines der wichtigsten Sachen ist natürlich das Futter bzw. was nehme ich mit und auch wie viel. Ich ging auf Nummer sicher und nahm vorsichtshalber mehr als zu wenig mit. Mit dem Thema von welcher Firma, war für mich keine Frage, da ich das ganze Jahr die Boilies von Selfmade Baits ausprobiert hab und mich die Qualität überzeugt hatte stand dies fest.

twelvefeetmag Karpfenangeln in Ungarn 4 -  - Ungarn, Stausee, karpfenangeln

An dem Stausee angekommen hatte es gefühlte 30 Grad im Schatten und keinen Wind. Ich baute mein Camp auf und suchte für die erste Nacht noch nach einem Spot. Kurz vor Sonnenuntergang zog ein heftiges Gewitter auf und riss mir den Pavillon davon… Kein guter Start in die Woche… Aber es kam noch schlimmer… Der Wetterbericht sagte für die ganze Woche nur Regen und ein Auf und Ab mit den Temperaturen voraus. Doch ich machte das Beste daraus und erkundete am nächsten morgen den See. Naja was es halt zu erkunden gab, denn der Stausee erwies sich als relativ einfach, denn es gab wenig wenn fast keine Struktur. Der See war durchgehend verschlammt und war nicht tiefer als 2.5m.

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Je weiter man sich der Seemitte näherte, desto weniger wurde auch der Schlamm. Gleichzeitig wurde es somit auch tiefer. Diese Angelei bedeutete aber auch auf eine große Distanz zu fischen, was ich eigentlich vermeiden wollte. Also legte ich meine Montagen auf Gut Glück in den tiefen Schlamm und hoffte auf eine Aktion – vergeblich. Also fuhr ich meine Ruten gute 220 m auf einem harten lehmigen Boden raus und warf ein paar Boilies auf den Futterplatz. Ich musste nicht lange warten und wurde mit einem Spiegelkarpfen belohnt.

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Die weiten Fahrten mit dem Schlauchboot oder dem Futterboot waren also nicht umsonst. Das Durchschnittsgewicht lag die ersten Tage bei ca. 13 kg, aber es dreht sich nicht immer alles um die Größe, denn ich durfte ein wahren Beauty des Sees in den Händen halten. Ein Koi gekreuzt mit einem Schuppenkarpfen mit einer wunderschönen gelben Farbe versüßte mir den Tag. Die Karpfen hielten während der Regenstunden anscheinend eine Beißpause. So musste ich nicht oft bei Wind und Wetter auf das Schlauchboot zum Drillen. Ich bemerkte, dass  je mehr ich fütterte, auch immer mehr Fische an meinem Futterplatz locken konnte.

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Es verirrten sich immer mehr größere Karpfen auf meinem Spot. Ferner dazu fuhr nochmal reichlich Futter mit dem Schlauchboot und dem Futterboot raus. Langsam aber sicher näherte ich mich dem letzten Tag meiner Session und war mehr als zufrieden mit dem Ergebnis für ein Gewässer, das mir unbekannt war. Der letzte Tag brach herein und bescherte mir nochmal Sternstunden in Ungarn. Ich konnte meinen Personal Best an diesem Tag gleich zwei mal nach oben schrauben. Es waren zwei fette Spiegelkarpfen, die dafür verantwortlich waren. Dies war definitiv ein Traumabschluss der Session. Es konnte gar nicht besser laufen…

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