Angling Direct ist Opfer eines Cyberangriffes geworden. Seit einigen Tagen sind die Webseite und einige Social-Media-Kanäle des Unternehmens nicht mehr erreichbar. Kunden werden stattdessen auf „unangemessene Inhalte“ geleitet, wie es Angling Direct selbst beschreibt. Erst heute hat Angling Direct zudem eine Meldung releast, um über den aktuellen Stand des Vorfalls zu informieren. Wir haben die Antworten auf die aus unserer Sicht wichtigsten Fragen zusammengefasst.

Was ist bisher bekannt?

Am Freitag, den 5. November 2021, hat Angling Direct unbefugte Aktivitäten im Netzwerk festgestellt. Die Webseite des Unternehmens ist mit einem Redirect versehen. Dies bezeichnet eine automatische Umleitung einer URL zu einer anderen URL. In dem Fall von Angling Direct können Kunden die Webseite des Tackledealers nicht mehr erreichen, sondern werden stattdessen auf pornografische Inhalte weitergeleitet. Einige Konten des Unternehmens in den sozialen Medien sind ebenfalls davon betroffen und seitdem nicht mehr erreichbar.

Angling Direct hat bereits externe Cybersicherheitsspezialisten zur Klärung des Vorfalls beauftragt – die Nachforschung läuft. Ein Erklärungsversuch besteht darin, dass Mitarbeiter ggf. Opfer von Phishingangriffen wurden. Zwar hat Angling Diret große Cybersicherheitsstandards, die jedoch durch Mitarbeiter im Home-Office durch z.B. unsichere Internetverbindungen oder verwundbare IT-Hardware gefährdet sind.

Für die Kunden aus UK gilt: die fast 40 Einzelhandelsgeschäfte in Großbritannien sind weiterhin geöffnet und können den Betrieb aufrechterhalten.

Sind die Daten der Kunden sicher?

Von Angling Direct heißt es, dass es noch zu früh ist, um die Auswirkungen dieses Vorfalls auf personenbezogene Daten zu bestimmen. Alle Kunden werden jedoch gemäß den gesetzlichen Verpflichtungen über etwaige Vorfälle informiert, falls dies erforderlich sein sollte.

Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass Angling Dircet keine Finanzdaten von Kunden besitzt, da Abwicklungen von Zahlungen über Drittanbieter erfolgen. Dies bedeutet, dass Zahlungen an einen Paymentanbieter überwiesen werden, der diese dann mit dem Händler abrechnet. Geht die Zahlung an einen Paymentanbieter mit entsprechendem Käuferschutz ist die Bestellung meist risikoärmer.

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Wie geht es nun weiter?

Die Nachforschung der Cybersicherheitsspezialisten läuft. Die Arbeit wird rund um die Uhr fortgesetzt, um die Webseite schnellstmöglich wieder online zu bringen. Vorsichtshalber hat das Unternehmen zudem die zuständigen Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden in Großbritannien über den Vorfall benachrichtigt.

Wir stehen im direkten Austausch mit Angling Direct und die Informationen, die wir hier zusammengefasst haben, stammen aus erster Hand. Wir werden weiterhin auf dem Laufenden bleiben und dich darüber informieren, sobald die Webseite wieder erreichbar ist.