Ferienzeit heisst Angelzeit und somit sind auch viele Angler unterwegs. Was bleibt einem da übrig, als an einen der größeren Baggerseen mit ca. 250 ha auszuweichen? Das Ziel war natürlich auch mit der Familie eine entspannte Zeit am Wasser zu verbringen. Alles war geplant. Das Gewässer war ausgewählt, das Auto gepackt und die neuen Köder der Firma Karpfenhans sollten es richten. Im Gepäck war der Hardcore Fish Boilie als neuer Prototyp. Ziemlich schnell war auch am Samstagmittag ein Platz am See bezogen. Bei Temperaturen über 30 Grad und Sonne satt, waren die Voraussetzungen zum Karpfenangeln ja nun nicht gerade die Besten.

twelvefeetmag Thomas Bachmann karpfenhans 6 -  - Thomas Bachmann, Baggersee

Tief und weit draußen – ob das den Erfolg bringt?

Ich entschied mich bei der ersten Rute für einen Platz der bei 5 m Tiefe lag auf einem kleinen Plateau und die zweite Rute platzierte ich bei 7 m. Beide auf eine Distanz von ca. 350-400 m abgelegt. Ich erhoffte mir etwas Ruhe auf den Plätzen vor all den Badegästen und dem Trubel auf dem Wasser. Ein Blick übers Gewässer sagte mir, dass bereits viele weitere Angler da waren. Deshalb folgte eine kleine Gesprächsrunde mit umliegenden Anglern und meine Befürchtungen wurden bestätigt. Kaum bis wenig Aktivität an den Ruten, viele Badegäste, Bootsverkehr, Schleppangler usw. wurde mir berichtet. Wie sehr vermisste ich den Herbst war mein Gedanke … Aufgeben ist jedoch keine Option und so war der Plan schnell gemacht.

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Die Plätze sollten keinerlei Partikel sehen und die Ruten auch mal 48-70 Stunden liegen bleiben. Es gab ja schon genügend Bewegung auf dem Wasser dachte ich mir. Die ersten beiden Nächte blieben ohne jegliche Pieper, bis sich am zweiten Morgen ein Dauerton meldete.

Mit dem ersten Licht kam die Aktivität

Bei schönstem Sonnenaufgang und ruhigem Wasser, konnte ich meinen ersten Fisch dieser Session landen. Ein Blick auf den Fisch ließ mich aber gleich sprachlos werden. Ein Twotone!!! Strahlend in seinen schönsten Farben lag er im Kescher. Den Fototermin meisterten wir beide klitschnass und mit breitem Grinsen. Das Wetter war weiterhin wie angekündigt, heiß, sommerlich, der Badebetrieb und Angeldruck wurde keineswegs besser. Ich nutzte also die Zeit um zu baden und zu entspannen mit der Familie.

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Zu meiner Überraschung, meldete sich ein bis zweimal der Bissanzeiger pro Tag. Es waren keine riesigen Fische, aber so etwas spielt bei meiner Angelmethode absolut keine Rolle. Jeder Fisch zählt. An einem solch großen See, ist jeder Fisch Gold wert. Bereits einige Jahre befische ich diesen See und er hat mir mehr Blanknächte eingebracht als Erfolge. Eine derart schwere Angelei mit mehrfachem Absenken, immer auf Distanz genau ablegen, dass die Steinmontage sich keinen Meter verzieht am Spot, ständiges Fische suchen und wenn man einmal die wenigen Fische gefunden hat, voll aufs Futter zu bringen, dass hatte ich zu Beginn nicht auf dem Plan und das wurde auch echt anstrengend mit der Zeit…

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Jeden Tag Futter!

So waren also die Futterplätze täglich unter Futter und es kam wie es kommen musste. Eine traumhafte Sommernacht, mild, warm, sternenklar und ich im Kampf mit dem Fisch. Mitten auf dem See in meinem Boot, mit einem der besseren Fische aus dem Gewässer.

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Ein Schuppi, von knapp 15 kg fand Interesse an dem Hardcore Fish Boilie in Präsentation mit einem kleinen Pop-Up als Anreiz. Absolut Happy und mit der richtigen Taktik zum Erfolg sollte dieser Trip jedoch noch nicht ganz zu Ende sein. Die letzten Tage vergingen und der letzte Abend brach an. Bei gutem Essen und kühlem Getränk, kam der doch noch so ersehnte und berühmte „Einpackfisch“ . Gegen 5 Uhr des letzten Morgens, meldete sich nochmals ein Dauerton und während des schönsten Sonnenaufgang, konnte ich noch einen makellosen Spiegler über den Kescher führen, welcher diesen Trip für uns auch beenden sollte.

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Schwere aber gute Zeit am Wasser

Es ist schwer in Zeiten von Corona, Ferien, Reiseverboten, heißen Temperaturen und immer stärker werdenden Angeldruck, entspannt seiner alltäglichen oder eher gewohnten Angelei nachzugehen, aber es gibt immer eine Möglichkeit, anders zu sein als die Meisten. Wichtig ist immer neue Wege für sich selbst zu gehen und der Erfolg gibt einem Recht.

twelvefeetmag Thomas Bachmann karpfenhans 7 -  - Thomas Bachmann, Baggersee

Bleibt bitte Gesund und erfolgreich am Gewässer. Wir sehen und lesen uns im Herbst wieder.

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