Die Tage erreichte uns in der twelve ft. Redaktion eine Mitteilung, die es wirklich in sich hat. Der bekannte Lac de Sainte Suzanne – in Szenekreisen besser bekannt als der Lac de Carcès – ist ein circa 100 Hektar großer Stausee im Department Var, im Süden Frankreichs, welcher die Stadt Toulon mit Trinkwasser versorgt und gleichzeitig Heimat vieler-, extrem großer Karpfen und Welse ist. Dieser Stausee soll zeitnah abgelassen werden, was eine Gefahr für alle beheimateten Wasserbewohner darstellt – eine Online-Petition ist hier der letzte verbleibende Rettungsanker!

Wie bei allen Stauseen muss von Zeit zu Zeit das Wasser abgelassen werden, um verschiedene Kontrollen an den Staumauern vornehmen zu können. Der Lac de Carcès, welcher zeitweise eine wahre Angelhochburg darstellt, ist hierbei leider keine Ausnahme. Der See soll hierzu in mehreren Etappen abgelassen werden. Die erste Trockenlegung soll im Februar 2023 erfolgen, da es wohl potenzielle Probleme am oberen und unteren Ende des Staudammes gibt. Anschließend werden Reparaturen und Tests erfolgen, wobei der Wasserstand mehrmals angehoben und wieder abgesenkt werden muss. Für die gesamten Bauarbeiten wurde als Endtermin der 31. Dezember 2027 angekündigt – normalerweise erfolgen solche Maßnahmen alles zehn Jahre – was allerdings über längere Zeit versäumt wurde.

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Wohin mit den zahlreichen Seebewohnern

Bis heute sind die Fischrettungsaktionen, die der zuständige Verband vorschlägt, weit davon entfernt, den ökologischen Anforderungen zu entsprechen, die für das Wohlergehen der Tiere gelten. Der hiesige Verband rechnet mit einem Fischbestand von 6 Tonnen und soll wie folgt verteilt werden:

  • 3 Tonnen Fisch sollen durch das Öffnen der Schleusen in den Fluss unterhalb des Staudamms zurückgeführt werden
  • 3 Tonnen Fisch würden von Profi-Anglern entnommen und an verschiedenen Orten in der Region eingesetzt werden
  • der gesamte Wels-Bestand soll in den La de Saint Cassien überführt werden, da dieser See, laut einer Sitzung der Aappma la Carcoise vom 10. September 2022 die einzige Wasserstelle mit genügend Kapazitäten darstellen würde

Schaut man sich als Außenstehender die Fänge der internationalen Angelszene an diesem See an, so wird man schnell feststellen, dass die angegeben 6 Tonnen vollkommen untertrieben sind und sich die Fischmenge, deren Artenumfang freilich über Karpfen und Welse hinausgeht, eher auf 50 Tonnen beläuft. Genau für diesen Fakt und die unprofessionelle Vorgehensweise in punkto Fisch- und Lebewesenrettung wurde eine Online-Petition ins Leben gerufen.

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Die lebensrettende Petition – ein Aufruf an alle Liebhaber der Natur

Diese Petition appelliert an alle Angel- und Naturliebhaber – ob sie nun aus der Region stammen oder nicht – etwas gegen dieses bevorstehende Fisch-Massaker zu unternehmen! Der Fischbestand ist das Ergebnis vieler Jahresbeiträge und Pflege eines jeden einzelnen von uns, wir, die in der Lage sind, solche grandiosen Bestände aufzubauen und über solche Arten von Problemen nachzudenken. Nicht ohne Grund ist es ein offizielles Gewässer, was für jedermann frei zugänglich ist und genutzt werden kann.

Es ist an der Zeit, dass einige Akteure aufwachen, um den Job zu erledigen, der ihnen anvertraut wurde…! Nun liegt es an uns, das Ruder heute für den Carcès und in den kommenden Jahren an anderen Orten herumzureißen!

Deine Stimme für die Rettung der Seebewohner: