Bei vielen, stellt sich das Karpfenangeln in der kalten Jahreszeit nicht so einfach dar. Die Fische fressen weniger und bewegen sich kaum noch vorwärts. Doch sollte man mit einem Biss rechnen, kann man zu 80% sagen, dass es sich um größere Fische handelt. Mein Angelpartner und ich stellten es immer wieder auf die Probe. Wir wollten unbedingt heraus finden, wie wir zu schnelleren Bisse bei kaltem Wasser kommen können.

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Und so ging es für eine gesamte Woche ans Wasser. Wir beangelten eine alte Schottergrube, wo das Frühjahr und über den Spätherbst mächtig Angeldruck herrscht. Trotz der Wasserfläche von ca. 8 Hektar ist die Schottergrube nicht einfach zu befischen. Zwischen Krautfeldern, Plataus und strukturreichem Untergrund, findet man sehr viele Dreikantmuscheln. Also ist es wichtig eine Schlagschnur zur verwenden.

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Los gehts!

Am Wasser angekommen stellte sich das Aufbauen der Zelte nicht so einfach dar, wie erwartet. Bei einem Schneesturm mit starkem Wind mussten wir unser gesamtes Tackle aufbauen. Bei Lufttemperaturen von -5 Grad am Tag waren wir froh darüber einen warmen Tee und ein beheitztes Zelt zu haben. Bei einem warmen Tee besprachen wir unsere Taktik. Nach dem Aufwärmen ging es raus in die Kälte. Es sollte los gehen.

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Die Spot´s wurden ausgemakert und mit nur 5 bis 10 Boilies befüttert. Mehr verwendeten wir nicht, da wir die Fische nur an unseren Platz locken wollen. Füttert man mehr, läuft man Gefahr, dass die Fische gesättigt werden. Schließlich hatten wir eine Wassertemperatur von nur +9 Grad. Sie sollten nicht satt werden, sondern lediglich durch den Attraktor angelockt werden.

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Zum Einsatz kamen ,,Black Tuna” Boilies, gedippt mit ,,Aminol”, die an unseren Spot´s angefüttert wurden. Beködert wurden unsere Rigs mit dem ,,BLACK TUNA” Boilie in der Größe von 20 mm. Zwei Montagen wurden auf einer Kante in ca. 3 Meter tiefe und einer Distanz von 15 Meter ausgelegt. Die anderen zwei Montagen wurden an einem krautfreien Untergrund ausgelegt. Die Untergründe waren sehr hart und die Montage fand auf 5 Meter Wassertiefe den richtigen Fleck.

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Die Kälte überzog alles

Natürlich wurde es beim Auslegen der Ruten etwas frischer. Wir verzogen uns ins Zelt und machten eine ausgiebige Tee Session. Nicht lange dauerte es bis die Dunkelheit einbrach. Da die Luftfeuchtigkeit sehr hoch war und die Lufttemperatur auf -10 Grad herunter fiel, mussten wir ständig unsere Ruten kontrollieren, da die Gefahr bestand, dass die Bissanzeiger und die Spulen einfrieren.

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Wir hatten gar nicht so unrecht mit unserem Verdacht! Denn im Morgengrauen bewegte sich die Spitze einer Rute heftig nach unten. Die Bissanzeiger konnten nicht ertönen, weil sie so stark vereist waren, dass sich das kleine Magneträdchen nicht mehr drehte. Die Rute wurde aufgenommen  und der erste Drill mit dem Winterkarpfen konnte beginnen. Nach ein paar Fluchtversuchen konnten wir den Schuppenträger sicher über den Kescher führen.

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Auf der Matte wurde alles schnell gelöst, denn Kamera und Waage wurden bei Start der Session bereit gelegt. Die Waage blieb bei 15,10 kg stehen. Wir waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis, da wir nicht damit gerechnet hatten, dass es so schnell geht. Das Vertrauen in Montage und Köder blieb natürlich weiterhin bestehen. Die Rute an der wir den Biss erhielten, wurde neu ausgelegt. Die anderen Ruten, wo sich nichts getan hatte, wollten wir noch eine Nacht liegen lassen. Tagsüber war es richtig kalt und grau. Über Tag passierte nichts an den Ruten. Tee kochen war unsere einzige Beschäftigung.

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Wir bleiben dran und werden belohnt

Die nächsten zwei Nächte waren etwas wärmer und auch die Luftfeuchtigkeit war wieder gestiegen. Dabei konnten wir keinen Fisch überlisten. Trotz der Beissflaute wurden die Spots nicht gewechselt. Ich gebe der niedrigen Luftfeuchtigkeit die Schuld, denn eine Nacht darauf stieg sie wieder an und ich konnte einen Schuppi mit 10 kg+ fangen.

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Die Session begann nicht wirklich super für uns, aber dafür endete sie mit einer wirklichen Bombe. In der kommenden Nacht schraubte sich die Lufttemperatur auf -12 Grad herunter. Die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch und somit war es wieder Zeit die Ruten in der Nacht zu kontrollieren. Mitten in der Nacht wurden wir von einem heftigen Vollrun geweckt! Ich sprang schnell aus meinem Schlafsack und nahm die Rute auf. Nach einem 10 minütigen Drill konnten wir eine Schuppenbombe sicher auf der Abhakmatte präsentieren. Die Waage blieb bei 22,60 kg stehen. Das Grinsen stand uns ins Gesicht geschrieben. Wir waren so Happy, dass sich das Warten gelohnt hatte. Nach einem raschen Shooting durfte diese Bombe wieder schwimmen. Und mit so einem Finale konnten wir die Session beruhigt und sehr, sehr zufrieden beenden. Die harte Arbeit hatte sich am Ende ausgezahlt. Wow!

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