Der Saisonstart rückt bei vielen näher und näher. Bei dem einen oder anderen ist er sogar schon vollzogen – mit Erfolg oder ohne. Man könnte meinen “Hauptsache draussen”, doch das stimmt nicht. Denn auch aktuell hat man echt Chancen auf einen Fisch, wenn man ein paar Dinge beachtet. So spielen Spot und Futter sicherlich die größte Rolle, ehe sich andere Puzzleteile hinzugesellen und ihren Anteil nehmen. Tobias Steinbrück weiß das ganz genau und ist auch bei noch relativ kühlen Temperaturen draußen. Er fischt durch, wie man so schön zu sagen pflegt. Dass er aber auch jetzt immer einen Blick auf das Wetter hat, steht außer Frage. Schließlich fühlen unsere Zielfische auch im Winter bzw. in der Übergangszeit die Veränderungen, seien sie auch noch so gering. Sie können immer für einen Fressimpuls ausschlaggebend sein. Das sind die Erfahrungen zum Wetter von twelve ft. Autor Tobias Steinbrück.

Nutze den Wind – wenn die Bedingungen passen!

Kommt der unbehagliche, kalte Ostwind auf, verstecken sich die Fische sehr oft in stehenden Gewässern im direkten Windschatten. Hinter Inseln oder einfach am Ostufer sind die Fische nicht selten anzutreffen. Haben wir hingegen warmern Westwind, dann mach dir diesen zu Nutze! Meist drückt es das leicht erwärmte Oberflächenwasser in eine Bucht oder einen Uferbereich. Die Fische verharren im Winter und der Übergangszeit nicht wie so oft geglaubt an einem Ort. Sie nutzen derartige Wetterlagen und ziehen aus tieferen Regionen, vor allem am Tage, in flachere Bereiche.

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An sonnigen Tagen

Sonnenstunden sind einladend für ein kurzes Sonnenbad, trotz kühler Umgebungsluft. Karpfen stehen an solchen Tagen oft nicht am Grund. Vielmehr suchen sie die oberen Wasserschichten auf. Wie wäre es mit einem Zig Rig? Hast du Fische lokalisiert, teste es aus!

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Stabile milde Wetterlagen nutzen

Herrschen stabile Temperaturen, kommen die Fische in Schwung. Probiere es mit Grundfutter und ein paar Boilies, um einen der kühlen Laiber zu überlisten. Kleine aber tägliche Futterrationen können helfen dem Wintererfolg auf die Sprünge zu helfen. Vorfüttern lohnt also – wenn man es nicht übertreibt und das Futter tatsächlich abgeholt wird.

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Sie sind empfindlich – bewege dich auf leisen Sohlen

Weht kein Wind und es ist absolute Stille, die Wasseroberfläche wie ein Spiegel, dann kann ein lauter Bleieinschlag die Fische schnell verschrecken. Im Winter sind die Karpfen sehr sensibel. Ein Abfangen des Bleis vor dem Aufprall, die Verwendung eines leichteres Bleis oder gar ein Überwerfen des Spots und das zügige zurückkurbeln zum Spot können etwas Abhilfe schaffen

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