Immer mehr Maßnahmen werden ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Auch uns (Karpfen-)Angler betrifft das Corona-Virus, da wir beim Fischen auch in Kontakt mit anderen Menschen stehen. Aus diesem Grund haben wir eine Übersicht für dich zusammengestellt. Was muss ich beachten, wenn ich in den nächsten Tagen ans Wasser möchte? Darf ich überhaupt noch angeln? Wir haben bei den Landesverbänden der jeweiligen Bundesländer recherchiert und beantworten die aus unserer Sicht wichtigsten Fragen.

Karpfenangeln in Baden-Württemberg

Das Fischen in Baden-Württemberg ist weiterhin erlaubt – alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands. Allerdings gilt zu beachten, ob Landkreise oder Gemeinden nicht zusätzliche Beschränkungen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum erlassen haben. Einige Kommunen in Süd-und Nordbaden (z.B. Freiburg, Bretten) haben Allgemeinverfügungen erlassen, die das Betreten öffentlicher Flächen grundsätzlich untersagen. Dort ist dementsprechend auch das Fischen nicht erlaubt. Wie dein Verein mit diesem Thema umgeht, bitten wir bei deinen Ansprechpartnern zu klären.

Weitere Informationen gibt es beim Fischereiverband Baden-Württemberg.

Bayern – Ist Karpfenangeln noch erlaubt?

In Bayern ist das Angeln ebenfalls unter Berücksichtigung des Kontaktverbotes erlaubt. Das Angeln ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Der Landesfischereiverband Bayern betont, dass jeder Einzelne mit seinem Verhalten dafür verantwortlich ist, dass das Angeln weiterhin erlaubt bleibt. Der Verband empfiehlt daher zudem, sich in einer Entfernung von 20 oder 30 Metern vom nächsten Angler niederzulassen und möglichst wohnortnah zu angeln. Wir hoffen, dass wir weiterhin ans Wasser können!

Weitere Informationen gibt es beim Landesfischereiverband Bayern.

Berlin – Karpfenangeln in der Hauptstadt?

Nachdem das Fischen in Berlin durch den Senat zunächst untersagt wurde, ist es nun doch wieder erlaubt. Jedoch gilt auch hier das Kontaktverbot: das Angeln ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt. Zudem betont der Landesverband Berlin, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern unbedingt einzuhalten ist.

Weitere Informationen gibt es beim Landesverband Berlin.

Brandenburg – Karpfenangeln im Osten von Deutschland

In Brandenburg ist das Angeln ebenfalls individuell erlaubt – das Kontaktverbot gilt auch hier. Nach Ansicht des Landesanglerverband Brandenburg kann durch die Regelungen zur kurzzeitigen Erholung in der freien Natur (die das Angeln auch in Brandenburg weiterhin erlaubt) allerdings der Aufbau von Wetterschutzvorrichtungen nicht begründet werden und ist daher an den Gewässern des LAVB untersagt. Es wird an die Anglerschaft appelliert, sich daran zu halten, keine Ordnungsgelder zu riskieren, um in der Öffentlichkeit und bei den Entscheidungsträgern keinen Diskussionsprozess in Gang zu setzen, das Angeln grundsätzlich nicht mehr zuzulassen. Halte dich dran, damit wir auch zukünftig weiterhin unserer Passion nachgehen können!

Weitere Informationen gibt es beim Landesanglerverband Brandenburg.

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Hamburg – Karpfenangeln erlaubt?

Für Hamburg können wir es kurz machen: Das Angeln und die dafür unbedingt notwendigen Wege und Fahrten sind unter Einhaltung der Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus in Hamburg durch vorübergehende Kontaktbeschränkungen weiterhin möglich.

Weitere Informationen gibt es beim Anglerverband Hamburg.

Mecklenburg-Vorpommern – Karpfenangeln in Mac-Pomm

Ja, das Angeln ist auch in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt. Natürlich sind auch hier alle Vorgaben zum Schutz vor dem Corona-Virus einzuhalten. So ist nur der Einzelansitz möglich und das Kontaktverbot unbedingt einzuhalten.

Touristische Reisen in andere Bundesländer sind gegenwärtig verboten. Das bedeutet, dass es momentan nicht möglich ist, mit der Austauschangelerlaubnis z.B. brandenburgische Gewässer zu befischen. Dies gilt auch für Pachtgewässer des LAV, die in den Bundesländern Brandenburg und Niedersachsen liegen.

Weitere Informationen gibt es beim Landesabglerverband Mecklenburg-Vorpommern.

Nordrhein-Westfalen – Für Karpfenangler in NRW

In NRW gilt, dass das Angeln alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet – das Kontaktverbot greift also selbstverständlich auch hier. Der Landesfischereiverband Westfalen und Lippe weist zudem darauf hin, dass auf dem Weg zum oder vom Angelplatz der Kontakt zu fremden Personen vermieden werden soll.

Weitere Informationen gibt es beim Landesfischereiverband Westfalen und Lippe.

Saarland – wie sieht´s in unmittelbarer Nähe zu Frankreich aus?

Für das Saarland kann ebenfalls eine kurze Aussage getroffen werden: Das Angeln ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

Weitere Informationen gibt es beim Fischereiverband Saar.

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Sachsen – Karpfenangeln im Osten

Trotz der Kontakt- und der (derzeit aufgehobenen) Ausgangsbeschränkungen erlaubt die sächsische Staatsregierung derzeit das Angeln. Der Landesverband Sächsischer Angler betont, dass es am Verhalten aller Angler liegt, dass das auch so bleibt. Zudem gilt in Sachsen auch das Kontaktverbot.

Weitere Informationen gibt es beim Landesverband Sächsischer Angler.

Sachsen-Anhalt – Elbe & Co.?

Auch in Sachsen-Anhalt gilt: Das Angeln ist unter Berücksichtigung von Sicherheitsvorkehrungen (Kontaktverbot, Mindestabstand etc.) auch in Corona-Zeiten erlaubt.

Weitere Informationen gibt es beim Landesverband Sachsen-Anhalt.

Schleswig-Holstein – Karpfenangeln im Norden

Wie sieht es in Schleswig-Holstein aus? Dort ist die Frage nicht so leicht zu beantworten. Grundsätzlich gilt, dass auch hier generell individuell geangelt werden darf. Es sind keine natürlichen Gewässer gesperrt. Sowohl am Nord-Ostsee-Kanal als auch in Kiel an der Förde oder an vielen Binnengewässern darf gefischt werden. Jetzt wird es allerdings schwierig: denn wenn das Gewässer anglerisch nur über eine Steganlage des Vereins erreichbar ist, weil dort die Boote liegen und sie dadurch rechtlich evt. als Sportboothafen gilt, dann ist die Nutzung dieser Anlage derzeit untersagt. Ebenso können kleine, angelegte Gewässer insgesamt als Freizeiteinrichtung oder Betriebsgelände gelten.

Außerdem darf man nicht aus anderen Bundesländern nach Schleswig-Holstein reisen, um hier zu angeln. Und zusätzlich haben noch einige Kreise besondere Reisevorschriften erlassen, die Anfahrten durch Personen aus anderen Kreisen verhindern sollen und die bisher uneinheitlich sind. Eine übersichtliche Rechtslage gibt es hier noch nicht. Sicher ist nur, dass man innerhalb seines Kreisgebietes an Gewässern, die ohne besondere Vereinseinrichtung erreichbar sind, angeln darf.

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Wie sieht es in den weiteren Bundesländern aus?

In einigen Bundesländern konnten wir keine Stellungnahme der Landesverbände recherchieren. Hier verweisen wir euch auf die Verordnungen der jeweiligen Landesregierungen:

Alle Angaben entwickeln sich stets weiter. Der Informationsstand ist der 27.04.2020. Wir verweisen auf unsere Quellen und nehmen sehr gern Informationen zu lokalen Gegebenheiten auf. Bleib gesund und genieß die Zeit am Wasser!