Das Futterboot gehört bei vielen Karpfenanglern heute zum festen Bestandteil beim gezielten Karpfenangeln. Es gibt mittlerweile viele Zusatzfeatures und nützliche Anbauteile wie z.B. Echolot, GPS und Co., die das Karpfenangeln extrem präzise und komfortabel machen. Olaf Barz nutzt das Futterboot seit einigen Jahren sehr erfolgreich. Dabei hat er festgestellt, dass das Futterboot nicht nur beim Auslegen der Montagen bei Dunkelheit das Angeln sehr erleichtert. Olaf stellt weitere Verwendungsmöglichkeiten des Futterbootes vor, die man so nicht unbedingt auf dem Schirm hat.

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Schwimmbrot verteilen

Anfüttern ist beim Oberflächenangeln fast unerlässlich. So werden die Fische nicht nur angelockt, sondern auch lokalisiert. Treibendes Schwimmbrot sucht dabei praktisch die Fische, die sich dann hoffentlich beim Fressen zu erkennen geben. Wenn die Fische in unmittelbarer Nähe zum Ufer oder im Seerosenfeld stehen, ist das Anwerfen mit der Brotflocke dann auch meist kein Problem. Oft sieht man sie aber außerhalb der Wurfweite, friedlich und geschützt in weiter Entfernung an der Oberfläche ihre Bahnen ziehen.

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Eine solche Situation hatte ich vor ca. 4 Jahren an einem kleinen See in Frankreich. Wir beluden mein Futterboot einfach mit Brotflocken und hängten die Flocken mit der Nash Bread Bomb einfach an die Releasekupplung. Ich umfuhr die Fische vorsichtig in einem leichten Bogen und öffnete die Luken und die Releasekupplung. Innerhalb weniger Sekunden begann das Wasser zu kochen und die Fische drehten regelrecht durch. Die Fische fühlten sich sicher und es begann ein wahrer Fressrausch. Es war einfach ein tolles Angeln. Die Bisse auf ca. 100 Meter Entfernung, direkt an der Oberfläche, waren einfach der Hammer. Fisch auf Fisch glitt am leichten Geschirr erst in den Kescher und anschließend auf die Matte.

Großflächig Anfüttern mit der Futterspirale

Oft kennen die Fische an Gewässern, wo ein Futterboot regelmäßig genutzt wird, schon die Gefahr, die ihnen bei kleinen und kompakten Futterplätzen auflauert. Sie werden zurecht misstrauisch und meiden diesen Bereich anschließend. Bislang habe ich gerne ein Wurfrohr eingesetzt, um das Futter etwas weiter streuen zu können. Das gelang auch ganz gut – zumindest innerhalb einer gewissen Entfernung.

Seit ca. einem Jahr nutze ich bei solchen Gewässern oder auch bei Gewässern, die eher flach sind, die Futterspirale, die in das Futterboot eingesetzt werden kann. So bekomme ich meinen Futterplatz auch großflächig hin. Ein enormer Vorteil liegt auch darin, dass ich so auch kleine Boilies, Partikel oder Pellets ohne Probleme großflächig auf Weite bringen kann.

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Mappen an unbekannten Gewässern

Das Mapping war für mich eine lange Zeit nur eine  überflüssige Funktion, die die Technik meines Rayrmarine Dragonfly Echolotes mit sich brachte. Dass dieses Mapping allerdings eine echte Zeitersparnis ist, hatte ich erst gemerkt, als ich vor Langeweile mal nichts besseres zu tun hatte und einfach damit rumgespielt habe.

Gerade an neuen und unbekannten Gewässern spielt einem das Mapping sozusagen in die Karten. Am Gewässer angekommen, bereite ich meist erst das Futterboot vor und erstelle mit wenigen Klicks auf dem Tablett ein bestimmtes Raster, das das Boot abfahren soll. Anschließend lasse ich das Boot automatisch dieses Raster mappen, während ich in Ruhe meine Ruten und das Bivvy aufbaue. Wenn ich alles fertig habe, ist das Boot meist auch fertig und hat mir eine detaillierte Tiefenkarte erstellt und ich kann mir jetzt die interessanten Spots direkt auf dem Tablet anschauen und speichern. Für mich ist das Mapping so eine echte Bereicherung in der Futterbootangelei geworden.

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