Mittlerweile hat es sich sicherlich schon herum gesprochen. In Österreich kann man nicht nur super skifahren, wandern oder klettern. Nein, man kann dort auch riesige Karpfen fangen. Allerdings sind Gewässer mit einem guten Potenzial an großen Fischen nicht überall im Land vorhanden. Oftmals sind die klimatischen Bedingungen zu kalt. (Die Karpfen wachsen dort einfach nicht entsprechend). Es konzentriert sich also alles, auf nur wenige Gebiete innerhalb Österreichs. Viele Karpfenangler des Landes, plus die ganzen Urlaubsangler, kommen hier her und versuchen Ihr Glück. Hinzu kommt noch, dass sich an vielen Gewässern, besonders an den Schottergruben, privatisierte Stellen befinden. Diese Spots direkt am Wasser sind Privateigentum. Es gibt viele Schottergruben mit unzähligen kleinen privaten Grundstücken direkt am See. Dort ist das Angeln selbstverständlich für Jedermann, bis auf den Eigentümer, verboten. Somit wird ein See immer kleiner und kleiner…

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In den letzten Jahren boomt auch in Österreich das Karpfenangeln, weshalb fast alle frei werdenden Stellen, an bzw. von Karpfenanglern gekauft oder angemietet werden. Der Angeldruck steigt an vielen Schottergruben extrem an. Wie an vielen Gewässern ist es auch dort an den Wochenenden am schlimmsten. Einfach ist es nicht, besonders als Urlauber, den richtigen Platz am richtigen See zu bekommen.

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Rückblick – Frühjahr 2018

Im Frühjahr 2018, hatten wir vom Strategy Deutschland Team eine dieser „Big Fish Schottergruben“ besucht. Gelegen war der See kurz vor der Grenze zu Slowenien. Wir wollten für drei Nächte von Donnerstag bis Sonntag am Wasser bleiben. Der rund 18 ha große See beherbergt große, ja sogar extrem große Karpfen. Das zieht natürlich Karpfenangler aus nah und fern magisch an. So auch uns, doch magisch war an diesem Ort leider gar nichts…

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Bei der Ankunft, hatten wir uns schon über die vielen privaten Stellen gewundert, uns aber noch nicht viel dabei gedacht. Doch als ab Freitagmittag der See immer voller und voller wurde, sank unsere Motivation stündlich. An unserem Ufer, einem geraden Streifen von ca. 400 m, hatten sich mittlerweile 13 Karpfenangler eingefunden! Wir mussten daraufhin all unsere Ruten einholen, fischten zum Schluss jeder nur noch mit zwei Ruten. Wir waren eingepfercht und konnten quasi nur noch vor den eigenen Füßen fischen.

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Gegenüber auf der kleinen Insel gelegen, befanden sich weitere 6 Angelstellen. Drei davon waren belegt und angelten in unsere Richtung. An jedem Paylake, an dem ich bisher gewesen bin, hatte man mehr Raum, vom Platz an freien Gewässern ganz zu schweigen. Ich wünschte mir mein Angeln aus Deutschland herbei – meine geliebten Hausgewässer…

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Wir hatten ein Ziel im Auge

Gut, dass wir alle im gleichen Boot saßen. Wir ließen uns also die Laune nicht verderben, auch wenn uns manchmal danach gewesen wäre. Denn unsere Mission war der Fang des ersten österreichischen Karpfen.

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Ein warmer leicht stürmischer Wind, blies auf unser Ufer und es zeigten sich sogar schon direkt am Donnerstag ein paar springende Karpfen. Mit geworfenen Hinged Stiff Rigs und einem kleinen Pop Up beködert, versuchte ich mein Glück. Maik legte seine Ruten mit dem Schlauchboot aus und setzte auf 2 x 15 mm Tunana Boilies. Robert und Max hatten ihre Ruten auch erst mit dem Schlauchboot ausgelegt, dann aber später nur noch das Futterboot genutzt. Auch sie, setzten auf die neuen Saga Köder. Den ersten Fisch fing Maik, einen kleinen Spiegler und das schon am ersten Morgen.

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Freitag fing ich tagsüber auf meine Pop Ups insgesamt drei schöne Graser, leider aber keinen „echten“ Karpfen. Max und Robert gingen bisher leider leer aus, der See wurde immer voller und ein Angeln immer schwieriger. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte Max leider einen Fisch verloren. Am Samstag fing ich dann gegen 11 Uhr meinen ersten österreichischen Karpfen, einen schönen Spiegler um die 15 kg. In der letzten Nacht quatschten wir wieder wie jeden Abend gemeinsam in geselliger Runde bis spät in die Nacht. Jeden Tag grillten wir gemeinsam und genossen die warme Frühjahrssonne. Am letzten Tag kurz vorm einpacken, fing Maik wieder einen Fisch – und was für einen. Nämlich einen coolen schick gezeichneten Fast-Fully von gut 12 kg. Ein gelungener Abschluss, wie ich finde.

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Ende gut. Alles gut. Meint man.

Mein Fazit der Woche fällt trotz Happy-End gemischt aus. Solltet Ihr mal vorhaben nach Österreich zum Angeln zu fahren, informiert Euch bitte vorab sehr gut über die Gegebenheiten vor Ort. Wie gesagt, Österreich ist anders oder kann anders sein, als man vielleicht annimmt…

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