Heute geht es bei uns um das Thema Boilies soaken. Wir haben dazu unseren Autor Georg Rabl um seine Meinung gebeten. Georg Rabl liebt das nachträgliche Behandeln seiner Köder mit flüssigen Additiven. Also das zusätzliche Pimpen seiner Boilies, um diese noch attraktiver und besser zu machen. Leider kann man auch beim Soaken einige grobe Fehler begehen, die sich negativ auf deine Baits auswirken können. Georg zeigt uns, was man beim Boilies soaken falsch machen kann und verrät uns drei Fehler, die auch ihm in der Anfangszeit des Soakens passiert sind. Wenn du diese Fehler vermeiden kannst, wirst du über früh oder lang fette Erfolge mit dieser Futtertaktik einfahren!

Deine Köder sind noch zu feucht!

Vor dem Präparieren mit Liquid sollte man immer kontrollieren, ob die Murmeln trocken genug und nicht zu feucht sind. Nicht jeder Boilie ist, wenn man ihn aus der Tüte nimmt, bereit um gesoakt zu werden. Oft weisen frische Baits einen noch relativ hohen Feuchtigkeitsgehalt auf. Das Problem hierbei lässt sich übertrieben vereinfacht mit einem nassen Schwamm vergleichen. Dieser ist nur bedingt bis gar nicht saugfähig und so verhält sich die Aufnahmefähigkeit bei Boilies in etwa auch. Je mehr Wasser im Köder, desto weniger Additive kann zusätzlich aufgenommen werden.

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Ich nehme ca. zwei Tage vor meinem nächsten Ansitz jede Tüte Boilies und öffne sie, um zu sehen, ob die Boilies trocken genug sind, um sie mit Liquid behandeln zu können. Wenn das nicht der Fall ist, hänge ich sie im Trockensack auf. Ein einfacher Indikator für die richtige Trockenheit ist, wenn sich die Kugel nur mehr sehr schwer bis gar nicht zwischen Finger und Daumen zerquetschen lässt.

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Die gesoakten Boilies sofort nach dem Benetzen versenken

Gib den Kugeln genug Zeit, um die Flüssigkeit zu absorbieren. Auch ich habe früher im Angelfieber zu hastig agiert und mir für die kleineren, wichtigen Vorbereitungsschritte zu wenig Zeit genommen.

Wenn das Futter unmittelbar nach dem Benetzen ins Wasser geworfen wird, werden die flüssigen Attraktoren umgehend von der Oberfläche der Kugeln abgewaschen und die gewollte Attraktivität wird nur von sehr kurzer Dauer sein. Damit das Futter unter Wasser attraktiv bleibt, lasse ich meine Baits – im offenen Eimer – nie kürzer als zwei bis drei Stunden zum soaken, bevor ich sie verfüttere. In Anbetracht dieses Aspektes solltest du dir auch überlegen, wann es für dich sinnvoll wäre, dein Futter vorzubereiten damit dann zum Auslegen alles ready ist. Je länger die Baits im Eimer sind und soaken können, desto mehr Flüssigkeit nehmen sie natürlich auf.

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Zu viel Flavour genutzt

Ich hab‘s nicht immer perfekt im Gefühl, darum schütte ich die flüssigen Attraktoren immer erst sparsam über das Futter und mische dann alles durch. Brauchen die Köder noch mehr flüssiges Aroma, füge gegebenenfalls noch etwas mehr hinzu, bis die Boilies gleichmäßig mit Baitsoak benetzt sind. Ein paar Mal hatte ich es echt zu gut mit dem Boilie-Soak gemeint. Das Resultat war, dass die Kugeln einfach viel zu lange zum trocken brauchten. Meine Boilies konnten das überschüssige Liquid nicht mehr aufnehmen, sodass sie zu feucht und viel zu weich wurden.

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