Vor einigen Wochen machte CC Moore Teamangler Richard Lehe auf sich aufmerksam. Er postete im sozialen Netzwerk Facebook einen unglaublich massiven Schuppenkarpfen. Sein Grinsen eröffnete sich über das ganze Gesicht, was bei den Ausmaßen eines solchen Fisches zu keinerlei Verwunderung führen darf. Ein makelloser Schuppi. Ein Traum. 36,2 Kilogramm schwer.

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36,2 Kilogramm schwer – Der Fisch seines Lebens!

Hallo Richard, wir gratulieren dir nachträglich noch einmal zu deinem Fang. Unglaublich, was für ein Fisch!
Vielen Lieben Dank, das war wirklich eine beindruckende Erfahrung und ich habe lange gebraucht diese Dimensionen zu erfassen und zu realisieren.

Diese großen Fische stehen häufig unter einem hohen Angeldruck. Wie war es bei dir? Da wird die Futtertaktik und das Vorgehen am Wasser zur spannenden Challenge, nicht wahr? Tatsächlich spielt Futter und die richtige Anwendung bei meiner Angelei eine zentrale Rolle. Gerade in Gewässern, die unter hohem Angeldruck stehen, mache ich mir viele Gedanken bezüglich der richtigen Vorgehensweise. An diesem Gewässer habe ich zwei Taktiken verfolgt und beide gingen auf, was immer eine tolle Bestätigung ist. Zu meiner großen Freude erzielten beide Futtermethoden den gewünschten Erfolg.

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Eine Rute liegt zentral auf dem Futterplatz, die zweite etwas abseits..

Was genau hast du anders gemacht, als andere Angler, die das Privileg haben an diesem Gewässer fischen zu können?
Meiner Meinung nach ist Futter die Macht am Wasser. Wenn die Fische fressen und der Angler gutes Futter hat wird sich die Spule drehen. Diese Erfahrung mache ich immer wieder. Daher halte ich einen Platz an dem ich die Fische vermute immer unter Futter. Wenn ich Bisse bekomme, steigere ich sogar die Futtermenge und fange dadurch regelmäßig viele Fische. Wenn ich mich dann aber besinne und rekapituliere, wie ich die größten Fische in meinem Anglerleben fangen konnte, waren es meistens die unauffälligen und kleinen Futterplätze, die zum Erfolg führten. Die Taktik eine Rute abseits zu fischen mit wenig oder sogar keinem zusätzlichen Futter, ist seit einigen Jahren fester Bestandteil meiner Fischerei. Diese Taktik bekam einst den schmeichelhaften Namen, “Leck mich am Arsch-Rute”. Entdeckt habe ich die Effektivität eher durch Zufall. In einer Nacht in der ein Run den Nächsten ablöste, warf ich eine Rute ins Nirwana um die Bissfrequenz ein wenig humaner zu halten. Am Morgen lief diese Rute ab und brachte mir einen der wenigen guten Fische dieses Gewässers. Seitdem fische ich fast immer eine Rute abseits mit minimalem Beifutter. Diese Rute bringt natürlich weniger Fisch, aber immer wieder die ganz Besonderen. Dieser Taktik ist auch der tolle Schuppi auf den Leim gegangen.

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Die Köder seines Vertrauens – CC Moore Odyssey XXX

Mit welchem Köder hast du den Fisch dann letztendlich überlistet?
Ich fische nun seit geraumer Zeit durch die CC-MOORE-Range und habe mein Herz ein wenig an den Odyssey XXX verloren. Dieser hat mir dann am Ende auch meinen Traumfisch in den Kescher gebracht.

Hast du dein Futter besonders attraktiv gestaltet?
Ich soake meine Boilies immer sehr gerne mit Minamino, da ich der Überzeugung bin, dass dieser Zusatz die Fresslaune der Fische stimuliert. Darüber hinaus halte ich sowohl das Futter als auch den Hakenköder unauffällig.

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Soaken bringt noch mehr Attraktivität…

Was kannst du zu deinem Hooklink sagen?
Ich habe ein D-Rig gefischt in Verbindung mit einem kurzen Vorfach und einem stabilen Haken. Meinen Hakenköder korke ich immer, nicht um die Optik zu verändern sondern lediglich um die Hakeigenschaften zu optimieren. Ein D-Rig in Verbindung mit einem ausbalancierten Köder ist in meinen Augen ein Garant für einen optimalen Hakensitz. Den Haken bearbeite ich immer noch mit einer Pfeile. Dazu nutze ich einen kleinen Schraubstock von Jag in Verbindung mit einer groben und einer feinen Pfeile. Ich modifiziere die Haken in dem ich viel Material abtrage. Dadurch wird er nicht zwangsläufiger schärfer, benötigt aber weniger Wiederstand um in das Fischmaul einzudringen. Dass meine Gedanken zu diesem Thema nicht umsonst waren, bestätigte mir der Lupenreine Sitz des Kapitalen.

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Weit über 20, 25 und 30 Kilogramm – Das ist schier unglaublich!

Welche Wassertemperatur herrschte beim Fang des Fisches?
Bedingt durch die ersten kalten Nächte mit Minusgraden war das Wasser auf zehn Grad abgekühlt, wobei die starke Sonne am Tag dafür sorgte, dass diese Temperatur konstant blieb.

Denkst du, dass das Futter ausschlaggebend für den letztendlichen Erfolg gewesen ist?
Diese Frage finde ich sehr dankbar formuliert. Tatsächliche denke ich, dass der Glaube ein elementarer Bestandteil des Karpfenangelns ist. Ich bin von meinen Vorgehensweisen überzeugt und stehe mit voller Begeisterung hinter meinem Futter. Ich denke genau dieses Vertrauen ist ausschlaggebend für den letztendlichen Erfolg. Gerade in Gewässern mit hohem Druck und scheuen Fischen, wo auch der ein oder andere Blank nicht ausbleibt, ist es nicht nur wichtig gutes Futter und eine gute Taktik zu haben, sondern auch fest daran zu glauben.

Wow, deine Taktik bietet großes Potenzial für eigene Inspiration. Vielen Dank für deine Erklärungen zu den Hintergründen deines Fanges!
Ich habe zu danken für Euer Interesse und die Möglichkeit an dieser Stelle Erfahrungen weiterzugeben. Ich hoffe auch andere Karpfenangler kommen damit ihrem Traumfisch auf die Schliche und dem Erfolg etwas näher!

Die Basis für Richards Erfolg

Die Basis von Richard´s Erfolg ist die CC Moore Odyssey XXX Serie. Erfahrt mehr über diesen Köder auf der Webseite von CC Moore.

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Kontakt zum Autor

Wenn ihr mehr über Richard erfahren wollte und regelmässig an seiner Angelei teilhaben möchtet, dann besucht seine Facebookseite und sucht den persönlichen Kontakt zu ihm!

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Der Glaube und das Glück sind auf Richard´s Seite gewesen!