Die Jagd nach dem großen Schuppi – Liam Woolcott

Erst vor einigen Wochen haben wir über einen Ausnahmefisch aus England berichtet. Liam Woolcott, Media Manager bei Wolf International, hat an einem Syndikats-Gewässer einen echten Charakterfisch fangen können, der als Missing Lin bekannt ist – an dieser Stelle kannst du Liams Short-Report nochmal nachlesen. Es sollte jedoch erst der Anfang einer unvergesslichen Jagd nach einem besonderen Schuppi sein. Liam berichtet heute über seine Angelei aus den vergangenen Wochen. Los geht´s.

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Bereits im Januar habe ich damit begonnen, die Spots an dem Syndikats-Gewässer ausfindig zu machen. Da der See in den wärmeren Monaten stark verkrautet ist, habe ich mir folgende Vorgehensweise überlegt: Durch das Aufbauen eines ausgiebigen Futterplatzes möchte ich einen Bereich schaffen, in dem sich die Karpfen lange aufhalten und zeitgleich das Kraut in Schach halten. Zudem möchte ich möglichst ungesehen bleiben, daher möchte ich die meiste Zeit während der Dunkelheit anfüttern.

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Die Monate vergingen und ich habe die Köder auf dem Platz verteilt. Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, die Karpfen dazu zu bringen, den Futterplatz regelmäßig zu besuchen. 50 Kilo habe ich bis jetzt auf dem Platz verteilt. Während einer Session über Ostern habe ich mit dem Fang von Missing Lin bereits den ersten richtig geilen Erfolg verbuchen können – schließlich wurde dieser Fisch seit 2016 nicht mehr gefangen.

Zahlen sich die Vorbereitungen aus?

Die weiteren Sessions im Frühjahr brachten leider nur einige kleinere Exemplare. Ich hielt jedoch daran fest, den Platz regelmäßig unter Futter zu halten und wartete nur auf ein Zeichen, dass die Spots bereit waren. Eine weitere Short-Session stand an, das Wetter war mit Wind, Regen und Tiefdruck sehr vielversprechend – sollte jetzt etwas gehen? Nach einem weiteren kleinen Exemplar, bekam ich erneut einen Biss. Während eines harten Kampfes wusste ich, dass dies wieder ein anständiger Fisch sein muss. Ich konnte meinen Augen nicht glauben, als ich das erste Mal in den Kescher blickte. Innerhalb von sechs Wochen habe ich Missing Lin zweimal fangen können. Mega.

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Ich schickte die Rute erneut ins Rennen und hielt an meiner Vorgehensweise fest – ich wusste, dass hier noch ein besonderer Schuppi schwimmen soll. Eine Stunde verging, bis der Bissanzeiger erneut losschrie. Der Drill war fantastisch, der Fisch kämpfte an der Oberfläche auf ca. 80 Metern. Ich konnte einen alten Spiegler keschern, der als Wolf bekannt ist – der Name kommt übrigens von seinem überhängenden Maul.

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Die Jagd ist vorbei: neuer PB!

Mit drei Fängen auf dem Spot, beschloss ich, größere Menge zu füttern – eine goldrichtige Entscheidung, wie sich später zeigen sollte. Der Qi-Alarm schrie und die X1K-Spitze wurde so sehr gebogen, dass schnell klar war, dass dies ein besonderer Fisch sein muss. Nach 20 Minuten intensivem Drill konnte ich den Fisch zum ersten mal in Augenschein nehmen – Boom!!! Die Jagd nach dem großen Schuppi war vorbei. Die Anstrengungen der vergangenen Wochen haben sich ausgezahlt. Die Waage schoß an meinem PB vorbei und über die 40 Pfund Marke. Mega, ich habe es geschafft.

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