Über 25 Jahre fische ich bereits auf Karpfen. Früher haben wir uns durch Magazine Input geholt, ohne Smartphone und Sozial Media! Das war ne coole Zeit, da wir uns vieles selber erarbeiten mussten. Es war sehr reizvoll, an Gewässer zu fahren und kein Navi dabei zu haben – nur mit dem guten alten Atlas und ohne wirkliche Infos. Einfach geil! Diese Zeiten haben sich geändert und man kann sich heutzutage alle Informationen aus dem Internet holen, Input aus Blogs und YouTube gibt´s zu Genüge. Drei Dinge kommen für mich dabei insbesondere zum Vorschein, die das Karpfenangeln revolutioniert und auch meine Angelei besser gemacht haben.

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Zuverlässige Wetter-Apps – nie wieder ohne!

Das Erste, was meine Angelei besser macht, sind definitiv die Wetter-Apps. In den letzten Jahren habe ich viele ausprobiert, die sehr ungenau waren. Durch einen Zufall hab ich Ventusky gefunden. Diese App zeigt alles an, was man braucht: Luftdruck, Temperaturen, Wind usw. Die App ist sehr genau und man hat eine super Vorschau. Des Weiteren habe ich eine spezielle Armbanduhr mit Kompass, die mir die genauen Himmelsrichtungen zeigt, den genauen Luftdruck mit Tendenzen und Grafik. Der Höhenmesser ist auch sehr Interessant. Mit diesen Helferlein kann man alles sehr genau überwachen und sich für die Zukunft auch als Notiz abspeichern.

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Austausch über soziale Netzwerke und Onlinemagazine

Als zweites möchte ich die schon erwähnten sozialen Netzwerke nennen. Egal ob Facebook, Instagram, YouTube, Google – es gibt nichts, was es nicht gibt. Ich denke, auch nach all den Jahren muss man offen für Neues sein. Stillstand bedeutet Rückschritt! Infos über Gewässer, wo befinden sich Nachtangelzonen, welche Regeln sind einzuhalten, wirklich alles lässt sich googeln. Auch die Messenger sind sehr hilfreich, um Infos von Gewässern zu bekommen: Wo läuft es und wo nicht? Jeder von uns ist vernetzt und man kann sich diese Dinge zu Nutze machen. Den Austausch zwischen den Anglern finde ich mittlerweile sehr wichtig. Nur so bekommt man den ein oder anderen Tipp, der dich einen Schritt weiter bringen kann. Ich bin ein sehr offener Mensch, was meine Angelei betrifft und Geheimnisse habe ich nicht. Der Umgang miteinander sollte gepflegt werden, denn eins ist klar: Wir sitzen alle im selben Boot! Unsere Szene ist kleiner, als manche denken und wir müssen aufpassen, dass wir uns das Leben nicht gegenseitig schwer machen.

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Location mit der richtigen Technik und der nötigen Sorgfalt

Als drittes möchte ich die Location mit ins Boot nehmen. Was sich unter Wasser abspielt, ist sicherlich eines der spannendsten Themen. Früher hatten wir ein analoges Echolot. Auch ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich da lange Zeit nichts von wissen wollte. Seit einigen Jahren nehme ich mir wirklich viel Zeit, um meine Ruten vom Boot aus abzulegen. Klar, es kommt immer auf die Situation an und welche Gewässer man beangelt. Für mich gibt es nichts schlimmeres, als nach getaner Arbeit darüber zu grübeln, ob das alles so richtig war, was ich da gemacht habe. Mittlerweile nehme ich mir viel Zeit, den ausgewählten Spot zu untersuchen. Digitale Echolote, Unterwasserkameras oder einfach nur den Boden abzuklopfen. Da bin ich sehr penibel geworden. Nicht selten brauche ich pro Rute über eine Stunde, bis alles passt. Manchmal ist man überrascht, was es unter Wasser zu entdecken gibt. Von versunkenen Bäumen, Felsen und Wasserpflanzen bis hin zu alten Straßen, Gebäuden und leider auch Schrott – einfach unglaublich!

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