Den März hat René in der Nähe seines Hausgewässers verbracht. Dadurch hatte er die Chance, seine Spots regelmäßig mit Futter vorzubereiten. Das Gewässer wimmelt jedoch von Enten und Wildvieh, die ihm das Leben schwer machen. Wie er mit ihnen fertig geworden ist, erzählt er am besten direkt selbst – los geht´s.

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Raus mit dem Futter

Ich beschloss, alle zwei Tage 3 Kilo pro Spot zu füttern, bei zwei Spots also 6 Kilo. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie man Mitte März bereits 24 Kilo pro Woche an Futter einbringen kann, oder? Um es kurz zu erklären, ich habe am Anfang täglich gefüttert, immer 500-600 Gramm und stetig etwas mehr. Mit der Zeit hat sich dann gezeigt, ob die Enten bei meiner Ankunft noch aktiv auf dem Spot am Fressen waren oder nicht. So konnte ich meine perfekte Menge genau auf das Gewässer und die Situation ausloten und mir sicher sein, dass zumindest 1 ½ Tage Futter auf meinem Platz lag. Einmal habe ich meinen Rhythmus leicht geändert und bin erst nach 2 ½ Tagen wieder zum Füttern an den See gefahren und siehe da, keine Enten weit und breit. Ich habe mich vergangenes Jahr sogar mit meinem Freund Tobi dazu belesen, wie viel solch eine Reiherente pro Tag frisst. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass allein die Enten pro Tag bis zu 5 Kilo verputzen konnten, dies gilt aber natürlich erst bei einer Anzahl von 20 Enten.

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Die Futtermenge haben wir in meinem Fall somit schon abgehandelt, kommen wir nun zu dem was. Ich füttere eigentlich immer einen Mix bestehend aus Hanf, Haferflocken, Kondensmilch, Milky Ice Flavour, Tri Trop Kirsch plus Rote Beete Saft für die Farbe und 14 mm Milky Ice Boilies. Darauf fische ich mit gelben washed out Pop-Ups, gedippt in Milky Ice Flavour, etwas Buttersäure und einer guten Menge Orangenöl.

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Die Bedingungen sind optimal – ob was geht?

Nach einem entspannten Wochenende bei meiner Freundin im Sauerland machte ich mich abends um 23 Uhr noch auf den Weg an den See. Es war Vollmond, der Luftdruck spielte mit und das Wetter war sowas von carpy, dass mich einfach nichts mehr vom Angeln abhielt. Meine Ruten lagen etwa gegen 1 Uhr nachts auf dem Spot und bereits nach wenigen Minuten hörte ich die Enten sogar nachts auf meinem Futter tauchen. Meine Angst, zwei Wochen nur Enten gefüttert zu haben, war groß, sehr groß. Ich wachte gegen 7 Uhr morgens auf und schaute nach steigenden Fischen und fühlte mich der Niederlage schon so nahe. Nichts weiter hoffend legte ich mich gegen 8 Uhr nochmals auf die Liege, um noch ein wenig zu schlafen. Knapp 20 Minuten später klingelte mein Telefon. Mein Freund und bester Angelbuddy Julian rief an und fragte, ob ich bereits etwas fangen konnte. Ich lies mir natürlich nichts anmerken, sagte nur mit cooler Stimme:“Alter, hast du mal auf die Uhr geguckt? Die Fische beissen hier doch eh noch bis 12 Uhr, Fangzeit hat gerade mal angefangen.“ Total genervt davon, eigentlich schon die beste Zeit des Tages ohne Fisch da zu stehen, versuchte ich wieder einzuschlafen. Auf einmal zwei kurze Piepser, Entengeschnatter und Dauerton – Pieeep.

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Der erste Fisch 2021 – Wahnsinn!

Der Fisch riss mir bei seiner ersten Flucht gut und gerne mehr als 50 Meter von der Rolle, ließ sich danach aber ziemlich entspannt einkurbeln. Nach dem ersten Blick in den Kescher war mir klar, der Fisch kann was. Wie groß er aber wirklich war, war mir anfangs gar nicht bewusst. Voller Freunde rief ich erstmal Julian an, um ihm mitzuteilen, dass ich meinen ersten Fisch 2021 fangen konnte – und dabei noch einen Fisch, der definitiv im hohen 30er oder sogar 40er Bereich sein könnte. Beim Telefonieren viel mir dann mehr und mehr auf, wie groß der Fisch da eigentlich in meinem Kescher sein sollte. Zuerst sagt ich:„Ey Julian, ich glaub, dass ist sicher ein 20 Kilo Fisch. Dann hob ich den Kescher nochmals an und schrie ins Telefon:“ Digga, ich glaube, der ist noch schwerer, ich muss jetzt auflegen und das Ding an die Waage hängen!“.

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Für meinen ersten Fisch 2021 war ich mehr als happy und sowas von glücklich, mich in der Nacht noch an den See geprügelt zu haben. In den folgenden vier Nächte konnte ich leider keinen einzigen Fisch fangen aber „that´s fishing.

Mehr über René und seine Angelei findest du auf seinem Instagram-Kanal.