Ein Artikel von Matthias Schupke

Im Frühjahr verschlug es mich mit meinem Kumpel Toni Kielau irgendwo ins Nirgendwo. Wie es wohl die meisten von euch kennen, berät und sinniert man am Anfang des Jahres über offene Rechnungen, Ziele und daraus entstehenden neuen Pläne. Wir hatten uns einiges vorgenommen. Es standen verschiedene Events und Aktivitäten im Billionaires Carp Club und Nachwuchspläne für mich an.

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Der Start in die neue Saison

Welches Zeitfenster haben wir und wo soll es hingehen? Für uns sind diese Fragen bei einem anstehenden Trip sehr wichtig und entscheidend. Das Zeitfenster sollte das zeitige Frühjahr sein – wenn bei uns die Gewässer noch nicht so produktiv sind, so die Theorie. Nun kam die Frage auf, welches Gewässer ist zu dieser Zeit schon produktiv? Ganz klar, es sollte ein Gewässer mit überschaubarer Größe sein. Zudem ein flaches mit gutem Fischbestand.

Unsere Entscheidung fiel auf ein kleineres Staubecken mitten in Frankreich. Bei der Planung war der Wetterbericht vielversprechend. Prompt wurde auf Arbeit der nötige Urlaub eingereicht und glücklicherweise auch genehmigt. Ab diesem Zeitpunkt liefen die Vorbereitung an, noch 4 Wochen bis zum ersten Trip der Saison.

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Karpfenangeln in Frankreich –Vorbereitungen laufen

Wir wussten genau, was wir mitnehmen wollten – nur das nötigste und wichtigste Tackle. Wir wollen flexibel auf die Gegebenheiten vor Ort reagieren können. Auf der Liste standen: 2 Brollies, 1 Schirm, 1 Cradle, 1 Kescher, 2 Boote (eins als Reserve), 1 Motor und 2 Batterien, Essen und Getränke sowie Klamotten. Das war´s. Jeder noch etwas Futter, eine Grenze wurde auf 50 Kilo pro Person für eine Woche ausgemacht. Am Ende war es dann, wie immer, etwas mehr an Tackle geworden. Schließlich fährt man in den Urlaub, uns soll´s ja auch gut gehen.

Nun war es endlich soweit. Abfahrt, nächster Halt: Frankreich. Die Fahrt lief reibungslos, fast schon routiniert. Schließlich war dies nicht unser erster gemeinsamer Trip. Angekommen am See hieß es erstmal Location machen. Aber irgendwas ist diesmal anders, auf der Fahrt hierher hatte jeder Bach Hochwasser geführt. Nur hier am Staubecken war fast keins mehr drin. Mit so wenig Wasser hatten wir nicht gerechnet. Die Platzwahl war somit etwas schwieriger als gedacht. Die besten Plätze am See waren von französischen Anglern bereits besetzt. Wir entschlossen uns, in ein Zweigarm (Seitenarm) zu fahren. Das Echolot zeigte nur 1,70 Meter Wassertiefe an, weiter drin zog es sich bis nur noch 50 cm.

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Die Spotsuche gestaltet sich schwierig

Tja, und was nun? Lange Gesichter machten sich breit, aber was soll´s, wir wollten flach – jetzt haben wir es flach. Die Spotsuche gestaltete sich als äußerst schwierig, nur wenige Bereiche hatten überhaupt Potenzial. Mit dem Groundtester von Poseidon und der selbst gebauten Klopfrute machten wir uns ein Bild vom Untergrund. Mittig im Arm hatten wir es mit viel Schlamm zu tun. Leider nur Ablagerungen, ohne jegliches Anzeichen von Kleintieren. Am Rand hingegen konnten wir den Übergang vom harten zum weichen Untergrund ausfindig machen. Wir verteilten also unsere Ruten auf beide Uferbereiche und die schlammige Mitte. Die erste Nacht brach ein, Stille machte sich breit. Die nächtliche Fahrt mit etwas mehr als 12 Stunden machte sich bemerkbar. Wir wurden durch die ersten Piepser der Funkbox geweckt. Geil, es geht los. Wir konnten die erste Schleie fangen, wir waren überglücklich – noch.

Die nächsten 2 Tage konnten wir eine Schleie nach der anderen fangen. Freude sieht dann doch irgendwann anders aus, also musste ein Plan her. Die Franzosen sind abgerückt, somit konnten wir einen anderen Platz mit Zugang zu tieferen Bereichen bis hin zur Barrage beziehen.

Neuer Platz, neues Glück?

Moven bringt neue Motivation und so ging es Vollgas zum neuen Platz. Wir haben uns wieder viel Zeit für Location genommen. Viele Untergrundproben wurden mit dem Groundtester genommen. Wieder haben wir Bereiche von schlammig zu festem Untergrund ausfindig machen können. Die Plätze wurden mit dem jeweiligen Köder des Vertrauens präpariert. Meine Köderauswahl bestand aus einem auffälligen gelben Birdfood-Mix (Yellow Dream) und einem fischigen scharfen Boilie (Red Devil) aus dem Hause Eddy Sterckx. Meine Rigs wurden mit zwei 20er Red Devils und Yellow Dreams als Schneemann bestückt. An diesem Tag wurde nur schnell etwas gegessen und danach ging es ab ins Bett. Gegen 2:00 Uhr lief die erste Rute bei mir ab. „Toni – Biss“, rief ich. Gemeinsam ging es raus ins Boot, immer der Schnur hinterher. Endlich konnten wir den ersten Karpfen verhaften, was für ein unbeschreibliches Gefühl. Nach dem Landgang knipsten wir ein paar Bilder zur Erinnerung und der Fisch konnte wieder in sein Element entlassen werden. Der nächste Tag begann mit einem richtig guten und vor allem ausgiebigem Frühstück. Wie eingangs bereits erwähnt waren wir schließlich auch im Urlaub und wollten es uns gut gehen lassen. An dieser Stelle ist kurz zu erwähnen, dass wir natürlich alle Getränke und Essensvorräte nach dem Essen wieder ordentlich weggeräumt haben. Nachts haben wir zudem das Camp immer aufgeräumt und den Schirm heruntergeklappt. Wind zog nämlich auf und wir mussten alles gut festmachen und verstauen. Piep, Pieeeeep – und die nächste Rute lief ab. Ein schöner Spiegler konnte auf der haben Seite verbucht werden.

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Der Futterplatz wird angenommen – endlich

Das Wetter veränderte sich zusehend, aus etwas Wind wurde kräftiger Sturm. Die Nächte wurden bitterkalt und ungemütlich. Unsere beiden Batterien waren nach dem vierten Tag endgültig leer. Ab nun hieß es, rudern. Bei Sturm und 10 Grad Tagestemperatur machte dies nur bedingt Spaß. Aber egal! Die Fische liefen, endlich konnten wir bei einem Urlaub in Frankreich richtig gut fangen. Wie oft fuhren wir frustriert und ohne jeglichen guten Fang nach Hause. Doch diesmal sollten wir endlich für die Mühen belohnt werden. An den unterschiedlichen Spots fingen wir beide richtig gute Karpfen. Es lag in der Luft, dass noch etwas richtig Gutes kommen könnte. Kennt ihr auch dieses Gefühl? Die Gewichte schoben sich kontinuierlich nach oben. Unser Futter wurde gut angenommen. Und endlich war er da, der erste 20+ Kilo lag in diesem Jahr auf meiner Matte. Welch ein Gefühl, herrlich!

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Hier geht bestimmt noch mehr, dachten wir uns und waren hoch motiviert. Wir hatten noch zwei ganze Tage, die Zeichen standen sehr gut. Leider hatten wir die Wetteraussichten aus den Augen gelassen. Durch Sturm und heftigen Wellengang konnten wir unsere Ruten teilweise nicht wieder neu ablegen. Nun war das völlige Gegenteil eingetreten, Windstille. Keine Welle war mehr zu sehen, kein Dreck wirbelte umher, kein Laut gab die Sounderbox von sich preis. Somit hatten wir die letzten beiden Tage kaum noch einen Biss verzeichnen können. Wieder waren es nur noch die Schleien, die sich unsere Knödel schmecken ließen. Toni und ich wollten uns nicht geschlagen geben. Die letzte Nacht stand bevor und wir präparierten die Spots nochmal perfekt, leider ohne Erfolg. Somit blieb uns nur noch, die Heimreise anzutreten. Enttäuscht waren wir dennoch nicht. Unsere Ziele wurden schon im ersten Trip mehr als erfüllt und somit konnte es nur ein perfektes Angeljahr werden.

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