Thomas Roll von der Baitfabrik erzählt uns mehr von seinem Leben zwischen Boilies, Pellets & Co. Für führen das den ersten Teil des Interviews fort und haben noch ein paar Fragen in der Palette, zu denen uns Thomas seine sehr ehrlichen und interessanten Antworten gibt. Weiter geht – mit Teil 2 des Baitfabrik-Interviews

Nach einer kleinen Pause, starten wir wieder in den Fragenhagel. Thomas, was sind die absoluten Bestseller bei euch. Nein, besser gefragt – mit welchen Ködern wird aktuell am besten gefangen?

Puh, Eigenlob stinkt! Man kann es nicht pauschalisieren. Die Kunden fischen Boilies quer Beet durch unser Angebot. Aber auffallend wird vom Ciric Milk, Premium Nut, White Ball, Bloodworm Liver, Ciric Fish und Shrimp Bite sehr viel bestellt. Diese Köder fangen dann auch zwangsläufig auch mehr Fische. Wenn viel auf einen Köder gefangen wird, dann ist es oft ein Kassenschlager, der einfach oft verkauft wird. Wenn viel mit einem Köder gefischt wird, steigen natürlich auch die Erfolge rapide an. 

 

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Jeder hat persönliche Vorlieben, was Geschmack oder Aufbau des Futters anbelangt. Für viele ist es wichtiger die Produkte nach Jahreszeit, Wassertemperatur und Art des zu beangelnden Gewässers zu wählen. Das macht auch Sinn. Boilies mit einem erhöhten Fettanteil bei niedrigen Wassertemperaturen einzusetzen macht technisch wenig Sinn. Das sollte man im Hinterkopf haben. Darüber sollte man sich unbedingt Gedanken machen. Aber auch hier muss man sagen, Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. 

 

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Das klingt wirklich interessant. Kannst du uns mehr zu den Highlight-Ködern sagen?

Circ Milk, Ciric Fisch, White Ball sind aufgrund der Rohstoffauswahl und bezüglich des technischen Aufbaus für die „schnelle Angelei geeignet. Wir bieten von allen Ranges luftgetrocknete Boilies an, die anschließend mit Salz konserviert werden. Salz entzieht zum größten Teil die Restfeuchte und man erhält einen relativ harten Boilie, der eine gewisse Zeit braucht um sich aufzulösen. Wer einen schnellen Lockstoff benötigt und seinen Futterplatz in Kürze Kombinieren möchte, sollte unsere Base-Mix Pellets in 6mm oder 30mm mal ansehen. Diese lösen sich komplett auf – gerade in der kalten Jahreszeit ein echter Knaller. Zusammen mit sehr harten Ködern baut man sich bei der Kombination ein langwirkendes Lockstoffkonstrukt auf. Die Pellets wirken schnell und locken nach kurzer Zeit, bei den harten Boilies setzt man auf Lamgzeitwirkung und Selektivität. Eine empfehlenswerte Kombi! 

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Wenn der Herbst beginnt, setzen viele auf große Futtermengen. Welchen Köder aus eurer Range kannst du für lange Futterkampagnen empfehlen? Dabei ist der Preis sicherlich auch nicht zu verachten!

Für mich stellt sich immer die Frage, müssen es die ganz großen Futterkampagnen sein? Ich denke viel mehr, dass für einen langfristigen Futterplatz mehrere Dinge ein größere Rolle spielen als unbedingt die Menge. Das konstante Einbringen, die Tageszeit sowie die Taktik zu füttern sind neben der Produktauswahl unbedingt zu beachten.

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Man liest immer wieder über „billige Futterboilies“ und weiß nicht, was alles für große Futteraktionen gut sein soll. Für mich ist die Verwendung billiger Köder nicht nachvollziehbar. Gerade wenn man sich für den Herbst Spots vorbereitet, sollte der Boilie oder das Futter im allgemeinen gewisse Merkmale aufweisen. Er sollte ein vernünftiger Proteinlieferant sein, eine gute Verdaulichkeit aufweisen und den Fischen als langfristige Nahrungsquelle dienen, um auch eine Akzeptanz zu finden, die über Wochen anhält.  Ob das von billigen, eingefärbten, in der Struktur vollkommen verschlossenen Kugeln geleistet werden kann, oder ob sie dem Gewässer und den Fischen einen großen Schaden zufügen, klingt eigentlich logisch – jedenfalls in sehr großen Mengen und ohne Köpfchen ins Gewässer eingebracht.

 

 

Man darf nicht vergessen wir reden hier von „Futtereintrag“. In vielen Gewässern gibt es genügend natürliche Nahrung. Hat dann unser Zielfisch wirklich Bock auf billige Futterboilies? Sicher spielt auch der Preis eine Rolle, aber wenn man beachtet, dass man mit weniger hochwertigen Futter einen höheren Effekt erzielt, gebe ich doch für das Kilo gerne ein wenig mehr aus. Das ist immer eine Rechensache, die aber auch trügerisch sein kann.

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Ah cool. Was muss an einem Köder denn stimmen, um für längere Zeit geeignet zu sein?

Das Verhältnis Protein/Kohlehydrat/Fett sollte meine Meinung nach stimmen. Man darf nicht vergessen das wir unterschiedlichsten Gewässertypen beangeln und das macht eine pauschale Aussage schwierig. See oder Fluß, nahrungsarm oder nahrungsreich, all das muss und sollte bei einem Langzeitfutterplatz berücksichtigt werden. Aber für solche Themen stehe ich dem Kunden auch telefonisch zur Verfügung und kann einen optimalen Hinweis auf die Wahl des Köders geben! 

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Anschließend möchte ich noch Erwähnen dass jeder sich beraten lassen kann. Ob Kunde oder nicht.

Wir sind zu erreichen unter, www.baitfabrik.de 

Das klingt wirklich spannend. Thomas, vielen Dank für deine Einblicke!

Teil 1 des Baitfabrik-Interviews!

Teil 1 des Interviews findet ihr hier…

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