Seit etwa einem Jahr befische ich ein neues Gewässer am Niederrhein. Bis heute wurde ich nur selten enttäuscht aber gleichzeitig gibt mir das Gewässer auch einige Rätsel auf, die noch zu lösen sind. Es handelt sich um ein Gewässer, das wenig Struktur bietet und ein enormes Aufkommen an Brassen aufweist. Über den Fischbestand ist ebenfalls nur sehr wenig bekannt – bis auf einige Anekdoten von Feederanglern, die von “Hier ist nix drin“ bis hin zu “Ich habe hier schon 25 Kilo Fische mit dem Picker gefangen“ alles beschreiben. Bereits im letzten Jahr konnte ich hier einige Sternstunden erleben, daher fiel die Wahl auch schnell auf dieses Gewässer, um in das Jahr zu starten. Die ersten vier Nächte, bei wirklich sehr schlechten Bedingungen, brachten noch keinen Erfolg. Ende April sollte aber alles anders werden, ich plante eine Session von drei Nächten und diesmal sollte es einfach klappen.

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Aufmerksamkeit am Spod: Meine Futterwahl

Ich präparierte einen Spot am gegenüberliegenden Ufer über insgesamt zwei Wochen mit den Baits meines Vertrauens. Seit Jahren ist der Nutrition von Pro Line mein absoluter Lieblingsköder. Die Kombination der einzelnen Zutaten sowie der unvergleichbare Flavour und Geschmack dieser Kugel machen ihn für mich unverzichtbar. Diesmal entschied ich mich – anders als üblich – die Plätze quasi mit einem süßen Obstsalat zu präparieren. Zum Einsatz kamen neben unserem Nutrition ein Mix aus Juicy Pineapple, Magic Mango und Banana & Buytric. Insgesamt sechs Futtereinheiten hatte ich über einen Zeitraum von 14 Tagen geplant. Bedeutete für mich sechs Mal 70 km fahren, Boot aufpumpen, füttern, Boot einpacken und wieder ab nach Hause – und das alles natürlich nach der Arbeit, sehr mühsam aber produktiv!

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Flexibel bleiben

Nun war es so weit, die lang geplante Session stand an und ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Die erste Enttäuschung jedoch direkt beim Ankommen: Mit mir waren noch drei weitere Angler an dem recht kleinen Vereinsgelände. Wenn man bedenkt, dass die Form des Gewässers eher einer Rinne gleicht, war es aus meiner Sicht ein Nachteil. Nun gut, ich musste mich der Situation anpassen und vor allem zum Erfolg kommen. Nachdem alles aufgebaut war und zwei der drei Ruten auf dem Futterplatz lagen, investierte ich viel Zeit in Location, um die dritte Rute anders als geplant am eigenen Ufer zu platzieren. Etwas abseits von meinem Camp entdeckte ich einen abgestorbenen Baum, der im Wasser lag. Kurzum entschied ich mich, einen unserer zweifarbigen Fluor Pop-Ups dort abzulegen. Schnell den Black Currant & Pineapple Pop-Up in den Farben Gelb und Lila am Ronnie Rig montiert und ab ins Wasser damit. Schnell noch zwei Kellen von meinem beschriebenen Obstsalat hinterher und es war angerichtet.

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Neue Taktik, neuer PB

Danach kehrte etwas Ruhe ein und ich haderte mit der Situation, dass so viele andere ebenfalls genau an diesem Stück fischten. Diese Gedanken verflogen schnell, als plötzlich die Rute am eigenen Ufer abpfiff. Rute aufgenommen und natürlich hing der Fisch sofort im Totholz fest. Nach einigen Minuten konnte ich ihn aber befreien. Mein Gefühl sagte mir, dass ist zwar kein großer aber immerhin ein Fisch. Als der Fisch dann in Ufernähe war, änderte sich mein Gefühl dann plötzlich: oh, das ist doch ein guter. Nach der letzten Flucht war er dann endlich im Kescher und ich musste mich nochmals korrigieren. Das, was ich da im Kescher habe, ist eine absolute Bombe!

Nach dem Fang brauchte ich erstmal ein paar Minuten, um zu realisieren, was mir gerade passiert ist. Die Waage blieb bei 27 Kilo stehen – neuer PB!

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Dies zeigt mir mal wieder, egal wie man was vorbereitet und plant, man sollte immer auf die aktuelle Situation am Gewässer reagieren. Sich abzuheben von anderen und neue Wege zu gehen, können genau den langersehnten Traumfisch zum Vorschein bringen.

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