Sommer 2018, da mein Kollege Jochen Schumann und ich wieder einmal keine Zeit gefunden hatten gemeinsam ans Wasser zu kommen, telefonierten wir wie üblich, um uns gegenseitig auf den neusten Stand der Dinge zu halten. Zwischen den aktuellen Fangmeldungen und sonstigen Neuigkeiten in der Szene, kam die Frage auf ob wir nicht im Oktober zusammen für ne Woche nach Frankreich wollen… Wie aus der Pistole kam von ihm „ Yo lass einfach mal machen!“

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Kurzentschlossen – wohin? Egal!

Bei den nächsten Telefonaten besprachen wir mögliche Ziele unserer Reise, ohne uns aber wirklich festzulegen. Richtig typisch für uns beiden Chaoten war es auch dass keiner so genau wusste was der andere an Tackle einpackte.
Da wir beide beruflich sehr eingebunden waren, war der Austausch zwischen uns beiden in den Wochen vor der geplanten Tour nur sehr mäßig. Erst 10 Tage vor Abreise trafen wir uns, um gemeinsam Baits abzurollen und das genaue Reiseziel festzulegen. Alle beide sind wir große Freunde von großen Futterplätzen auf denen wir gerne auch mal sehr große Mengen Futter einbringen, also brauchten wir viel Futter… Verdammt viel Futter!

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Ab geht´s – aus geht´s

Am Tag der Abreise hieß es nach der Frühschicht alles an Tackle in meinen Bulli zu verladen undfür die lange Reise Lebensmittel einzukaufen. Gegen 20 Uhr machte ich mich dann endlich auf den Weg nach Herford, wo Jochen schon auf mich wartete. Bei ihm mussten wir dann alles in seinen Bulli verladen und hätten theoretisch gegen 22 Uhr los gekonnt, wenn wir nicht die Hälfte an Futter in der Schmiede bei ihm vergessen hätten… Also erst wieder zurück und das restliche Futter einladen. Chaoten on Tour!

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Gegenseitig machten wir auf der Hinfahrt heiß aufs Fischen, was dazu führte dass ich mal wieder den Blitzer auf der Rheinbrücke ausblendete und zielstrebig das nächste Blitzerfoto einsammelte, was der Stimmung aber nicht wirklich schadete. Am See angekommen stellten wir fest, dass bereits 40 Meter Wasser von dem riesigen Stausee abgelassen wurden, was die Spotwahl natürlich deutlich vereinfachte. Wir bezogen einen Ausläufer im Hauptteil des Sees, an dem sich auch ein Bootsanleger befand. Trotzdem das schon 40 Meter Wasser abgelassen wurde hatte der See immer noch eine Tiefe von über 45 Meter. Dann hieß es den viel zu überladenen Bulli zu leeren und das Camp zu errichten.

Unsere Angelei in Frankreich

Unser Plan war es die ersten Tage einige Spots großflächig unter Futter zu halten und später darauf zu fischen und bis dahin erstmal die eigene Uferkante zu befischen. Die Ruten verteilten wir in einer Tiefe zwischen 10 und 25 Meter. Während Jochen auf seine neuen Testboilies setzte, die er als Schneemann fischte, verwendete ich die Tunana in 20 mm und 24 mm. Gefischt wurde mit kleinen Pop Ups die ich am Hinged Stiffrig präsentierte habe. Dafür verwende ich ausschließlich den Gamakatsu Wide Gape Super in Größe 6, da dieser sich perfekt für die Angelei mit Pop Ups eignet.

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Ein zäher Start

Die ersten Tage liefen mehr als zäh, nur ganz vereinzelt lief ein Fisch ab, aber wir waren uns sicher, unsere Zeit würde mit den großen Futterplätzen noch kommen.
So verbrachten wir bei bestem Wetter ein paar schöne Tage und erholten uns von dem ganzen Stress der letzten Zeit. Mit dem anstehenden Wetterumschwung der gemeldet war, kam die Zeit der Futterplätze. Punktuell legten wir die Ruten mit gut gedippten Ködern und wenig Futter im Steilhang ab und verbrachten den restlichen Tag damit das Camp für den anstehenden Sturm zu sichern.

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Wind bringt Fische

Mit dem Wind kamen auch die Fische, sobald morgens ab ca. 10 Uhr der Wind auffrischte, dauerte es oftmals nur wenige Minuten bis die erste Rute ablief. Unser Plan ging voll auf!
Durch den extremen Wind war es zwar nur noch zu 2. möglich die Ruten zu fahren aber wir fingen Fische und das regelmäßig!

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Nachdem wir die Fische versorgt hatten und die Ruten wieder neu ausgebracht hatten, wollte ich mich um das Frühstück kümmern, stand gebückt im Zelt und wollte gerade einige Sachen ablegen, da bekam ich einen Schlag, es wurde laut und ehe ich mich versah, lag ich hinter meiner Liege und hatte den klaren blauen Himmel über mir. Fazit das Bivvy war hin! Ich hätte heulen können.
Also alles raus aus Jochen seinem 1,5 Mann Bivvy und meine Liege mit dazu. Auch wenn es wirklich sehr eng war und das Wetter immer schlechter wurde, behielten wir beide unseren Humor und machten das Beste raus, denn die Fische liefen ja und genau deswegen waren wir ja nun mal da!

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Genau passend zur Abreise zog eine dichte Nebelwand wann, also das gesamte Tackle nass einladen… Kaum hatten wir alles verstaut kam wie selbstverständlich wieder die Sonne durch. Es war so typisch!

Fazit unserer Reise, es war ein sehr gelungener Trip und wir sind beide zu dem Entschluss gekommen, man muss nicht immer alles ganz genau planen, sondern viel wichtiger ist es einfach mal zu machen und auf die Situation vor Ort zu reagieren und den Moment einfach mal zu genießen!

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