Am Anfang des Jahres nahm ich mir einen Natursee im Herzen Brandenburgs vor. Wahrlich ein traumhaftes Gewässer. Ringsherum ein dichter Wald, geringer Angeldruck und scheinbar unberührte Natur, wie man sie selten vorfindet. Das komplette Gegenteil zu meinem Alltag. Stress, Trubel und Menschen über Menschen. So ähnlich gestaltet sich auch der Alltag von meinem Kumpel Thilo Schulze. Aus diesem Grund war es ein Reiz für uns, diesen See anzugreifen.Vorab versuchten wir an Informationen zu gelangen, was sich nicht als so leicht gestaltete. Doch letztendlich gelangen wir zu einem groben Fazit. Wenige Angler, eine große Wasserfläche und vor allem wenige Fische. Durch Zufall lernten wir wenige Angler kennen, die sich auch mit dem See beschäftigten. Aus vielen geführten Gesprächen hörten wir heraus, dass sie bevorzugt auf Futterkampagnen setzen. Auf die Nachfrage hin, ob sie es jemals mit einer anderen Vorgehensweise probiert haben, stießen wir auf verdutzte Gesichter. Das brachte uns zum Nachdenken. Denn ein weit entferntes Gewässer regelmäßig zu befüttern, war uns nicht möglich. Darum hieß das Schlagwort: „Instant! „Gesagt, getan.

Enrico1 -  - nash, Enrico Runge, Brandenburg

Wenig später befanden Thilo und ich uns auf der A10. Voller Euphorie und leichtem Tackle ging’s ab zum See. Zum Glück waren wir früh dran, denn die Spotsuche nahm viel Zeit in Anspruch. Nachdem wir geeignete Stellen fanden, platzierten wir unsere Ruten. Diese präparierten wir mit einer geringen Futtermenge, das heißt wir stellten Fallen mit attraktivem Futter. Mit einer guten Stimmung und voller Hoffnung gingen wir in die Nacht.
Doch als der erste Sonnenstrahl durch die dünne Zeltwand strahlte, wusste ich, dass sie vorbei war. Allerdings blieben uns noch ein paar Stunden. Zum Glück! Denn wenig später lief meine Rute ab und ich hatte keine Ahnung was da am anderen Ende Schnur von meiner Rolle zog, aber eins war mir klar: Es war ein echt guter Fisch!

ThiloSchulze Enrico -  - nash, Enrico Runge, Brandenburg
Sofort sprangen wir ins Boot und ruderten den peitschenden Wellen entgegen. Als wir den hellen Bauch unter der Wasseroberfläche erblickten, wussten wir, dass es ein richtiger Brocken ist. Kurze Zeit darauf lag ein uriger, hochrückiger Spiegler auf der Matte und wir waren vollkommen happy. Jedoch war das noch nicht alles!
Bei einem schmackhaften Frühstück lief Thilo’s Rute ab und nach einem brisanten Drill konnte auch er seinen ersten Fisch fangen. Ein makelloser Schuppi. Wir fühlten uns wie im falschen Film. Zwei absolut geile Fische und das in einer Short Session. Da zeigt sich mal wieder wie produktiv solche Overnighter sein können und wie wichtig es ist sein Ding zu machen!
EnricoRunge1 -  - nash, Enrico Runge, Brandenburg

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Thilo Schulze in Ausgabe 14 mit dabei

Enricos Angelpartner Thilo Schulze war in unserer letzten Ausgabe mit einem Artikel zu sehen. Diesen findest du in Ausgabe 14 an dieser Stelle.

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