In diesem Frühsommer hat Robin Illgen mit seinem Angelbuddy eine grandiose Session erlebt. In wenigen Stunden konnten die beiden zahlreiche Fische mit zum Teil stolzem Gewicht in die Kescher führen. Kurz gesagt: völlige Eskalation. In diesem Catch-Report nimmt uns Robin nochmal auf diese unvergessliche Session mit. Auf geht´s.

Die Planung meiner Sessions beginnt immer mit einem Blick auf die Wetter-App. Luftdruck und Wind spielen für mich eine sehr große Rolle. Die Laichzeit, die sich in diesem Jahr aufgrund des kalten Frühlings bis weit in den Juni gezogen hat, ist mittlerweile vorbei und die App verriet mir, dass es wechselhafte Bedingungen mit viel Wind am Wasser werden sollten. Diese Voraussetzungen waren mir an diesem Gewässer sehr vertraut und ich hatte schon eine Vorahnung, dass es gut werden könnte. Einen Tag vor meiner Session nahm ich mir mein Fahrrad, fuhr los und fütterte ungefähr 2,5 Kilo Boilies auf meinen 20 x 30 Meter großem Futterplatz, auf ca. 6 Metern Tiefe. Schon einige Tage zuvor legte ich meine Köder in einen süß-fruchtigen Dip ein, da ich wollte, dass sie bis zum Tag des Vorfüttern das Aroma optimal aufnehmen können. Am Gewässer musste ich nicht lange warten, um die ersten Aktivitäten verzeichnen zu können. Der Wind stand genau auf meiner Seeseite und ich war mir meiner Sache irgendwie sicher, dass es erfolgreich werden könnte.

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Los geht´s: Die Session startet

Freitagnachmittag fuhr ich ans Wasser, belud meinen Trolley und war schnell an meinem Spot angekommen. Das Tackle aufgebaut, die Ruten waren ebenfalls schnell platziert. Ich fischte an diesem See mit meinen Rig des Vertrauens (Stiff-Rig) , das mir schon sehr gute Fische brachte. Ich hielt es ziemlich simpel, einen 4er Haken von der Firma Deception Angling und einen gelben, auffälligen Pop-Up von Karpfenhans an einer Baitschraube. Somit war das Rig perfekt auf dem vorbereiteten Futterplatz präsentiert.

Am frühen Abend schaffte es dann mein Angelbuddy ans Wasser und tackelte neben mir auf. Es war sehr warm und wir wussten aus Erfahrung, dass die ersten Bisse sich auf die Nacht verlagern würden. Wir haben gut zu Abend gegessen, ein kühles Bier dazu und nun hieß es, warten. Wir hatten uns viel zu erzählen und legten uns die Strategie für den nächsten Tag zurecht, schnell verquatschten wir uns und es wurde spät. Kaum hatte man sich in den Schlafsack gekuschelt, haben die Foxis geschrien und der erste Kampf war eröffnet. Nach einen 10-minütigen Drill konnte der erste Spiegler über die Maschen geführt werden. 3 Fische sollten in der Nacht noch folgen.

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Eskalation beim Karpfenangeln im Sommer

Der nächste Morgen startete mit einem dichten Nebelfeld auf dem See. Es dauerte nicht lange und die ersten Sonnenstrahlen konnten sich durchsetzen. Wir arbeiteten die Ereignisse der vergangenen Nacht bei einen guten Kaffee auf und nach dem Frühstück wurden die Montagen kontrolliert und neu gelegt. Ein Wechsel zwischen Wolken und Sonne bestimmten das Wetter, die Vögel zwitscherten und wir waren hoch motiviert auf das, was kommen sollte.

Es wurde langsam früher Nachmittag und es kam die Aktion, die wir uns erhofft aber nicht erwartet haben. Die Fische standen gefühlt gestapelt auf dem Platz und in nicht einmal 15 Minuten konnten wir 3 Runs verzeichnen. Die ganzen Vorbereitungen, die Location und Voraussetzungen waren einfach ideal. Wir konnten in 4 Stunden satte 10 Fische fangen. Es begann eine völlige Eskalation und es war teilweise keine einzige Rute mehr im Rennen. Kaum wollte ein Fisch zum Fototermin, so waren es schon zwei.

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Am frühen Abend folgte dann der nächste Run und es kam eine dicke Überraschung zum Vorschein. Dieser Fisch war die Erfüllung für alle Strapazen. Stolze 17,5 Kilo, auf jeden Fall ein Fisch, mit den man sich sehen lassen kann. Wir beide rieben uns verwundert die Augen, was alles in den vergangenen Stunden passierte. Das Futter bestand aus dem 20 mm gemischten Boiliesortiment von Karpfenhans, das von fruchtig und fischig alles beinhaltete. Noch etwas Liquid dazu, ein wenig Groundbait und fertig.

Die Abendstunden waren ruhig, was wir nach diesem verrückten Tag aber auch so erwartetet haben. Der Trubel und unsere Erfahrungen sagten, dass es wohl auf die zweite Nachthälfte hinauslaufen wird und so kam es, dass weitere makellose Fische den Weg zu uns gefunden haben. Zwischen Glück und Dankbarkeit mischte sich auch die Müdigkeit. Am letzten Morgen war der See spiegelglatt und wir saßen vor unseren Bivvies, stärkten uns ein letztes mal, bevor es Abschied nehmen hieß. Aber dies konnten wir glückselig verkraften. Wir kommen bald wieder hier her zurück.

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