Der Herbst ist sicher nicht die produktivste Zeit am Fluss, das jedenfalls meint Patrick Reuter. Dafür ist der Herbst unumstritten eine der schönsten Jahreszeiten. Mit dem ersten Tageslicht blickt man auf Nebelfelder, die über den Fluss ziehen. Ein altes Binnenschiff schiebt sich durch Nebel und Wassermassen. Das Motorengeräusch wird leiser und auch der Geruch von Schiffsdiesel in der klaren, kalten Luft verschwindet wieder, als das Schiff gemächlich seine Fahrt flussabwärts fortsetzt. Ein Eisvogel ist schon von weitem zu hören und fliegt wie jeden Morgen das Ufer ab. Ein heißer Kaffee aus der Mokkakanne wärmt Hände und Seele zugleich. Mein Blick wechselt hoffnungsvoll zwischen Rutenspitze und Wasseroberfläche. Fische zeigen sich nur noch selten an der Oberfläche. Umso aufregender ist es, wenn plötzlich ein Ruck durch die steil gen Himmel zeigende Rute geht. Den ersten Kopfschlag unter Wasser kann man förmlich an der Rutenspitze ablesen. Wenn sich dann auch noch der Bissanzeiger meldet und der Fisch Schnur von der Rolle nimmt, erreicht mein autum vibe seinen Zenit.

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Schifffahrtsrinne als Herbstspot

Mein Herbstspot ist ein reines Zufallsprodukt. Bei einer Erkundungsfahrt im Sommer entdeckte ich zufällig einen tieferen Bereich. Mitten in der Schifffahrtsrinne fand ich ein Areal von ca. 15 m², welches gut eineinhalb Meter tiefer war als üblich. Schon damals stand für mich fest, dass ich diesen Bereich im Herbst befischen musste. Das ausgespülte Loch bietet meinem Futter die Chance, länger darin liegen zu bleiben. Für Karpfen könnte es eine Möglichkeit sein, sich für einen Moment der direkten Strömung zu entziehen. Ob sie diese Möglichkeit tatsächlich nutzen, weiß ich nicht. Jedenfalls ist es mir hier gelungen, einige schöne Herbstfische zu fangen.

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Sparsam anfüttern

Mein Futter setze ich bei Wassertemperaturen von unter 10 Grad deutlich sparsamer ein, als in den Monaten zuvor. Ich füttere nur noch alle 2 Tage etwa 2-3 Kilo 15 mm Boilies vor. Zum Einsatz kommen dabei der Golden Oldie Triple S und der neue Crayfish von Pro Line, dessen release für 2020 vorgesehen ist. Zum Fischen soake ich die Boilies zuvor über Nacht im Bait Liquid Fish & Banana Extract. Mein Hakenköder bekommt zudem immer einen der pro line PVA Bombs mit auf die Reise. Eine große Erleichterung in der kalten Jahreszeit, wie ich finde. Denn die PVA Bombs kommen fertig aus der Tüte – lange Vorbereitung mit kalten Händen sind nicht mehr nötig. Für maximale Aufmerksamkeit tauche ich die PVA Bombs vor dem Werfen nochmal ins liquid.

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twelvefeetmag karpfenangeln am fluss 14 300x200 -  - Pro Line, Patrick Reuter

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