Während der längste Tag des Jahres nunmehr schon hinter uns liegt und wir ganz allmählich auf den Spätsommer zusteuern, bietet sich für viele Angler die Möglichkeit, einmal eine Zäsur zur bisherigen Saison vorzunehmen: Was lief bis dato gut? Was nicht so? Habe ich meine Saisonziele erreicht? Oder waren diese Ziele aller Voraussicht nach (mal wieder) zu hoch gegriffen? Welche Konsequenzen ziehe ich daraus für das Folgejahr?

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -

All‘ diese Fragen sind das Gegenstück einer gründlichen Befassung mit dem bisherigen Saison-Verlauf. Richard Opitz, aus dessen Feder die folgenden Zeilen stammen, hat dahingehend seine Hausaufgaben sehr gründlich gemacht. Er blickt zurück auf eine Saison, die bereits im sehr zeitigen Frühjahr begann. Aus seinen Zeilen geht hervor, wie wichtig es ist, seine Gewässer in Abhängigkeit zu Jahreszeit und Temperatur zu wählen, um die Motivation aufrecht zu erhalten.

Aber lassen wir ihn selber zu Wort kommen. Die atmosphärischen Bilder, die uns Richard dazu übermittelte, transportieren die Stimmung umso greifbarer.

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -
Tolle Aufnahme: Vollmond zum frühen Saisonstart…

Mein Saisonstart – Früh übt sich…

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -
Raus aus den Federn! Die Saison ruft!

Während ich diese Zeilen schreibe, liegt der Frühling schon eine Weile hinter uns. Die Bäume sind mittlerweile in vollem grün und laut Kalender liegt der längste Tag des Jahres bereits hinter uns. Zeit, ein kleines Resümee zu ziehen.

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -

Während im Januar und Februar für nahezu alle in Deutschland nicht an’s Angeln zu denken war, stellte ich dieses Jahr eine Ausnahme dar, denn für mich ging die Saison bereits Ende Februar los. Allerdings startete ich mit Maß und Ziel, um die Motivation nicht gleich im Keim zu ersticken: Die erste Nacht verbrachte ich an einem kleinen, mir unbekannten Flussabschnitt in meiner Heimat. So schön diese neue Erfahrung auch war – ich war nicht allzu überrascht, als ich am nächsten Morgen ohne gefangenen Fisch aufbrach.

Aber die Welt gehört den Zuversichtlichen: Mit Freizeit im Rücken packte ich gegen 8 Uhr ein und fuhr an eine nahegelegene Kiesgrube, wo ich nach wenigen Stunden einen kleinen Schuppenkarpfen fangen konnte. Ein guter Start nach zwei Monaten Eisdecke. Wortspiel gestattet: War das Eis nunmehr auch bei mir gebrochen?

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -

Anfang März mit ersten Erfolgen

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -

Anfang März, bei immer noch kalten Nächten, beangelte ich eine Tongrube. Die Ruten mit Yellow-Waftern in der Nähe vom Totholz brachten mir in den frühen Morgenstunden innerhalb kurzer Zeit zwei sehr schöne Fische. Obendrauf gab es eine herrliche Morgenstimmung nach kalter Nacht.

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -

Endlich „warmgeangelt“…

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -

Auch das nächste Gewässer – wieder ein Fluss – meinte es gut mit mir! Ich wechselte das Futter auf „Surf and Turf“, in der Hoffnung, den Döbeln aus dem Weg zu gehen. Das gelang zwar nicht zu 100 % – ich hatte einige Beifänge –, aber ich konnte einen fetten Spiegler fangen. Mittlerweile war es Mitte März.

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -
Toller März-Fisch…

Warmes Wasser und Beißflaute? Ein kleiner Durchhänger

Dann kamen die ersten wärmeren Tage – und damit eine Blankphase von einigen Nächten. Immer wieder konnte ich die Fische sehen. Ich wusste, dass sie da sind. Aber sie waren nicht zum Fressen motiviert.

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -
In der Beißflaute: Zeit für solch tolle Aufnahmen…
Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -
geordnetes Chaos in der Rigbox

Wonnemonat Mai: Die Fische laufen

Dann kam der Wendepunkt. Wie so oft – und wie bei einigen von euch – fällt dieser Wendepunkt in den Wonnemonat Mai.

Ich fuhr an einen Steinbruch. Zugegeben: Ein tiefes-, kaltes Gewässer wie dieses ist wohl für die meisten Karpfenangler nicht allererste Wahl zu dieser noch frühen Jahreszeit. Aber meine Intuition sollte mich nicht trügen, denn es zeigte sich, dass die Fische dort zeitig Hunger haben. 12-mm-Yellows und ein paar gestreute Pellets brachten mir zwei Fische in einer Nacht, die mir sehr viel Motivation gegeben haben.

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -

Die nächste Session hatte es dann gewichtig in sich.

Dieses Mal ging es an mein früheres Lieblingsgewässer. Die Bedingungen Anfang der Woche waren nahezu perfekt – bis einen Tag vor Angel-Beginn. Pünktlich zur Session kippte das Wetter von knapp 20 Grad wieder auf gerade einmal etwas über 10 Grad, während von Sonne keine Spur war. Das anfängliche volle Vertrauen wich – allenfalls – einem Hoffen. Es ist die Hoffnung darauf, dass es „trotzdem klappt“.

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -
Yellow – vollstes Vertrauen in die Köder von 99 Grad Baits

Die Sorge sollte sich als unberechtigt erweisen – und die Hoffnung sollte die Oberhand gewinnen. Ja, es hat trotzdem geklappt! Die geschnippten Chod Rigs hakten unzählige Fische perfekt. Und aus einigen Satzkarpfen stachen dann auch ein paar ordentliche Brocken heraus.

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -

So kann es weitergehen! Lassen wir es für den Moment bei dem Rückblick auf die erste Jahreshälfte bewenden. Ein guter „Cliffhanger“, um in Teil zwei mit dem weiteren Verlauf bis zur Gegenwart weiterzumachen. Danke für’s Lesen dieser Zeilen! Stay tuned!

Hinweis der Redaktion: Wenn du dich genauer über die Köder von 99 Grad-Baits informieren möchtest, dann gelangst du hier (hier klicken) zu den Shopseiten. 

Frühjahresangeln – ein Verlaufsbericht von Richard Opitz, Teil 1 -
weiter gehts….schon bald folgt Teil 2