In diesem Blog-Update gibt Janik Wolf Einblicke in seine Futterplatz-Angelei. Er wird die Kampagne von Beginn an aufarbeiten und in den kommenden Wochen und Monaten möglichst aktuell darüber berichten. Außerdem blickt er in diesem Update auf eine der vielen Tagessessions aus den vergangenen Wochen zurück. Los geht´s, Janik.

Zuallererst…

…steht die Frage im Raum, wo ich meinen Futterplatz aufbauen werde. Hierbei profitiere ich vor allem aus der Location im Winter, auf die ich im März-Update genauer eingegangen bin. So ist das Wissen über Tiefen und Strukturen des ausgewählten Gewässers bereits vorhanden. Zudem habe ich die vergangenen Monate genutzt, um zu analysieren, welche Plätze am häufigsten befischt werden. Hier möchte ich definitiv nicht angeln. Zusätzlich versuche ich mich auf das Ost-Ufer zu beschränken, da mir im Verlauf der Kampagne – vor allem wenn die Wassertemperaturen sinken – die milden Westwinde in die Karten spielen sollen.

Schlussendlich habe ich mich auf eine 5,5 m tiefe Rinne direkt am Ufer des Baggersees entschieden. Das Gewässer weist eine maximale Tiefe von 8 Metern auf, somit fische ich bewusst nicht an der tiefsten Stelle. Außerdem wurden die Fische in vergangener Zeit auf exakt jener Wassertiefe gefangen.

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Startschuss!

Anfang September startete ich das Vorhaben und befinde mich aktuell in einem 2-tägigen Futterintervall. Bei den ersten beiden Fütterungen wollte ich den Platz richtig anzünden. So habe ich zusätzlich zu der normalen Ration Boilies noch ordentlich Partikel in Form von Mais, Tigernüssen und Hanf sowie Pellets gegeben. So wollte ich bewusst alle Fische des Gewässers ansprechen. Seit dem 3. Futtertag setze ich bis heute ausschließlich auf Boilies und Pellets. Im Falle dessen, dass der Platz nicht sofort angenommen wird, lösen sich die Pellets auf – ein attraktives Futterhäufchen bleibt – und es liegen nicht so viele Boilies am Grund, als wenn ich ausschließlich Pillen füttern würde.

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Außer Kontrolle?

Nach einer Woche, also 3 x Füttern, wollte ich mit der FishSpy kontrollieren, ob das Futter gefressen wurde. Kurioserweise habe ich aber am Grund keine klare Sicht und einen schwarzen Bildschirm. Erst nachdem die Pose gut einen Meter aufstieg, konnte ich etwas sehen – allerdings nicht den Gewässerboden. Somit konnte ich immerhin dichtes Kraut ausschließen, denn dann wäre der Marker nicht aufgestiegen und ich hätte auch das Auftreffen des Bleis nicht gespürt. Zudem lies sich das Blei einfach über den Grund ziehen, weshalb ich tiefen Schlamm ebenfalls ausschloss.

Kurzum bestellte ich mir den „Casting Ground Tester“, um der Sache wortwörtlich auf den Grund zu gehen. Und siehe da: schwarzer Schlamm, aber zumindest kein Faulschlamm. Solche Spots kenne ich von diesem Gewässer bisher gar nicht. Jetzt gilt es herauszufinden, ob es sich hierbei um „guten“ oder „schlechten“ Schlamm handelt.

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Tagessession in der City

In dem ganzen Wahn um die Vorbereitung meiner Futterkampagne verschlug es mich eher zufällig an einen Altarm mitten in der Stadt. In der Mittagspause schlenderte ich über eine alte Holzbrücke. Aus reiner Gewohnheit riskierte ich einen Blick in das recht flache Wasser. Direkt konnte ich einen kleinen Schuppi erspähen. Kurze Augenblicke später den nächsten. Sicherlich keine Rekordfische, aber damit hätte ich nicht gerechnet. Somit stand der Plan, in dieser urbanen Umgebung wenigstens einen Fisch zu fangen.

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In der Folgewoche kehrte ich mit meinem Kumpel Noel, der noch ziemlich am Anfang seiner Karpfenangelei steht, zurück. Wir wollten es auf die klassische Art mit Dosenmais und Waggler versuchen. In meinem Bekanntenkreis versuchen sich gerade mehrere Leute mit der Karpfenangelei. Angetrieben von riesigen Fischen auf Instagram und den krassesten Super-Rigs in diversen Werbefilmen. So wollte ich Noel zeigen, dass es keine komplizierten Rigs mit viel Schnick Schnack benötigt und auch ein etwas kleinerer Fisch in Erinnerung bleiben kann.

Nach den ersten Döbeln wollten wir die Stelle wechseln, als sich der Waggler plötzlich in Bewegung setzte. Schlussendlich konnte jeder einen Fisch in der schönen Altstadt fangen.

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Das soll es auch vorerst gewesen sein. Im nächsten Update berichte ich weiterhin von meiner Angelei auf dem Futterplatz und was sonst alles noch passieren wird. Bis dahin wünsche ich euch maximale Erfolge!

Mehr über Janik und seine Angelei erfährst du auf seinem Instagram-Kanal. Dort kannst du ihn auch erreichen, falls du Anmerkungen, Fragen oder sonstige Themen an ihn richten möchtest.