In seinem neuesten Blog-Update gibt Janik Wolf wieder spannende Einblicke in seine Futterplatz-Angelei im Herbst. Die ersten herbstlichen Wochen liegen nun bereits hinter uns und Janik hat in dieser Zeit mit einigen Rückschlagen zu kämpfen gehabt. Dennoch blieb er nicht unerfolgreich und beweist einmal mehr: niemals aufgeben. Dann schieß mal los, Janik.

Die vergangenen Wochen waren wahrlich nicht einfach. Erlebt habe ich viel, doch meist weniger Positives. Nicht anlaufende Futterplätze und Nutznießer machten mir das Leben schwer. Während ich diese Zeilen verfasse, bin ich gerade erst von einer Session nach Hause gekommen. Ob ich das Ruder rumreißen konnte?

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Kein guter Schlamm

Im vergangenen Update bin ich an dem Punkt stehen geblieben, als ich mit dem Ground Tester meinen Futterplatz untersucht habe. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es sich hier nicht um „guten“, produktiven Schlamm gehandelt hat. Zwei erfolglose Overnighter habe ich auf diesem Spot ohne Biss verbracht. Somit stand für mich fest, dass ich an diesem Platz nicht festhalten möchte. Eine Alternative hatte ich bereits im Hinterkopf.

Die Alternative

An diesem Gewässer gestaltet sich die Spotsuche sehr schwierig. Zwar gibt es eine breite Auswahl, da ich aber meine Futterplätze nur dort aufbaue, wo kein anderer Angler fischen wird/kann, wird das Angebot stark eingegrenzt. Schlussendlich fiel die Wahl auf eine Kiesbank auf knapp 100 Metern Entfernung, die ich in vergangener Zeit bereits erfolgreich befischt habe. Hier kann ich zwar nicht zu 100 Prozent ausschließen, dass jemand darauf fischt, die Wahrscheinlichkeit ist dennoch sehr gering, da die meisten diesen Spot nicht kennen oder nur an der eigenen Ufer- bzw. Krautkante fischen. Um das ganze Abzukürzen: auch auf dieser Stelle ging ich kurioserweise leer aus, weshalb ich wieder einmal den Platz gewechselt habe.

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Platz drei

Alle guten Dinge sind drei, sagt man. Mein dritter Spot liegt in einem gänzlich anderen Seeteil. Ich wollte alles auf null setzen. So bezog ich eine Stelle, die ich in meinen Anfangsjahren an diesem Gewässer sehr oft beangelt habe. Diesen Bereich kenne ich am besten und somit schrumpfte die Moral nicht ganz auf den Tiefpunkt. Wieder bereitete ich den Platz im 2-Tages-Rhythmus vor.

Eines Morgens, während meiner Frühstückspause, bekam ich ein Foto von dem Fisch meiner Begierde im Kescher eines anderen Anglers. Nach kurzem, freundlichen Austausch erfuhr ich, dass der Fisch auf „meinem“ Futterplatz gefangen wurde. Natürlich gehört das Gewässer, geschweige denn der Platz nicht mir. So nahm ich das Ganze auch locker. Niemand kann wissen, wann und wo andere Leute füttern. Im weiteren Verlauf gab mir der Kollege aber zu verstehen, dass er scheinbar ganz genau wusste, wer dort auf welchem Platz füttert. Für diese Aktion fehlt mir dann doch das Verständnis. Natürlich habe ich noch immer keinen Anspruch als Einziger dort zu fischen, aber wenn ein anderer Karpfenangler wohl wissend auf fremden Futterplätzen fischt, zeigt dies nur, welch einen schwachen Charakter und wie wenig Ehre manche Menschen haben. Komischer Weise sind das meist die Leute, die aus ihren Gewässern und ihrer Angelei das größte Geheimnis machen.

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Es läuft!

Nach dieser Schocknachricht stand ich vor der Entscheidung: aufhören oder weitermachen? Da der Herbst noch ziemlich jung ist, entschied ich mich für ein Fortsetzen des Futterplatzes. Ich erhoffe mir das Vertrauen dieses Fisches wieder gewinnen zu können, indem die dicke Dame sieht, wie ihre Artgenossen mein Futter ohne Argwohn und ohne schlechte Erfahrungen fressen. Folglich befischte ich den Platz für 1,5 Wochen nicht. Nur das Futter verteilte ich wie gewohnt alle zwei Tage.

Die erste Session stand an und ich war bestens motiviert. Bereits beim Aufbauen zeigten sich die ersten Fische direkt auf dem Spot. So dauerte es nicht lange und ich konnte den Bann endlich brechen. Im Folgenden angelte ich einmal pro Woche auf dem Futter. Hierbei konnte ich jedes Mal erfolgreich den See verlassen. Teilweise mit urigen Fängen auf der Speicherkarte.

Nachdem der Knoten endlich geplatzt ist und ich einen Platz am Laufen habe, geht es jetzt um die Feinjustierung. In meinen Augen lässt sich das Durchschnittsgewicht noch steigern. Hierfür habe ich bereits einen Plan, ob dieser aufgeht, lest iht dann im November. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit.

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Top-Tipp für den Futterplatz

Auf Futterplätzen fische ich ausschließlich kurze Sessions und Overnighter. Um hier bestens vorbereitet zu sein, insbesondere wenn ich eine Nacht zwischen der Arbeit angeln gehe, bereite ich mir genug Rigs vor. So spare ich im Falle eines Bisses Zeit und die Rute ist ultra schnell zurück im Rennen – und ich kann ein paar Minuten mehr schlafen.

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Mehr über Janik und seine Angelei erfährst du auf seinem Instagram-Kanal. Dort kannst du ihn auch erreichen, falls du Anmerkungen, Fragen oder sonstige Themen an ihn richten möchtest.