Neue Ziele werden gesetzt und neue Ufer erkundet. Um einen Platz für eine Futterkampagne zu finden, setze ich modernste Technik ein. Ein umstrittenes Thema – der Vogel in der Luft oder das dritte Auge unter Wasser? Jeder kennt es, doch wer nutzt es und macht sich damit überlegen? Vor allem durch Steffen Hambsch mit der Unterwasserkamera oder Marc Voosen mit der Drohne wurden diese Features ein neues Highlight der Angelszene.

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Mit der Drohne zur besseren Location?

Produktive Plätze finden, ist an sich nicht schwierig. Besonders gut sind natürliche Zugrouten, wie zum Beispiel Uferkanten. Aber auch überhängende Bäume und Büsche stellen sich als sehr attraktiv dar. Schnelles Füttern ist dabei der Vorteil. Grundsätzlich achte ich immer darauf, meinen Platz dort aufzubauen, wo sich möglichst wenige Angler aufhalten. Dabei sind zum Beispiel zugewachsene und schwer erreichbare Angelstellen ein gutes Indiz.

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Nachdem der passende Platz gefunden wurde, geht es an die Location. Mit der Drohne finde ich vielversprechende Stellen an der Uferkante, dies können Krautlücken, Bäume oder Sandbänke sein.

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Die Krautlücke oder der freigefressene Kiesfleck entpuppen sich meist als grandiose Stellen, an denen der Karpfen gerne frisst. Ich verteile großflächig Boilies in 15 und 20 mm von Carptime Baits auf der Strecke von 40 Metern, am meisten aber auf dem Kiesfleck oder der Krautlücke. Am wichtigsten ist, im gleichmäßigen Zeitabstand zu füttern, alle zwei bis drei Tage sind ein guter Anfang. Die Karpfen wissen mit der Zeit, dass an diesem Platz regelmäßig Futter liegt. Die Fische werden quasi daran gewöhnt und kommen dann von allein.

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Wird der Futterplatz angenommen? Die FishSpy verrät´s

Die Futterplätze sollten regelmäßig kontrolliert werden, denn nur so kann man vermeiden, dass nicht gefressene Boilies liegen bleiben. Hierzu nutze ich an Wurfgewässern die FishSpy oder, wenn das Boot erlaubt ist, eine Unterwasserkamera.

Die erste Session steht bevor und ich kontrolliere vor dem Angeln erneut den Platz. Yes! Wieder wurde alles blitzeblank gefressen. Neben dem regelmäßigen Füttern ist es wichtig, dem Platz Ruhe zu geben und nur wenig darauf zu fischen. Kurze schnelle Nächte, einmal die Woche, reichen dabei völlig aus. Die Fische sollen ohne gehackt zu werden, immer wieder auf den Platz fressen. Dabei gewinnen sie Vertrauen und saugen jeden Boilie ohne misstrauen ein. An solchen klaren Gewässern, wie an dieser Kiesgrube, achte ich sehr drauf, dass alles getarnt und schön am Boden liegt. Ich möchte nicht, dass die Fische auf dem Weg zum Futterplatz mit der Schnur in Berührung kommen und damit verschreckt werden. Dabei setze ich auf Krautleader sowie Krautbleie.

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Die Nacht bricht an und ich bin gespannt, was passiert. Mit vielen Bissen rechne ich nicht, da es nur einen Karpfenbestand von etwa 40 Fischen gibt.

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5:30 Uhr – Full Run! Und was für einer. Nach 10-minütigem Drill konnte ich einen tollen Spiegler mit großem Paddel überlisten. Nun bin ich happy, denn der erste Fisch aus einem neuem Gewässer ist immer etwas Besonderes. Außerdem ist dies die Bestätigung, dass der Futterplatz angenommen wurde.

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