Die klassische Lotmethode mit Marker und Blei ist bereits seit einigen Jahren durch eine erstklassige technologische Lösung verdrängt worden. Natürlich liegt bei jedem von uns noch Marker und Blei in der Tacklebox, doch wer schnell große Flächen mappen will, kommt an der digitalen Variante kaum mehr vorbei. Bei uns geht es heute um auswerfbare Echolote, die das stundenlange Abwerfen mit der Lotrute bei vielen von euch ersetzt haben.

Unser Redakteur hat den Deeper Pro+ bereits seit einigen Jahren im Einsatz. In den vergangenen Wochen hat er jedoch umgesattelt und den Striker Cast von Garmin für uns gecheckt. Wir möchten herausfinden, ob das Echolot von Garmin eine echte Alternative zum Deeper darstellt, der bei vielen Karpfenangler die unangefochtene Nummer eins ist. In diesem Vergleich stellen wir die beiden Echolote gegenüber. Los geht´s.

Deeper Pro+ – finde die Hot Spots

Der Deeper Pro+ ist ein kugelförmiges Wurfecholot mit ca. 7 cm im Durchmesser und einem Gewicht von rund 100 Gramm. An der Kugel befinden sich mehrere Gewinde, um den Deeper für unterschiedliche Situationen beim Fischen benutzen zu können. Entsprechende Connectoren befestigen ihn so an Boot, Futterboot oder eben als Wurfecholot an Rute und Schnur.

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Die maximale Scan-Tiefe liegt bei 80 Metern. Das macht den Deeper auch für tiefe Gewässer interessant. Die Minimal-Tiefe liegt bei einem halben Meter. Für uns Karpfenangler sicherlich am interessantesten: der Deeper verrät uns die genaue Wassertemperatur, die Grundstruktur und die Dichte der am Grund befindlichen Sedimente. Der Deeper scannt in zwei Sendekegeln, mit 290 KHZ (15°) und in 90 KHZ (55°). Das ermöglicht, den Gewässergrund optimal unter die Lupe zu nehmen.

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Die Verbindung zwischen Deeper und Smartphone kann sowohl per W-LAN als auch Bluetooth hergestellt werden. Die Erkennung von Hot Spots ist durch die Visualisierung sehr einfach zu verstehen. Das macht die Bedienung für den Einsteiger in das Thema Echolot einfach – und vergleichsweise kostengünstig. Die gewonnenen Daten werden an dein Smartphone übertragen und dort in ein visuelles Bild übertragen.

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Die App des Deepers ist sehr vielseitig und ermöglicht nicht nur die Feineinstellung des Deepers, sondern bietet auch die Möglichkeit, die gefundenen Spots mit Bildern und Notizen zu archivieren. Ein Beiß-Index und viele weitere Features sind in der App ebenfalls enthalten, die uns das Suchen des besten Spots erleichtern sollen. Der Deeper bietet mehrere Modi, um ihn zu benutzen. Sehr interessant ist dabei sicherlich die Möglichkeit des Mappings, um gewonnene Daten langfristig zu speichern. Du legst dir also Karten an, die du mit jedem neuen Wurf vergrößerst. Im Idealfall erhältst du nach vielen hunderten Würfen ein genaues Bild deines Gewässers. Die Auswahl neuer Stellen ist so eine super einfache Sache. Du schaust auf dein Smartphone und triffst eine Entscheidung auf Basis von Daten. Geiler geht es doch kaum mehr, oder?

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Der eingebaute Akku des Deepers hält gute 3 Stunden bei voller Auslastung. Geladen wird der Deeper mit einem Micro-USB Kabel. Preislich liegst du bei diesem Modell bei ca. 280 Euro. Sicherlich nicht wenig Geld, aber dafür bekommst du auch einige nützliche Features und eine große Zeitersparnis mitgeliefert.

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Garmin Striker Cast – eine echte Alternative?

Die Form des Striker Casts von Garmin ähnelt einem Diamanten. Die Maße des Striker Casts sind 7,5 x 7,5 cm, bei einem Gewicht von rund 75 Gramm. Die Oberseite des Garmins ist hellblau und die Unterseite schwarz. Durch seine Bauart lässt sich dieses Echolot sehr gut auf der Wasseroberfläche führen.

Die Funkreichweite des Striker Casts sind 60 Meter, die für fast alle Situationen ausreichen. Uns ist im Test jedoch aufgefallen, dass der Striker Cast auf knapp 40 Metern bei bedecktem Himmel nur noch schwierig zu erkennen ist. Die Scan-Tiefen reichen von 45 cm bis 45 Meter Gewässertiefe.

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Das Echolot verbindet sich per Bluetooth mit dem Smartphone. Es ergibt Sinn, sich vorher bei der Garmin Community zu registrieren, um alle Daten online einsehen zu können. Quick Draw nennt Garmin die Funktion, das gescannte Gebiet des Gewässers für sich selbst und für auch andere Nutzer, die sich bei der Community angemeldet haben, sichtbar zu machen. Wir haben festgestellt, dass die Ansicht der gescannten Gebiete auf dem Smartphone – gerade für Einsteiger – nicht sehr intuitiv ist. Die Ansicht könnte etwas einfacher und detaillierter gestaltet werden. Die Karten müssen mittels WLAN-Verbindung vorab heruntergeladen, um dann auf der App zugreifen zu können. Dies stellen wir uns etwas benutzerfreundlicher vor. Der Striker Cast kann über die App und dem eingebauten GPS – wie beim Deeper – eine Tiefenkarte des Gewässers erstellen.

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Im Test hat der Striker Cast eine solide Performance geleistet. Er leistet das, was er verspricht. Die Reichweite der Bluetooth-Verbindung ist sehr stabil und hat sehr zuverlässig funktioniert. Bei Wellengang ist die Verbindung jedoch nicht mehr ganz so stabil. Was uns sehr gestört hat, ist die blaue Farbe an der Oberseite des Striker Casts, die sehr schnell mit dem Gewässer verschmilzt. Gerade bei bedecktem Himmel ist es schwierig, ihn zu orten.

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Der Striker Cast wird mit dem mitgeliefertem USB Kabel und Spezial-Anschluss am Gehäuse angesteckt und geladen. Die komplette Akkuladung hält 10 Stunden im Einsatz. Preislich liegst du bei diesem Echolot bei ca. 190 Euro.

Vergleich Garmin/Deeper – Fazit

Für den Karpfenangler empfehlen wir den Deeper, da er im Umgang einfacher und die App sehr benutzerfreundlich ist. Alle gespeicherten Scans sind jederzeit auf dem Smartphone einsehbar und alle Scan-Verläufe, die gleichzeitig Kartenmaterial generiert haben, sind vollständig auf der Internetseite „Lakebook“ von Deeper einsehbar. Das ermöglicht die Aufarbeitung auch zu Hause auf dem Laptop. Solche Möglichkeiten sind beim Striker Cast leider nicht gegeben.

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Der Striker Cast steckt aktuell noch ich den Kinderschuhen und braucht aus unserer Sicht noch ein wenig Zeit, um in seine Aufgaben zu wachsen. Auch in der App steckt noch viel Potential, das bisher noch nicht ausgeschöpft wird. Für unser Anwendungsgebiet könnten die Reichweiten und die Verbindungen etwas größer und stabiler sein. Das ist uns bei beiden Geräten aufgefallen, wobei der Deeper auch hier die Nase vorn hat. Wer nur in geringen Wurfweiten aktiv ist, kann den Garmin ins Auge fassen und ein paar Euros sparen.

Beide Wurfecholote im Direktvergleich

Wir haben dir noch einmal alle wichtigen Punkte zusammengestellt und stellen die beiden Wurfecholote noch einmal gegenüber:

Garmin Striker Cast

👎 Reichweite
👎 Wurfweite
👍 Verhalten im Wurf
👎 WLAN/Bluetooth Verbindung
👎 App Funktion
👍 Preis

Deeper Pro

👍 Reichweite
👍 Wurfweite
👍 Verhalten im Wurf
👍 WLAN/Bluetooth Verbindung
👍 App Funktion
👎 Preis