28,3 Kilo bringt dieser Gigant auf die Waage. Ein richtig gewaltiger Frühlingsstart für Maiden Baits Manuel Kleemann! Die Geschichte hinter dem Fang, macht da keine Ausnahme…

Gigant nach dem Frost- von Manuel Kleemann

Der erste Sonnentag nach einer langen Frostperiode! Es juckte mir logischerweise gewaltig in den Finger. Also beschlossen meine Tochter Finja (6) und ich einen Ausflug zum See zu unternehmen. An einem stillgelegten Kieswerk schauten wir, ob das Leben am und im Wasser schon erwacht ist. Gesagt getan. Ich packte fix noch eine Tüte Black One von Maiden Baits in die Tasche.

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Am See angekommen musste ich leider feststellen, dass an meinem Platz, einem Verbindungskanal zwischen Baggersee und Kieswerk, mehrere Bäume entwurzelt wurden und nun im Wasser liegen. Ich ärgerte mich: „So ein Mist jetzt kommt zu dem ganzen Schlamm im Uferbereich, der teilweise bis zu den Knien reicht auch noch dieses Hindernis dazu.“

Nach einigen Minuten konnten wir 2-3 Fische an der Oberfläche ausmachen, die sich die warme Frühjahrssonne auf ihre Rücken schienen ließen. Schnell flogen ein paar Ladungen gecrushter Black One´s an den Platz, der mitten im Kanal auf etwa 2,8m tiefe liegt. In der Zwischenzeit warf meine Tochter ein paar Murmeln vor das im Wasser liegende Holz. Genau an die Kante, wo es von 0,8 Meter auf 2,8 Meter abfällt.  Danach sagte sie nur zu mir “ Papa da fängst du einen schönen“.

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Am nächsten Morgen war ich gegen 5:30 Uhr am Wasser. Es war wieder deutlich kühler und windiger als am Vortag. Laut Wetterbericht bedeckt bei 8 Grad mit Aussicht auf Regen. Nachdem die Ruten mit 0,55er Brutal Snagleader von Katran und Saftyclips ausgestatten waren, flog ein Rig das mit einem 20mm Black One und einem 15mm Pepper-Mint-Spirulina Pop Up garniert war mit etwas Abstand vor das Holz.

Die Rute wurde direkt im Holz auf 2 einzelnen Banksticks abgelegt und die Bremse der alten Daiwa recht straff eingestellt. Das zweite Rig flog mit einem kleinen PVA Sack direkt in die Kanalmitte an den Fuß der Brücke. Doch es passierte in den nächsten Stunden überhaupt nichts. Der Kanal schien wie ausgestorben, von Aktivität fehlte jegliche Spur. Das Einzige was sich sehen lies waren 2 Schwäne und eine Nutria.

In Gedanken versunken, an die vergangene Messe in Lingen, den netten Gesprächen mit den Messebesuchern und den Jungs, holten mich zwei Piepser die mein E.C.U von sich gab zurück ans Wasser. Es war die linke Rute vor dem Holz! Danach herrschte aber wieder Stille. Nach etwa 1-2 Minuten wieder 2 Einzeltöne und plötzlich wurde es still.

In der Zwischenzeit stand ich in der Wathose neben meiner 6ft Stalker Rute, als sich plötzlich der Hänger in Richtung Rutenblank hob! Gespannt stand ich daneben und wartete auf den Schnurabzug und das klicken der Bremse. Doch es wurde weder Schnur von der Rolle genommen, noch hat sich die Spitze der Rute bewegt. Nach kurzer Wartepause entschloss ich mich die Rute aufzunehmen. In diesem Moment stellte sich massive Gegenwehr ein!

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Mein Gegner nahm sofort Fahrt auf unzwar in Richtung eines Astes, der im Wasser lag. Mir blieb nichts Anderes übrig als den Kescher zu schnappen und über die im Wasser liegenden Äste und Bäume meinem Kontrahenten entgegen zu gehen. Zum Glück konnte ich ihn dadurch von dem Hindernis fernhalten und ihn in Richtung Kescher dirigieren.

Doch der erste Versuch ihn zu Laden ging schief. Daraufhin zog mein Gegner ungebremst in einen Baum rechts von mir. Ich konnte spüren, wie der Snagleader an den Ästen scheuerte, mit Hilfe des Kescherstabes und etwas mehr Druck konnte ich ihn Gott sei dank lösen. Der Fisch war nun frei und zog im Freiwasser seine letzten Bahnen, bevor er in den Keschermaschen verschwand.

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Nach dem Lösen des Hakens flog meine Rute auf den im Wasser liegenden Baum, um den Fisch sicher auf die Matte zu bringen. Was sich aber durch Gewicht, Äste und dem knietiefen Schlamm als nicht so einfach erwies. Als der Fisch nun sicher auf der Matte lag begriff ich erst welche Ausmaße er hatte, da die Schwanzflosse gut 10-15 cm über die Korum Multi Mat ragte. Schnell manövrierte ich den Koloss in die Schlinge um einen Bekannten anzurufen. Glücklicherweise hatte er Urlaub da am darauffolgenden Tag sein 30er Geburtstag anstand.

Wie immer konnte ich mich auf Arne verlassen und 10 Minuten später stand er mit der Kamera bewaffnet am Ufer. Als der Spiegler wieder auf der Matte lag bemerkte er sofort, dass es sich um einen alten Bekannten handelte. Es war die alte Dame mit nur einem Auge, die ich bereits im April 2017 mit 26,4 Kilo überlisten konnte.

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Kurzer danach wurde die nasse Wiegeschlinge genullt, um den Koloss zu Wiegen. Uns stockte der Atem als der Zeiger der Reuben Heaton bei 28,3 Kilo zum stehen kam!! In 11 Monaten hatte sie also fast 2 Kilo zugelegt. Aus dem PB und Seerekord vom Vorjahr wurde nun ein neuer. Überglücklich machten wir ein paar sehr schöne und vor allem anstrengende Fotos. Was für ein Start in das Jahr 2018, insgesamt 3 Fische mit etwas unter 60 Kilo Gesamtgewicht.

Noch vielen Dank an Jörg Rubbers und das Maiden Baits Team für das Vertrauen.

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