Weißfische, Krebse und Co. Wenn dich Plagegeister an der Köderpräsentation zweifeln lassen, dann hilft der Griff zu Alternativen. Insbesondere wenn du auf Distanz fischst, oder beabsichtigst, deinen Köder länger unberührt am Spot liegen zu lassen. Besonders der Hakenköder sollte in diesem Falle dem Einsatzgebiet angepasst sein. Gleicher Basismix, andere Härte. Das wäre ideal. Wir sind fündig geworden und zeigen dir, welche Vor- und Nachteile harte Hookbaits mit sich bringen. Los geht´s, ein Härtetest im Hookbaitbereich.

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Die Konsistenz der Hookbaits – Fluch oder Segen?

Die Konsistenz ist ein schmaler Grad. Positiv auf der einen Seite und ebenso nachteilig auf der anderen Seite. Man muss entscheiden, was der Hakenköder und der Spot produzieren soll. Klar sollte jedem sein, dass härtere Hookbaits natürlich nicht die Vorteile weicher Baits mit sich bringen können. Sie haben eigene Vorteile – und die sollte man im entsprechenden Umfeld einsetzen. Klar ist, dass harte Hookbaits für lange Haltbarkeit am Hair geschaffen sind und möglichst widerstandsfähig sein sollten. Dies können wir ohne Zweifel bestätigen. Sie werden sicher auch instant fangen und einen schnellen Fischerfolg produzieren. Das aber ist nicht der Mainfokus. Die Konsistenz ist hart. Sehr hart. Damit auch entsprechend konsistenter gegenüber Weißfischen und Krebsen. Fallen andere Baits nach einer Nacht unter Umständen vom Hair ab, oder werden von Weißfischen oder Krebsen geklaut, hält dieser Köder auch nach Stunden im Wasser die Selektivität hoch.

Harte Hookbaits sind extrem robust und selektiv. Ideal bei Weißfisch- oder Krebsplagen.

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Unsere Meinung: Wann setzt man Hard Hookbaits ein?

Das Spezialgebiet harter Hakenköder spielt sich im Bereich der großen Gewässer mit großem Weißfischbestand ab. Besonders die großen Stauseen Frankreichs sind bei warmen Wasser extremen Bedingungen unterzogen. Aber auch Flüsse und große Baggerseen mit entsprechendem Weißfisch- oder Krebsbestand führen verlangen oft nach Lösungen, um selektiv auf Karpfen fischen zu können. Du kennst die Situation sicher selbst. Deine Hakenköder liegen auf langer Distanz draußen, ohne dass du in irgendeiner Form den Platz und die Aktivität vom Ufer aus beurteilen kannst. Oft kommt es vor, dass die Ruten dann von Weißfischen attackiert werden, ohne dass du nur einen einzigen Piep erhältst. Vielleicht hängt sich sogar ein kleinerer Fisch auf oder klaut dir den Hookbait. Beide Varianten sind uns schon in Frankreich passiert. Die Rute ist dann über einen längeren Zeitraum unattraktiv, ohne dass du überhaupt etwas merkst. Mit harten Hakenködern kannst du dem etwas entgegenwirken und die Vorraussetzungen für die Haltbarkeit der Attraktivität deutlich verbessern.

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Zusammenfassend empfehlen wir den Einsatz harter Hookbaits bei folgenden Szenarien:

  • An großen Gewässern, an denen du Long Range fischst
  • An Gewässern mit extremen Weißfischbeständen
  • Bei vielen Aktionen und wenn du dein Durchschnittsgewicht erhöhen willst
  • Wenn deine Ruten länger als normal liegen bleiben sollen
  • Bei starkem Krebsaufkommen
  • Bei warmen Temperaturen und hoher Weißfischaktivität
  • In Flüssen und Kanälen

Wir sehen die neuen Hard Hookbaits eher im Sommer bei wärmeren Wassertemperaturen als im Winter.

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Der Vorteil Zeit – ideal für scheue Fische?

Die Zeit ist der beste Köder. Das gilt für die allgemeine Zeit am Wasser, ebenso aber auch für die Liegezeit von Ködern am Spot. Es gibt Gewässer, an denen die Karpfen bevorzugt „ältere“ Köder fressen. Manch einer schwört ja sogar darauf, seine Boilies zuvor im Seewasser zu wässern, damit die Baits den Eindruck erwecken, sie würden schon länger im Wasser liegen, als sie es am Ende tatsächlich tun. Doch welche Auswirkungen hat das Ganze auf die Selektivität, wenn Köder schon vor dem Fischen aufgeweicht werden. Ideal sind da natürlich harte Hookbaits, die von Haus aus schon wesentlich härter sind. Leicht gewässert, hat man damit auch nach Stunden noch ein deutlich besseres Gefühl anstatt ohne Hookbait am Haken zu fischen.

Die Haltbarkeit unter Wasser spielt übrigens auch eine Rolle, wenn man seine Ruten nach der ersten Nacht mal nicht kontrollieren will. Ging nichts, macht es manchmal nämlich Sinn, einfach weiterzufischen. Mit extraharten Hookbaits ist das dann weniger ein Problem, als mit normal harten Boilies, die durch äußere Einflüsse schonmal in der Größe dezimiert sein können. Weißfischen oder Krebsen sei Dank.

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Das Aroma. Die Sorte.

In unserem Fall sind es Hard Hookbaits von Successful Baits, die im Rahmen von Tests zum Einsatz kamen. Erhältlich sind die Köder in der praktischen Schraubdose mit 250 Gramm je Dose. Erhältlich sind die harten Hakenköder in unterschiedlichen Sorten, analog zu den Mixen, die auch als Freezer oder Fertigboilies angeboten werden. Der identische Basismix wurde unseres Wissens nach mit härtenden Zutaten aufgepimpt und erzeugt so einen haltbareren Hakenköder bei gleicher Aroma- und Geschmacksstruktur. Das empfinden wir häufig als Vorteil hinsichtlich dem Vertrauen in den Köder.

Erhältlich sind die Hard Hookbaits in folgenden Sorten:

  • Krill Black Pepper
  • Mussel Insect
  • Nasty Shrimp
  • Red Spice Fish
  • Scoberry
  • Seafood
  • VNX+

Preislich musst du mit knapp 8 Euro je Dose rechnen. Hier geht es zu den Hard Hookbaits von Successful Baits.

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