Single Hookbaits! Eine oft vergessene Taktik im aktuell kalten Wasser. Macht ihr den Fehler und schenkt ihnen keinerlei Beachtung? Vielleicht völlig zu Unrecht…

So klappt es mit Single Hookbaits!

Sobald die Gewässer zum ersten Mal ordentlich einfrieren, verlangsamt sich die Aktivität der Karpfen. Während man zuvor meist noch genug Bisse erhielt, scheint es jetzt, als halten unsere Zielfische ein Nickerchen. Wenn das Gewässer kurz vorm Gefrierprozess steht, gibt es die Möglichkeit mit hoher Anziehungskraft und sparsamen Futteraktionen zu arbeiten. Dieses Vorgehen kann dazu führen auch kurz vorher/oder nach einer geschlossenen Eisdecke erfolgreich zu sein.

Eine Methode, die dann oft zum Zuge kommt, ist der Einsatz von „Single“-Hookbaits. Es gibt viele Angler, die damit in der kalten Jahreszeit beginnen, und dieser Taktik bis in die Frühlingsmonate vertrauen. Also bis sich die Fische deutlich mehr bewegen. Einzelne Hookbaits aus der Dose können natürlich erfolgreich sein. Aber mit ein bisschen mehr Einsatz und Überlegung könnt ihr euren Ködern einen besonderen Schliff geben. Das führt möglicherweise zu dem Resultat, dass ihr mehr Winterfische einnetzen könnt.

Aber warum sind genau einzelne Hakenköder zu dieser Jahreszeit so effektiv? Nun, easy gesagt, verlangsamt sich ja die Nahrungsaufnahme der Fische. Ihr Fressverlangen ist sehr, sehr gering. Daher liegen sie oft wochenlang am Grund. Sie fühlen sich im wärmsten Bereich des Gewässers wohl. Also ganz ohne Nahrung aufzunehmen. Ein einzelner Hookbait reicht oft aus, um sie zum Anbiss zu locken. Besonders dann, wenn dieser dort angeboten wird, wo die Karpfen sich auch wirklich aufhalten. Attraktive Inhaltsstoffe und intensive Köderfarben können auch bei eisigen Temperaturen Bisse produzieren.

Hakenköder so anzupassen, dass sie so attraktiv wie möglich funktionieren, ist ganz einfach! Du musst sicherstellen, dass von dem Hookbait Attraktoren und Futterstimulanzien in die Wassersäule abgegeben werden. Das ist entscheidend, denn das Sehvermögen unserer Zielfische ist bei dem eisigen Wasser nicht mehr das Beste!

Zusätzlicher Boost

Eine krasse Turboaufladung von hellen Hakenködern kann mit Sicherheit dazu beitragen, dass die Spulen im Winter surren. Doch welchen Vorteil haben diese Köder gegenüber Pop Ups aus der Dose? Nachdem ihr eure Lieblingsköder in einen Extrabehältnis gepackt habt, werdet ihr sehen, warum!

Durch die Aufbereitung der Hookbaits mithilfe eines hohen Anteils an flüssigem Zusatzstoff und der anschließenden Bestäubung mit Pulveradditive, verwandeln sich eure „normalen“ Hakenköder innerhalb weniger Tage. Das Ergebnis sind fruchtige Baits mit einer attraktiven Außenhaut. Im Wasser wirken die Zusatzstoffe, direkt ab Eintrittszeitpunkt. Sie erzeugen einen hohen Maß an Anziehung und geben PH stimulierende Signale ans Umgebungswasser ab. Die Winterfische nehmen diese wahr, und geraten in einen Fresszustand.

Bei der Zubereitung dieser Wunderköder, könnt ihr einige Spritzer des passenden Booster-Sprays hinzufügen. Genau soviel, damit sich eine helle, glänzende Glasur bildet. Einige Tage später, kann ein gehäufter Teelöffel an pulverförmigen Additive hinzugefügt werden. Das soll für einen wirklich intensiven Akzent sorgen. Bewährt haben sich Zusätze, wie Laktose-Konzentrat, Fruktose oder Fruchtschale-

Das Powder ist sehr löslich, doch wenn es um den Hookbait gebunden werden soll, kann man feine Strumpfhosen zur Hilfe nehmen. Diese gewährleisten eine stetige Freisetzung von Attraktoren. So nah in Hakenködernähe, wie irgendwie möglich.

Größen raffiniert einsetzen

Die am häufigsten verwendete Ködergröße, bei Single Hookbaits, sind definitiv die 15 mm Köder. Also warum nicht ein wenig anders vorgehen, wenn ihr auf die scheuen Winterkarpfen fischt? Eine Variation der Ködergrößen, kann oft einen Neugiereffekt produzieren. Es ist auch bekannt, dass Karpfen mitten im Winter auf große, helle Hookbaits gefangen werden.

Schärft eure Haken!

In den kälteren Monaten ist es besonders wichtig, einen scharfen Haken zu benutzen. Gerade deshalb, weil sich die Karpfen beim Ansaugen des Köders viel langsamer verhalten, als in den Sommermonaten, wo sie möglicherweise um Futter konkurrieren. Ein ultrascharfer Haken sorgt dafür, dass mehr Köderaufnahmen, die zu einem Zeitpunkt auftreten, auch in echte Takes verwandelt werden.

Hookbaits ausbalancieren

Manchmal wird behauptet, dass ausbalancierte Hookbaits kontraproduktiv wirken können. Das kann gerade dann wahr sein, wenn man über kleinen Ködern auf krautigem Untergrund fischt. Im Winter wird ein kritisch ausbalancierter Hookbait dazu beitragen, eher ins Karpfenmaul zu fliegen. Wenn ein träger Fisch ihn mit minimaler Anstrengung ansaugt, wird er sich umgehend bewegen. Ihr könnt ausbalancierte Baits also für euch nutzen.

Anziehung erhöhen

Wenn ihr im Winter einen kleineren Hookbait verwenden möchtet, schnappt euch einfach einen größeren Pop Up und schnippelt ihn euch zurecht. Der Köder in Wunschgröße wird, bis um das Zehnfache mehr Anziehung entwickeln. Eben weil er keine Außenhaut mehr besitzt, die seine Attraktoren versiegelt.

Hookbait-Farben

Beobachten und verändern, war immer schon eine spannende Taktik, ganz egal ob im Sommer oder im Winter. Die Hoffnung dabei: Die richtige Farbe für den gewünschten Tag auszuwählen. Oft wird es ignoriert, zwischen Farbtönen zu wechseln. An manchen Tagen sind helle Schattierungen erfolgversprechend, während manchmal die knalligen Töne gewinnen. Habt also keine Angst im Winter auch mal knallige, gegen gedeckte Farbtöne zu tauschen.

Richtig eingesetzt, kann das Angeln mit einem Single Hookbait sowohl lohnend als auch unterhaltsam sein. Aber denkt immer daran, genau auf die Faktoren zu achten, die unweigerlich zu Bissen führen können.  Die Situation ist im Winter von größter Bedeutung, also checkt sie zuerst ab, bevor ihr auffällige Köder auswerft!

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