Andreas Mühlbauer mag die kalten Tage des Jahres und hat für seinen Erfolg die richtige Strategie zum Karpfenangeln im Dezember entwickelt. Denn sind die Wassertemperaturen nun stark in den Keller gerauscht, bedarf es einer angepassten Taktik und einer richtigen Strategie, um zum Erfolg zu kommen. Wir haben Andreas um seine Fokusthemen gebeten, die er im Winter niemals außer acht lässt und denen er einen Großteil seines Erfolges zuschreibt. Wir sind gespannt und überlassen Andreas das Wort. Viel Erfolg bei deiner nächsten Wintersession.

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Ein Blick aufs Wintertackle – Karpfenangeln im Dezember

Es sollte klar sein, dass das Tackle den Wetterbedingungen angepasst sein sollte. Ab Ende Oktober haben wir im Norden Deutschlands mit Nachtfrösten zu rechnen. Deswegen darf die Ausrüstung ein bisschen schwerer ausfallen. Da man sich die meiste Zeit im Zelt aufhält, darf dieses gerne ein bisschen größer ausfallen. Ein Zweimann-Zelt bringt den nötigen Komfort mit sich und zusätzlich die Option, nasse Bekleidung zumindest zeitweise zu trocknen. Auch zum Verweilen oder Kochen ist hier wesentlich mehr Platz. Den sollte man sich an kalten Tagen ruhig mal gönnen. Klar ist auch, dass es nachts deutlich kühler ist und ein warmer Schlafsack zum Pflichtprogramm gehört. Hier setzt man am besten auf ein 5-Season-Modell, das auch bei Minustemperaturen für einen angenehmen Schlaf sorgt. Thermounterwäsche, eine warme Jacke und natürlich die richtige Hose sind ebenfalls Pflichtprogramm, ebenso wie gut gefüttertes, wasserdichtes Schuhwerk. Beim Einsatz einer Zeltheizung solltest du darauf acht geben, dass ausreichend viel Frischluft ins Zeltinnere strömt.

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Super wichtig – die richtige Location im Winter

Im Winter beim Karpfenangeln im Dezember sind die Fische ohnehin schon sehr passiv, sodass du genau sort angeln musst, wo sich die Fische auch tatsächlich aufhalten. Große Ausflüge und ein häufiges Entfernen der Winterstandplätze werden bei sinkenden Temperaturen immer seltener. Daher ist die Platzwahl von großer Bedeutung. Karpfen lieben Unterstände, weshalb versunkendes Holz z.B. ein guter Anlaufplatz sein könnte. Aber auch klassische Spots wie Strukturabweichungen am Gewässergrund können erfolgreiche Plätze sein. Du musst die Fische suchen und hoffen, sie irgendwann zu finden. Probier es aus und bleib dran! Bei der Tiefenwahl gilt bei mir die Zwei-Drittel-Regel. Ist ein Gewässer im Schnitt 6 Meter tief, lege ich meine Ruten auf einer Tiefe zwischen 4 und 4,5 Metern ab. Damit habe ich die besten Erfahrungen, was die Tiefenauswahl angeht.

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Bunte Hakenköder bringen Erfolge

Durch den runtergefahrenen Stoffwechsel der Fische sind sie träge und nehmen kaum Nahrung zu sich. Auch das Sehvermögen lässt etwas nach und die Sicht ist eingeschränkter. Demzufolge sollte man die Köderfarbe anpassen und auf visuelle Reize setzten. Ein PVA-Stick mit hellem Stickmix getoppt mit einem kleinen neon pinken Pop Up am Chod Rig kann in manchen Situationen eine echt Wunderwaffe sein. Die mit Abstand beliebtesten und erfolgreichsten Farben sind Pink, Gelb und Weiß. Auf diese Farbgebung setze ich auch und konnte in der Vergangenheit gute Erfolge damit feiern.

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Welche Mengen und welches Futter?

In meinem Bait Bag befinden sich ebenfalls auffällige Köder, die sich vom Gewässergrund abheben, attraktive Aromastoffe abgeben und dadurch die Neugierde des Karpfens wecken. Wenige aber hoch attraktive Boilies und Dosenmais runden mein Futter ab. Oft sind es nur 100 – 200 Gramm pro Rute, die zum Einsatz kommen. Große Futtermengen sind fehl am Platz, stattdessen solltest du lieber zu attraktiven Futtermitteln wie Stickmix, Groundbait, Pellets oder kleinen Boilies greifen.

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