Das Karpfenangeln im Juli hat seinen ganz eigenen Reiz. Die Tage sind lang und die Nächte sehr schwül und kurz. Die Sonne brennt auf uns herab und die Abkühlung im feuchten Nass ist auch keine mehr, da die Wassertemperatur in den meisten Seen jenseits der 20 Grad-Marke liegt. Die Hitze macht aber nicht nur uns zu schaffen, sondern auch unseren geliebten Rüsslern. Daher ist es im Juli keine einfache aber sehr schöne Zeit am Wasser. Damit sie auch erfolgreich ist, folgen nun drei Fehler, die man im Sommer auf keinen Fall machen sollte.

Wind, Wind, Wind, und nochmals Wind

Einen Fehler, den ich jahrelang gemacht habe, war, dass ich mir die kleinen geschützten Buchten der großen Naturseen rausgesucht habe. Dort hatte ich meist meine Ruhe vor Wasserwanderern und anderen Booten. Aber vor allem vor dem lästigen Wind, der fast immer wie durch Zauberhand die Krautmassen direkt in meine Schnur gedrückt hat. Da liegt der Fehler – besonders bei den warmen Temperaturen des Gewässers. Denn der Sauerstoffgehalt im Wasser ist jetzt so gering, wie sonst nie. Der Sauerstoff kommt zu Genüge über die Wellen ins Wasser, aber auch die Pflanzen leisten am Tag mit Photosynthese ihren Beitrag zur Sauerstoffbildung im Wasser. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass durch die Wasserumwälzung im Wasser befindliche Gase in die Luft gelangen, was sich auf das Fressverhalten der Fische stark positiv auswirkt. Daher, so unbequem der Wind auch manchmal sein kann, lohnt es sich immer, die Seite zu befischen, auf die der Wind drückt.

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Flexibel bleiben

Weg von der Bequemlichkeit und hin zum Fisch! Wenn die Karpfen nicht wollen und die Plätze nicht angenommen werden, hilft nur einpacken und weiter. Ein neuer Seeteil oder gar komplett das Gewässer zu verlassen und sich auf neue Wege zu begeben. Jetzt einen neuen See zu erkunden, ist perfekt. Die Fische sind aktiv, besonders nachts und in den frühen Stunden des Tages, wenn die Sonne langsam an Kraft gewinnt. Ich wechsle spätestens am zweiten Tag das Gewässer, wenn es nicht läuft. Das ist viel Aufwand, der aber in aller Regel belohnt wird. Daher sind besonders im Juli große Futteraktionen für mich nicht die richtige Methode, um erfolgreich zu sein. Das natürliche Nahrungsangebot im See ist wahnsinnig groß, insbesondere im Kraut, in dem sich Kleintiere zuhauf tummeln. Man muss die Karpfen einfach nur abgreifen, da sie sich ohnehin schon dort aufhalten.

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Zu tief angeln

Auch ich habe lange den Fehler gemacht und gedacht, dass die Karpfen sich zum Fressen bei den heißen Temperaturen in die tiefen und konstanten Bereiche des Gewässers zurückziehen. Damals habe ich mir Spots auf sechs bis sieben Meter gesucht, meist Plateaus und Kannten in den großen Naturseen. Die Sprungschicht lag da bei zehn bis elf Meter Wassertiefe. Auch da konnte ich den ein oder anderen Rüssler auf die Matte legen, aber wenn man das Gewässer gut beobachtet, fällt auf, dass die Karpfen in der Nacht die Flachwasserbereiche aufsuchen und sich dort die Bäuche vollschlagen. Wenn es langsam wieder hell wird, ziehen die Karpfen wieder etwas tiefer, in meinem Fall auf drei bis fünf Meter. In dieser Tiefe befinden sich große und ausgedehnte Krautfelder, in denen sich die Fische niederlassen. Hier kann eine gut platzierte Falle der Weg zum Fisch sein!

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Berücksichtigt man diese Punkte, steht dem Sommerbullen nichts im Wege. In diesem Sinne TL und genießt die Zeit im Juli am Wasser!

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