Bereits seit einigen Jahren ist das Karpfenangeln im Winter für Jan Ulak ein fester Bestandteil seiner Angelei. Die kalte Jahreszeit ist für ihn einfach etwas Besonderes: Es wird deutlich ruhiger an den Ufern und die Zeit am Wasser kann noch intensiver wahrgenommen werden. Jan unterteilt den Winter in drei Phasen, in denen er seine Taktik den unterschiedlichen Wetterbedingungen anpasst. Wie er genau vorgeht, erklärt er am besten direkt selbst.

Phase 1 – regelmäßig anfüttern

Die erste Phase beginnt für mich so ab einer Wassertemperatur von ca. 8 Grad, diese Phase ist teils fließend aus dem Herbst heraus. In dieser Phase befische ich meistens noch einen im Herbst angelegten Futterplatz, der dann auch bis in den Winter hinein noch Fische bringt. Meine Taktik hier ist nicht anders als im Herbst, ich füttere regelmäßig einen Bereich und fische dort mit passenden einzelnen Hakenködern auf meinem Futter. Als Hakenköder verwende ich hier sehr gerne sinkende einzelne Boilies, passend zu meinem Futter und versehe diese noch mit einer Schicht bestehend aus flüssigen und mehligen Komponenten. Meine Hakenköder sind dadurch attraktiver als das Beifutter, unterscheiden sich aber in Farbe und Form nicht von diesem.

twelvefeetmag karpfenangeln im winter jan ulak 1 -  - Nash Tackle, KArpfenangeln im Winter

Phase 2 – mit Bedacht vorgehen

In der ersten Phase nehmen die Fische noch gut Nahrung auf und daher kann man zu Beginn des Winters auch noch gut mit Futter arbeiten. Ab einer Wassertemperatur von unter 5 Grad sieht es dann schon recht schnell ganz anders aus und meine Futterplätze werden dann sehr schnell ignoriert bzw. können und wollen die Karpfen in dieser Phase des geringen Stoffwechsels auch einfach nicht mehr viel Nahrung aufnehmen. Wer jetzt denkt, dass die Fische in dieser Phase eher still an einer Stelle stehen, der irrt sich, denn auch in dieser wirklich kalten Phase des Winters, sind die Fische oft recht agil aber nehmen nicht mehr viel Nahrung auf. Es gibt hierzu einige Studien, die mein Denken an dieser Stelle geändert haben und so habe ich in dieser Phase des Jahres mein Angeln angepasst.

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Ich verwende fast ausschließlich Single Hookbaits, die sehr auffällig sind und versehe diese maximal noch mit einem kleinen PVA Stick mit leichtem Futter. Stößt ein Fisch beim Umherstreifen auf diesen kleinen Snack, so nimmt er diesen schneller auf, als wenn am Grund eine größere Menge Futter liegt, so mein Gedanke dahinter. Wichtig ist mir in dieser Phase, dass ich sehr nah am Fisch bin und daher suche ich mit dem Deeper und meiner Markerrute nach Bereichen, in denen ich die Fische vermute. Ich gucke nach abgestorbenen Krautfelder, Totholz oder anderen Unterständen, in denen sich die Karpfen im Winter sammeln könnten.

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Phase 3 – das Wasser wird wärmer

Die dritte Phase des Winters geht fließend in das Frühjahr über und beginnt für mich ab dem Augenblick, wo die Wassertemperatur langsam wieder beginnt zu steigen und wir uns aus den tiefen einstelligen Bereichen wieder in Richtung der 5-10 Grad Wasser bewegen. In dieser Phase kann man je nach Wetterlage auch mal wieder mit leichtem Futter beginnen und hier setze ich sehr gerne auf flüssige Lockstoffe, welche nicht sättigen aber die Fische anlocken und auf eine Mischung aus Boilies, Pellets und Dosenmais. In dieser Phase muss man sehr bedacht mit dem Futter umgehen, da es Unterwasser immer länger winterlich ist, auch wenn wir vielleicht schon den ein oder anderen wärmeren Tag hatten. Trotzdem kann man auch hier gute Fänge erzielen, wenn man mit Bedacht an die Sache herangeht.

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