Karpfenangeln im Winter ist eine echte Herausforderung. Da muss man sich schon ein paar Gedanken machen, um erfolgreich auf Karpfen zu angeln. Nicht zuletzt die Stellenwahl entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Nur wenn man den besten Köder, zur besten Zeit auch am besten Platz anbietet, stehen die Chancen gut, um am Ende die Maschen seines Keschers nicht bloß vom Regen oder Schnee nass werden zu lassen. Alex Zirkler kennt die Herausforderungen der richtigen Spotwahl bestens. Er selbst steht nämlich auch vor dem Problem, im Winter den richtigen Platz zu finden. Für welchen Spot er sich am Ende entscheidet bleibt ein Instinktding, doch bis dahin ist es ohnehin ein langer Weg. Zunächst einmal möchte uns Alex zeigen, mit welchen Hilfsmitteln er im Winter auf Spotsuche geht. Sie unterscheiden sich kaum von den übrigen Jahreszeiten, doch ein wenig lässt sich Alex dann doch in die Karten schauen.

Klassisch – die Vorauswahl läuft digital auf Google Maps

Google Maps: Schon im Vorfeld suche ich gezielt über Google Maps nach Spots, die sich für die Winterangelei als interessant erweisen können. Auf dem Smartphone suche ich das Gewässer meiner Wahl ab, dies geht bequem von unterwegs, oder zwischendurch. Hotspots oder tiefere Stellen zeigen sich in Form von dunkleren Gewässerabschnitten, die ich mir in meinem GPS-Gerät einspeichere und gezielt erkunde. Dunkle Stellen, darf man allerdings nicht mit Krautfeldern verwechseln.

twelvefeetmag karpfenangeln im winter Hotspots 1 -  - KArpfenangeln im Winter, karpfenangeln

Die Temperatur – Warme und kalte Wasserregionen finden

Mit fallender Temperatur sinkt auch der Stoffwechsel der Cypriniden rapide. Bei Karpfen nimmt der Stoffwechsel pro sinkendem Grad, um das Doppelte der eigentlichen Stoffwechselaktivität ab. In der Biologie spricht man hierbei von der RGT-Regel, die Zeit-Reaktionsregel. Somit zählt jedes Grad des Wassers bei der Spotsuche im Winter. Ich richte mich bei der Wahl meiner Plätze stark nach der Wassertemperatur und prüfe dies mit einem Thermometer. In stehenden Gewässern suche ich mir daher gezielt die wärmsten Wasserregionen. In Flüssen oder Kanälen ist das nicht immer möglich, da das Wasser ständig durchmengt wird. Dennoch gibt es Bereiche, in denen sich die Temperaturen unterscheiden. Diese gilt es zu finden!

twelvefeetmag karpfenangeln im winter Hotspots 6 -  - KArpfenangeln im Winter, karpfenangeln

Mapping – Nutze den Deeper für die Erstellung von Gewässerkarten

Das Deeper Echolot verwende ich sehr gerne, um meine Spots, die ich per Google Maps gesucht habe, auszukundschaften. Der Vorteil dieses Echolotes besteht im vielfältigen Einsatz, da ich es sowohl vom Boot, als auch vom Ufer geworfen, verwenden kann. Meine Spots werden in einer Gewässerkarte abgespeichert, auf die ich immer wieder zurückgreifen kann. Das Mapping mit dem Deeper zeigt mir auch in nachfolgenden Sessions jene Bereiche, die sehr interessant für einen Versuch sind. Wer seine Hausaufgaben hier sehr gut macht und seine Gewässer kennt, spart vor dem Fischen wertvolle Zeit.

twelvefeetmag karpfenangeln im winter Hotspots 3 -  - KArpfenangeln im Winter, karpfenangeln

Wissen ist gut – Kontrolle ist besser

Ein weiteres, sehr wichtiges Hilfsmittel, ist der Einsatz einer Unterwasserkamera. Damit erkenne ich sehr genau, ob meine eingebrachten Futtermengen gefressen wurden oder ob diese noch am Bodengrund liegen. Ist das Futter noch vorhanden, füttere ich nur ganz spärlich über den Platz. Befindet sich kein Futter mehr auf dem Grund, kann ich nachfüttern. Generell füttere ich im Winter verhalten und setze auf Groundbait, Mückenlaven und 16 mm Yellow Zombie Boilies.

twelvefeetmag karpfenangeln im winter Hotspots 4 -  - KArpfenangeln im Winter, karpfenangeln

Weicher Boden ist im Winter erfolgsversprechend

Auch im Winter klopfe ich den Bodengrund mit einem Tastblei ab. Im Sommer suche ich nach kiesbedecktem Grund, da ich mir so sehr sicher sein kann, dass mein Futter nicht im Faulschlamm liegen bleibt. Bei der Winterangelei suche ich etwas weicheren Grund, da in diesem natürlichen Sediment viel Nahrung wie Zuckmückenlaven leben. Im Sommer können wir die Fische über unser Futter auf unsere Angelspots aufmerksam machen. Im Winter ziehen die Karpfen nicht viel im Gewässer herum, daher müssen wir da angeln, wo wir die Fische vermuten, beziehungsweise wo das Futter ist.

twelvefeetmag karpfenangeln im winter Hotspots 5 -  - KArpfenangeln im Winter, karpfenangeln

Mehr von unserem Tippgeber

Mehr vom Tippgeber Alex Zirkler bekommst du auf seinem Facebook– oder Instagram-Channel. Folge ihm einfach!

Mehr zum Thema Karpfenangeln im Winter?

So bleibt´s beim Karpfenangeln auch im Winter warm
Das sind Tobis Winterköder