Laichen die Karpfen an deinem Gewässer schon? Wagst du an diesem Wochenende vielleicht dennoch einen Versuch und legst deine Köder im Laichareal ab? Marvin Cornelissen hat fünf Fehler identifiziert, die du in der Laichzeit nicht machen solltest.

Fische fangen ist auch in der Laichzeit möglich, allerdings auch hier mit Bedacht. Wir möchten darum bitten, dass die Fische noch vorsichtiger als sonst schon behandelt werden sollten.

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Große Boilies füttern

Der erste Fehler, der gerne und auch oft gemacht wird, ist, dass die Boiliegröße nicht an die sich in der Paarungzeit befindenden Fische angepasst wird.

Die dicken „Laichmuttis“ mit großen Ködern überlisten zu wollen, wäre meiner Meinung nach eine falsche Herangehensweise. In der Laichzeit befinden sich die Karpfen voll im Paarungsmodus und die Nahrungsaufnahme wird auf das Nötigste beschränkt. Kleine Köder werden aufgrund dessen deutlich schneller und auch leichter angenommen, als große Boilies oder Schneemänner.

Unauffällige Köder verwenden

Sehr oft kann ich beobachten, dass mit unauffälligen, an das Beifutter angepasste Köder, versucht wird, die Fische möglichst lange auf einem Platz zu halten. An sich funktioniert diese Herangehensweise beim Angeln auf einem angelegten Futterplatz auch sehr gut, jedoch herrschen bei den Fischen nun deutlich andere Prioritäten.

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Persönlich bevorzuge ich jetzt kleine, 8-16 mm neon- oder fluor-farbige Pop-Ups oder Wafter. Auffällige und kleine Hakenköder können trotz des Laichgeschehens die Neugier der Karpfen wecken und somit den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg machen.

Die Laichzeit „aussitzen“

Einige stellen die Laichzeit mit dem großen Fressen gleich – ich sage dazu „Jein“. Erst wenn die Fische mit dem Laichgeschäft komplett fertig sind, heißt es für mich, Futter marsch. Die Fische können jetzt teilweiße in eine Art „Fressrausch“ verfallen und nicht selten bekommt man viele Bisse in nur kurzer Zeit. Wenn die Fische in Paarungstimmung sind, sollte man mobil bleiben und immer nur dort angeln, wo sich die Fische gerade aufhalten. Auch paarungswillige Fische fressen ab und zu. Im besten Falle lege ich die Ruten direkt in den Bereich der laichenden Fische und warte ab.

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„Die Fische laichen, wir brauchen es gar nicht probieren“

Dieser Gedanke ist meines Erachtens nicht korrekt! Wer eine dicke Laichmutti fangen möchte, muss raus gehen und die Fische suchen. In der Laichzeit sollte man Standardplätze, wie Sandbänke, tiefe Kanten oder andere übliche Hot Spots eher vernachlässigen und sich aktiv auf die Suche nach den Fischen machen. In erster Linie werden wahrscheinlich die spritzigen Milchner schneller den Hakenköder finden, jedoch bleibt die Chance auf eine dicke Laichmutti absolut immer bestehen.

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Zu tief angeln

Mit den zunehmenden Temperaturen erwärmen sich flache Seen natürlich schneller, als zum Beispiel tiefe Kiesgruben. Die Karpfen fangen in diesen Gewässern somit auch deutlich eher an, zu laichen und sind dementsprechend dort auch früher fertig damit.

Wer also erst in der „Fressrausch-Zeit“ angeln will, sollte die Augen und Ohren offen halten und unmittelbar nachdem vom Laichgeschäft nichts mehr zu sehen bzw. zu hören ist, am Wasser aufschlagen.

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