Er ist nur rund zehn Zentimeter groß, kann aber sehr großen Schaden anrichten: Der Blaubandbärbling. Einst aus Asien nach Deutschland eingeschleppt, bedroht er nun den Bestand heimischer Fischarten. Der Blaubandbärbling, der hierzulande bereits vor einigen Jahrzehnten nachgewiesen wurde, ist mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet. Wir möchten herausfinden, inwiefern dieser Fisch den Karpfenbestand in unseren Gewässern wirklich bedrohen kann.

So kommt der Blaubandbärbling in die Gewässer

Der Blaubandbärbling stammt ursprünglich aus Ostasien und zählt in Deutschland zu den invasiven Arten. Damit werden laut Bundesamt für Naturschutz Tiere und Pflanzen bezeichnet, die nach dem Jahr 1492 durch den Einfluss des Menschen nach Deutschland gelangt sind und das heimische Ökosystem nachteilig beeinflussen können.

Viele Blaubandbärblinge gelangen beim Abfischen von Fischteichen in Transportbehälter und werden als Besatz unbeabsichtigt in Gewässer eingebracht. Zudem werden die klebrigen Fischeier durch Wasservögel leicht verbreitet.

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Quelle: RedaktionsNetzwerk Deutschland

Blaubandbärbling greifen Karpfen an

Einmal im Gewässer angekommen, stellt der Blaubandbärbling einen Nahrungskonkurrent für viele heimischen Arten wie dem Karpfen dar. Sie fressen ihnen unter anderem das eiweißreiche Futter weg. Dazu zählt vor allem tierisches Plankton wie Wasserflöhe.

Hinzu kommen Verletzungen, die Karpfen durch den Blaubandbärbling erleiden können. Vor allem im Winter ernährt sich der Fisch parasitisch am Muskelfleisch der Karpfen. Die tiefen Wunden könnten im schlimmsten Falle zum Tod führen.

Verschwinden wird der Blaubandbärbling aus Deutschland wohl nicht mehr. Durch einen Besatz mit Raubfischen, Zandern oder Hechten, kann der Fisch aber zumindest etwas zurückgedrängt werden.

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Hast du auch schon von dem Blaubandbärbling gehört und an deinem Gewässer vielleicht schon eine Bedrohung des Karpfenbestands festgestellt, die auf den Blaubandbärbling zurückgeführt werden kann? Wir sind auf deine Erfahrungen gespannt – diskutieren gerne unter dem Facebook-Post zu diesem Beitrag mit.