Das wechselhafte Wetter im Frühjahr hat uns Karpfenangler auf die Probe gestellt. Vor allem der Mai, in dem die Saison für viele von uns so richtig startet, war kalt, nass und windig. Frühlingshafte Tage, die uns auf den baldigen Sommer haben hoffen lassen, sind erstmal die Ausnahme geblieben.

Auch Markus Hahn hatte am Wasser mit diesen Bedingungen zu kämpfen. Er hat seine Angelei komplett auf den Kopf gestellt und viel experimentiert – nach etlichen Blanks mit einem versöhnlichen Ende. Doch das soll uns Markus doch am besten direkt selber erzählen. Los geht´s, Markus.

twelvefeetmag karpfenangeln im frühjahr markus hahn 2 -  - Markus Hahn, Karpfenangeln im Frühjahr, Frühjahr Karpfenangeln

Ein wechselhafter Frühling

Es ist nun Ende Mai und es hat sich gezeigt, dass in den vergangenen zwei Monaten auf Social Media nicht allzu viele Fangbilder zu sehen waren. Ihr habt sicherlich auch gemerkt, dass es in diesem Frühjahr einfach nicht so läuft, wie in den vergangenen Jahre – Ausnahmen bestätigen die Regel.

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass der Februar und der April – zumindest bei mir – echt schlecht gelaufen sind. Okay, im Februar ist das normal. Doch bereits im März hatte ich einen Aufwärtstrend mit den ersten großen Fischen in dieser Saison verzeichnen können. So war ich sehr positiv auf den Frühling gestimmt und wurde im April (wie viele von uns) auf eine harte Probe gestellt.

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Starke und vor allem schnelle Temperaturschwankungen mit Minusgraden in der Nacht hatten die Fische – und somit auch uns – mit der vollen Breitseite erwischt. Die Winterstandplätze waren verlassen worden, aber wo sind sie hin und wann fressen sie wo (wenn überhaupt)?

Suchen und Experimentieren

Und so fing ich das Suchen und Experimentieren an. Der Fluss war zu diesem Zeitpunkt noch zu kalt. Ich erkundigte mich trotzdem bei den Stippanglern, die meine Vermutung dann bestätigten. Hier war kaum etwas zu holen und so versuchte ich es doch wieder an den Seen. Einige meiner Gewässer waren allerdings durch den Frühjahrsbesatz sehr hoch frequentiert und da ich gerne meine Ruhe habe, war das Portfolio noch weiter eingeschränkt.

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Großes Wasser, große Chancen, großes Risiko! Ich bin das Risiko eingegangen und hatte versucht, die Fische an einem sehr großen See ausfindig zu machen. Vielleicht bringen Spots aus dem vergangenen Sommer und Herbst ja schon Fisch. Vier blanke Short-Sessions später war das Unterfangen als gescheitert akzeptiert. Der neue Plan war nun, auf kleinere Seen unter 10 ha auszuweichen. Hier sollte es doch möglich sein, schneller auf Fisch zu treffen oder sogar Standplätze auszumachen sein.

Keep on Fighting

Und so habe ich mich wieder und wieder aufgerafft, um dem Fluch ein Ende zu setzen. An den kleineren Gewässern gaben sich zwar relativ schnell Fische zu sehen, aber lokalisieren war unmöglich. Heute hier, morgen dort. Und so habe ich weiterhin auf Flexibilität und Single Hookbait gesetzt, was sich den ganzen Winter schon bezahlt gemacht hatte. Der große Hunger schien ohnehin noch nicht da zu sein.

In den vergangenen Tagen konnte ich dann endlich wieder mehrere Fische auf die Matte legen – und gut genährte waren es obendrein. Da war es wieder, dieses vom Erfolg gekrönte Gefühl. Deshalb rate ich euch, dran zu bleiben, auch wenn es mal nicht so läuft. Euer Fleiß wird schon bald belohnt werden.

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