Wenn es darum geht, eine sinkende geflochtene Schnur herzustellen, die allen Erfordernissen des modernen Karpfenangelns gerecht wird, dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Man muss den Herstellern aber auch zugute halten: Es is gar nicht so einfach. Das beginnt schon bei der jähen Herbeiführung der sinkenden Eigenschaften in der Produktion. Die Hürde, die es hier zu überwinden gilt, ist hier zugleich die Maßgabe für die wichtigste Eigenschaft neben ihrer Reißfestigkeit: Geflochtene Schnur hat die Eigenschaft, zu schwimmen, was mithin in der Natur des Herstellungsprozesses sowie der verwendeten Materialien und der Flechtverfahren liegt.

Um die  Schnur zum Sinken zu bringen, was in vielen Angelsituation gewünscht-, wenn nicht gar erforderlich ist, bedienen sich die Hersteller der Zuhilfenahme besonderer Materialien, wie etwa den schweren Kevlarfasern, die in die Schnur eingeflochten werden.

Kryston Descend-Schnur: Sinkende Geflochtene im Portrait -

Worauf es ankommt: Kriterien (sinkender-) geflochtener Schnüre

Dies steckt aber zugleich die Gratwanderung an die Hersteller ab: Wenngleich zwar durch die Verwendung von Kevlar oder ähnlichem sinkende Eigenschaften erzeugt werden können, so besteht der Drahtseilakt darin, unter deren Verwendung die Tragkraft der Schnur – jedenfalls weitestgehend– aufrechtzuerhalten bzw. nicht allzu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen.

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Und damit nicht genug: Gleichzeitig sollte die Schnur möglichst eng geflochten sein, was aus zwei Gründen wichtig ist: Erstens: Eine enge Flechtung der Schnür trägt auf dem Spulenkopf weniger auf und  begünstigt die Aufnahme von umso mehr Schnur. Das ist gerade dann umso wichtiger, wenn es darum geht, auf weite Distanzen zu angeln, zumal es gerade in solchen Situationen mitunter auf jeden Meter Schnur ankommt. Gerade die enge Flechtung der Schnur profiliert sich hier als Maßgabe für deren Qualität. Denn sind wir mal ehrlich: Allzu oft kommt es vor, dass die angegeben Durchmesser nicht mit dem tatsächlichen Durchmesser übereinstimmen. Gerade bei geflochtenen Schnüren sind diese Abweichungen oftmals besonders hoch – sie tragen zumeist dicker auf, als angegeben.

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Enge Flechtung aus gutem Grund

Nun zum zweiten Grund, aus dem eine enge Flechtung der Schnur wichtig ist: Der Vermeidung von unnötiger Wasseraufnahme, was gerade bei sinkendem Geflecht umso wichtiger ist: Je mehr Wasser eine Schnur aufnimmt, desto mehr gleicht sie sich dessen Dichte an – und desto größer die Wahrscheinlichkeit eines ungewünschten Auftreibens derselben. Hinzu kommt das Problem, dass ein Aufquillen der Schnur irgendwann die Kapazität bzw. das Fassungsvermögen des Spulenkopfes übersteigt. Was das potentiell für das Angeln bedeuten kann, bedarf wohl keiner weiteren Ausführung. Die Folgen wären jedenfalls – sagen wir – unerwünscht.

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Eine Gratwanderung: Abriebfestigkeit und Geschmeidigkeit

Und dann wäre da noch das wichtige Kriterium der Abriebfestigkeit der Schnur, um sie auch in Anbetracht von Steinen, Muscheln, scharfen Kanten und hindernisreichen Gewässern ruhigen Gewissens auf seine Spulenköpfe zu spulen. Trotz dieser Abriebfestigkeit sollte die Schnur eine gewisse Geschmeidigkeit aufweisen, womit schon der nächste Drahtseilakt benannt ist:  Abriebfestigkeit lässt die Schnur oftmals starr werden, was freilich zu Lasten von deren Geschmeidigkeit geht. Hier die Balance zu finden, gestaltet sich als Herausforderung. Dafür lohnt sich umso mehr, wenn dies gelingt. Wenn nun auch noch Knotenfestigkeit überzeugt, dann ist man der perfekten Schnur (nicht nur ) für`s Long-Range-Angeln ziemlich nahe gekommen!

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Kryston Descend: Erhobenen Hauptes auf Tauchstation. Ein Blick auf`s Datenblatt

Nach diesem längeren Prolog dürfte eines klar geworden sein: Eine sinkende Geflochtene, die gegen all diese Fallstricke und Schwierigkeiten gewappnet ist, bringt einen echten Mehrwert. Eine solche Schnur präsentiert Kryston nun in Gestalt der Descend (englisch für: sinken, eintauchen), die bereits durch ihren Namen, spätestens aber: durch ihr Datenblatt vorwegnimmt, dass sie perfekte Sinkeingenschaften aufweist.

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Und mehr noch: Der Original-Wortlaut des Herstellers steckt die hohe Erwartungshaltung ab, die man an die Kryton Descend haben darf. Dort heißt es offiziell:

Die brandneue KRYSTON DESCEND ist schwer, abriebfest, geschmeidig und perfekt getarnt. Dank des hohen Gewichtes und der Geschmeidigkeit klebt die Hauptschnur förmlich am Boden fest und wird dort so gut wie unsichtbar. Perfekt zum Ablegen auf weiten Strecken aber auch beim Wurf macht die Descend den Unterschied – 8-fach geflochten aus super robusten Hochleistungsfasern sorgt die glatte Oberfläche für minimalen Reibungswiderstand und eine top Aerodynamik.

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Das steckt schon eine gewisse Fallhöhe ab, an der sich die Kryston Descend zu messen haben wird. Wobei die Descend den Prüfstein der Praxis kaum zu fürchten braucht. Ein erster Blick unserer Redaktion bestätigt dies – auch in Bezug auf die anderen genannten Kriterien. Die Schnur ist tatsächlich sehr eng geflochten, fühlt sich aber zugleich recht geschmeidig an, wobei  die fühlbar-raue Oberfläche der Descend deren Abriebfestigkeit bereits erahnen lässt.

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Das macht Lust auf mehr: Wir werden zukünftig mit der Kryston Descend noch genauer auf Tuchfühlung gehen, indem wir sie einem Praxistest unterziehen. Kann die Schnur den hohen Erwartungen ihres Datenblatts wirklich gerecht werden? Wir halten dich auf dem Laufenden!

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Auf einen Blick: Kryston Descend

Die Kryston Descend ist in folgenden Durchmessern und Gebindegrößen erhältlich:

  • 1200m/600m/300m
  • 20lb/0,23mm oder 30lb/0,27mm (Knoten-Tragkraft)
  • olive-mud

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