Abseits der klassischen Wochenendangelei findet sich Robert Schneider auch unter der Woche immer wieder am Wasser wieder. In kleinen Zeitfenstern kann er an den menschenleeren Gewässern, an denen sich von freitags bis sonntags regelmäßig ein Camp an das nächste reiht, die Ruhe genießen und vielleicht sogar den ein oder anderen Fisch zum Landgang überzeugen. Wie diese Bonus-Nächte bei ihm aussehen, beschreibt er heute. Los geht’s, Robert.

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Für viele Karpfenangler ist es die fehlende Zeit, die über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Für mich sind es die Abende, an denen ich meinen Laptop zuklappe und mich spontan dazu entschließe, ans Wasser zu fahren. Klar ist, dass es aufgrund von Job oder Familie nicht immer möglich ist, auch unter der Woche fischen zu gehen. Trotzdem versuche ich auch nur die kleinsten Zeitfenster dafür zu nutzen, schnelle Nächte unter der Woche zu machen. Diese Bonus-Zeiten schaffen es, dass der ein oder andere Fisch mehr am Jahresende auf der Habenseite steht.

Die Mühe auf sich nehmen

Diese Nächte sind nicht immer entspannend und können je nach Wetterlage und Beißverhalten auch eine kleine Müdigkeit mit sich bringen. Aber hey? Ist es das nicht allemal wert, wenn die Speicherkarte dafür voll wird mit Bildern von Fischen, die abseits der typischen Wochenendangelei gefangen wurden? Einen weiteren Vorteil hat es zudem auch noch: Diesen Ehrgeiz und den Aufwand nehmen nicht viele auf sich. So können Gewässer, die Freitag bis Sonntag mit Anglern Vollsitzen unter der Woche menschenleer sein. Freie Spotwahl und absolute Ruhe also zum Greifen nahe.

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Kleine Zeitfenster, reduziertes Tackle

Um diese Art der Angelei so effizient wie möglich zu gestalten, habe ich mein Tacke und auch mein Futter dieser Situation optimal angepasst. Und nein, ich verfüge leider nicht über den Umstand, die Tür eines Busses zu öffnen und mein „Bivvy“ bereits stehen zu haben. Das bedeutet, dass auch ich morgens und abends im Dunkeln beziehungsweise bei schwindendem oder zunehmenden Licht meine Liege und Zelt immer wieder auf- und dann auch wieder abbauen muss. Bedsystem, mein Titan Hide, Rucksack mit dem Endgame, Kaffeetasche, Abhakmatte, Kescher und Ruten. Mehr ist es nicht.

Vorbereitung ist sehr wichtig

Um die Angelzeit so lange wie möglich zu gestalten, wähle ich ein Gewässer mit kurzer Anfahrtszeit, bei dem ich bereits einige Erfahrungen sammeln konnte, um auch die Location auf ein Minimum (trotzdem so lange wie nötig) zu reduzieren. So kenne ich bei meinem Baggersee die Verhaltensweise der Fische bei unterschiedlichen Jahreszeit und Wetterlagen. Meine Rigs sind bereits fertig gebunden und müssen nur noch geködert werden. Ruten mit den Distanzsticks ablängen und ab auf sich zeigende Fische oder den auserwählten Hotspots. Als Futter kommen hier für mich wie immer in meiner Angelei Boilies von HZ Baits zum Einsatz. Active Krill und Solid Citrus. Als Hakenköder kommen auf einer Rute ein Hard&Light Krill, auf der anderen ein Citrus.

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Ob was geht?

Nachdem nun die Ruten liegen und bereit für den ersten Biss sind, geht es an die Behausung für die Nacht. Die Liege steht schnell und auch das Zelt wird innerhalb kürzester Zeit darüber gesetzt. Je nach Zeit und Vorbereitung noch ein kleiner Snack und ein Bierchen und schon ist es 22.00 Uhr. Wecker stellen und auf eine fischreiche Nacht hoffen. Morgens dann eine Tasse starken Kaffee und ab nach Hause duschen und zur Arbeit.

Mal klappt es mehr, mal weniger, aber das ist Angeln. Bei mir sind diese schnellen Nächte unter der Woche einfach eine Möglichkeit, mehr Zeit am Wasser zu verbringen.

Mehr über Robert und seine Angelei erfährst du in den Sozialen Medien – hier zum Beispiel auf seinem Instagram-Kanal.