Es gibt viele schöne Seen in Europa. Doch der Lake Bled in Slowenien ist sicher einer dieser Seen, die man mal gesehen und vor allem erlebt haben muss. Eingebettet inmitten von Bergen, reihen sich Hotels und Restaurants an seinen Ufern. Ich war völlig überwältigt von der Schönheit dieses Sees und seiner Umgebung.

Auf zum Lake Bled

Es war im Dezember als meine Freundin und ich uns Gedanken über den Sommerurlaub machten. Kurz zuvor sah ich einen Bericht über den Lake Bled und zeigte ihr ein paar Bilder. Sie war von Anfang an begeistert und so planten wir den Trip nach Slowenien. Der Campingplatz war kurz darauf gebucht und auch meine Angelkarte war schnell bestellt – ich habe einen Tag, um dem See einen Karpfen zu entlocken.

Nach langem warten war es endlich soweit und der Urlaub stand vor der Tür. Ich begann unseren VW Caddy auf die Reise vorzubereiten, denn dieser sollte unser Zuhause für die nächsten 14 Tage sein. Die Herausforderung war, was nehme ich an Tackle mit bzw. was passt überhaupt ins Auto. Am Ende waren es zwei Scope Ruten, eine Abhakmatte, einen Kescher und ein Tackle-Rucksack, in den alles Wichtige rein musste – auch die frischen Boilies, die ich kurz zuvor bei André von Crunchbaits bestellt habe. 6 kg muss reichen, dachte ich mir. Im Gepäck waren Garlic und Fuity Banana.

twelvefeetmag Lake Bled Slowenien 3 -  - Tobias Westermann, Lake Bled

Mit halben Boilies zum Erfolg?

Nach 1100 km und einem Zwischenstop in Österreich erreichten wir Lake Bled bei strahlendem Sonnenschein. Nachdem wir unseren Stellplatz auf dem Camping Areal bezogen hatten und alles eingerichtet war, ging es für uns direkt ans Wasser, um nach potenziellen Spots für den nächsten Tag zu suchen. Nach diesem schönen Spaziergang um den See, entschied ich mich morgens nach springenden Karpfen Ausschau zu halten und dann dort zu fischen.

Am nächsten Morgen startete ich früh. Es dauerte nicht lange, da sah ich einen Karpfen springen. Super, dachte ich, das ging ja schnell.  Schnell habe ich meine Ruten beködert und war fast startklar. Noch fix ein paar halbe Boillies im Pva Netz mit ans Rig und schon flogen die Ruten in die Richtung, wo ich die Fische gesehen hatte. Mit dem Wurfrohr fütterte ich noch einige Boillies großflächig hinterher. Nun begann das Warten und ich genoss die Aussicht!

twelvefeetmag Lake Bled Slowenien 1 -  - Tobias Westermann, Lake Bled

Ein fetter Schuppi nach nur einer Stunde

Doch lange konnte ich die Aussicht nicht genießen, denn nach einer Stunde lief die erste Rute ab und ich begann den Kampf mit dem Fisch. Nach kurzem aber hartem Drill tauchte vor mir in dem glasklaren Wasser ein makelloser Schuppi auf. Kurze Zeit später war er im Kescher und ich war über glücklich, dass ich so schnell einen Karpfen überlisten konnte. Und mit der Hilfe eines netten Touristen konnte ich dann diesen schönen Fisch in einem Bild festhalten.

Am Abend wechselte ich meine Stelle, da ich an der ersten Stelle nur bis zur Dämmerung fischen durfte. Ich war guter Dinge, dass da noch was geht. Schnell wurden die Ruten an einer abfallenden Kante auf 14 m abgelegt und ein paar 24er Crunchbaits Garlic und Fruity Banana Boilies mit dem Wurfrohr gefüttert. Es dauerte keine halbe Stunde, da bekam ich den ersten Run. Leider stieg der Fisch nach kurzem Drill aus. Nachdem ich den Frust hinter mir gelassen habe, warf ich die Rute schnell wieder auf ihren Platz. Nach Einbruch der Dunkelheit machten sich allerdings die Waller auf meinen Plätzen breit und so dauerte es nicht lange, bis sie meinen Hakenköder gefunden hatten. Nach einem heftigem Drill konnte ich dann noch einen 1,6 m langen Wels als Abschluss meiner Tages-Session fangen.

Für mich war das ein absoluter Erfolg, da ich an meinem ersten und einzigen Tag dieser Tour am Lake Bled einen schönen Schuppi fangen konnte. Die nächsten Tage genoss ich dann noch mit meiner Freundin am See, bis wir uns wieder aufmachten. Eines wussten wir beide: wir kommen wieder!

twelvefeetmag Lake Bled Slowenien 4 -  - Tobias Westermann, Lake Bled

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