Es gibt immer wieder Locations und Orte, die einem nie wieder aus dem Kopf gehen. Die Erinnerungen an diese Welten sind einzigartig und so stark, dass man in vielen Situationen daran zurückdenken muss. Für Martin Abels gibt es drei dieser magischen Orte, die er mit uns teilen will. Das sind drei Hot Spots, die Martin niemals vergessen wird.

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Frühling in Frankreich

Die Geschichte, die ich mit diesem  dem ein oder anderen vermutlich nicht ganz unbekannten Spot in Nordfrankreich verbinde, ist eine Geschichte über ganz persönliche Niederlagen und Erfolge: Kurz vor dem geplanten Trip über den 1. Mai hinaus, erhielt ich die Zusage für ein wichtiges Bewerbungsgespräch. Da ich eigentlich auf keinen der beiden Termine verzichten konnte, blieb mir nur die Option, nach zwei Tagen in Frankreich für den Termin einen Tag zurück nach Deutschland und anschließend wieder die knapp 400 km zurück zum See zu fahren. Auch wenn das Bewerbungsgespräch leider nicht von Erfolg gekrönt war, so konnte ich doch immerhin am Morgen zuvor einen der alten Kämpfer des Sees in den Armen halten. Nach dem Fang und meiner Rückkehr an den See, hatte sich das Bild des Sees auch nochmal komplett gewandelt und neben unzähligen Bivies an den Ufern, zierte nun auch ein regelrechter Markerwald die Wasserfläche. Selber Schuld, wenn man genau über einen Feiertag, der in allen Nachbarländern auch gilt und zusätzlich der Hecht gerade wieder offen ist, an einen Flachlandsee nach Frankreich fährt. Vergessen werde ich diesen Platz nie, denn seine Magie und das Umfeld packen mich und viele andere immer wieder. Ein Spot, der mir lange in Erinnerung bleiben wird.

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Zurück in Deutschland

Genau im selben Jahr hatte ich es mir zur Aufgabe gemacht den unbekannten Bestand eines großen, kaum zugänglichen und nur über unzählige Umwege zu beangelnden Baggersee zu erforschen. Nicht nur die Fischerei in diesem Low Stock, allein schon das Finden einer Möglichkeit sich irgendwo in die zugewucherten Steilhänge zu schlagen, machte diese Aufgabe zu einer echten Herausforderung. Das ist meine zweite Location, die ich niemals vergessen werde. Warum? Er schrieb Geschichten, die einmalig sind.

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Wo ein Wille, da ein Weg

Zwei Jahre zuvor konnte ich die Erlaubnis für einen anderen großen alten Baggersee erlangen, an dem seit etlichen Jahren das Angeln gänzlich untersagt war. Neben einigen Inseln und einer Unterwasserstruktur, die dem Höhenprofil der Alpen gleicht, machte ein kompletter versunkener Wald die Angelei hier nicht gerade einfach. Hinzu kam ein unbekannter, jedoch sehr gering einzuschätzender Bestand. Nach etlichen Blanks zu Beginn des Jahres, hatten wir die Fische endlich gefunden.

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Blöderweise genau in einem Bereich, der selbst über Umwege nicht vom Ufer zu erreichen war und dieses auch nicht betreten werden durfte. Die Einzige Möglichkeit war ein Angriff vom Wasser. Leider hatte mein damaliges altes Zodiac seine besten Zeiten bereits lange hinter sich gelassen und verlor konstant Luft. Da ich die Chance jedoch nicht ungenutzt lassen konnte, musste ich es trotzdem versuchen. Diese erste Nacht meiner Bootsfischerei werde ich sicher niemals vergessen: Neben einem heftigen Gewitter hielt mich das stetige Nachpumpen, für das ich mir immer einen Wecker stellen musste, um nicht im Schlaf abzusaufen, die ganze Nacht auf Trapp. „Geschlafen“ habe ich einfach auf einer dünnen Isomatte… Kein schöner Einklag in die Bootsangelei, aber Momente, die ich nicht vergessen werde!

Neue Möglichkeiten mit dem passenden Equipment

Mit einem neuen, zuverlässigen, größeren Boot eröffneten sich mir ganz neue Möglichkeiten. Von nun an konnte theoretisch fast jeder Teil eines Gewässers effektiv befischt werden. In dieser Session im Herbst 2014 ankerten wir in 14 Metern Tiefe auf einer recht Steil abfallenden Kante. Die Tortur, die das Setzen der extra hierfür von Kumpel Tobi gegossenen 20 kg Anker samt Kette, machte jede Session hier zu einem wahren Kraftakt.

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Warum in die Ferne schweifen…

…Wenn das Gute liegt so nah. Abgedroschen – ich weiß. Aber dieser Spot hat einfach wieder bewiesen, wie viel Wahres darin liegt. Zig Tage und Nächte habe ich an den Ufern dieses See Lehrgeld zahlen müssen. Kein Weg war zu weit, kein Spot unerreichbar. Dass ich den ersten Fisch letztlich keine 2 Meter vom Ufer genau auf dem kiesigen Fleck unter dieser Weide erhalten sollte, bestätigt die Gültigkeit der obigen Phrase einmal mehr.

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