Hunderte Kommentare unter den Social Media Posts, Anrufe, drohende Worte – was sich in den vergangenen Wochen ereignete, grenzte an teils kriminelle Machenschaften. Was am Wochenende durch den im Mittelpunkt stehenden Marc Voosen online veröffentlicht wurde, gab uns stark zu denken. Grundlage dieser Geschichte war ein bei Facebook veröffentlichtes Video, das durch einen Karpfenangler hochgeladen wurde. Sicher hast du von der Geschichte gehört und dir schon eine Meinung gebildet. Wir sind Freund davon, uns alle Seiten anzuhören und auf Statements zu warten, ehe wir uns als Magazin zu solchen Stories äußern. Dies ist auch der Grund, weshalb wir viele eurer Nachrichten unbeantwortet ließen. In den vergangenen zwei Wochen haben wir immer wieder Nachrichten erhalten, in denen darum gebeten wurde, einen Beitrag über die Story zu verfassen. Dies holen wir erst heute nach.

Marc Voosen erzählt seine Sicht der Dinge

Er hat lange damit gewartet, das fiel ihm sicherlich nicht leicht. Doch mit etwas Abstand scheint er nun die richtigen Worte zu finden. Seine Erklärung ist rund 36 Minuten lang und seit Samstag auf seinem Facebook-Kanal zu finden. Mittlerweile erreicht sein Beitrag fast 1000 Likes und wurde schon weit über 300 mal geteilt.

twelvefeetmag statement marc voosen 4 -  - Marc Voosen

Abgründe werden offen gelegt – Kommentar der Redaktion

Karpfenangeln ist das größte und schönste Hobby, das wir uns alle vorstellen können. Unsere Leidenschaft ist etwas Besonderes und mit kaum einem anderen Hobby zu vergleichen. Die vielen Stunden am Wasser lassen uns runterkommen, lassen uns entspannen und erreichen einen Stellenwert in unserem Leben, der sehr hoch angesiedelt ist. Wir verbringen Stunden, Tage, ja sogar Wochen an unseren Gewässern und erleben Geschichten, die man nur Gleichgesinnten erzählen kann. Unbeteiligte können diese Momente kaum nachvollziehen. Die Schönheit der Natur, dann wenn Eisvogel und Bieber sich die „Hand“ geben und wir Teil des Ganzen sind. Ach, ist dieses Karpfenangeln nicht geil? Ja, das ist es. Oder muss man leider sagen: Es war geil?

twelvefeetmag statement marc voosen 5 -  - Marc Voosen

Nachdem wir jetzt auch das Statement von Marc Voosen gehört haben, müssen wir uns wirklich fragen, warum unser Hobby langsam aber sicher Abgründe erreicht, die sich mit einer normalen Lebenseinstellung kaum noch vereinbaren lassen. Da werden Familien bedroht, Arbeitgeber kontaktiert, Gewalt angedroht, ja sogar Institutionen kontaktiert, die auf solche Fehltritte nur warten. Hunde sollen vergiftet werden, Betroffenen Kündigungen ausgesprochen werden. Wir sind zutiefst erschrocken, welche Grenzen hier überschritten werden. Die Welle des Internets, besonders die der sozialen Netzwerke, hat eine Umgangsform angenommen, die wir als Magazin in keiner Weise unterstützen können und wollen. Wir wollen nicht darüber urteilen, wer hier wie involviert oder beteiligt war. Auch steht es uns nicht zu, zu urteilen, wer hier schuldig und wer geschädigt ist. Doch eines steht uns zu. Eines steht jedem zu. Zu beurteilen, wie es wäre, wenn man selbst im Mittelpunkt einer derartigen Kampagne stehen würde. Wenn Eltern kontaktiert werden, dein Arbeitgeber darum gebeten wird, dir den Job zu kündigen, dein Hund vergiftet werden soll, dir gedroht wird – Leute, wohin ist unser Hobby nur abgedriftet. Wir gehen ans Wasser, um Spaß zu haben. Um vielleicht sogar miteinander erfolgreiche Stunden zu erleben. Um die Natur zu erleben. Um Fische zu fangen. Um Abstand zur sonst so hektischen Welt zu bekommen. Scheinbar warten da draußen jedoch einige nur darauf, dass Fehltritte passieren oder irgendwo ein Negativ-Ereignis geschieht, um Negatives noch negativer zu machen und endlich die ganze Wut und Missgunst in einem Kommentar abgelassen werden kann. Wir können nur sagen: dass ist nicht die Art und Weise, wir wir uns das Karpfenangeln vorstellen!

Deine Meinung ist gefragt – diskutiere mit!

Nachdem du unsere Meinung jetzt kennst, sind wir natürlich auch auf deine Gedanken zu diesem Thema gespannt. Unter diesem Facebook-Post zu dem Beitrag kannst du mitdiskutieren.