Vor einigen Tagen erreichte uns ein Fangbericht von Finn Fache. Finn ist jung, Karpfenangler und mit dem dem Fieber des geilsten Hobbies der Welt infiziert. Wir lassen ihn heute selbst zu Wort kommen. Los geht´s, Finn Fach in „Mein Corona-Fisch“.
In diesem Beitrag möchte ich dir meinen Weg zu meinem Zielfisch 2020 zeigen und dich auf diese Reise mitnehmen. Es ist 2020, ein schwieriges Jahr, aber anglerisch auch sicherlich ein tolles Jahr. Wir schreiben Mitte März. Wir starrten alle gespannt auf unsere Bildschirme und warteten darauf, was die Bundesregierung für ein Urteil fällt. Dann schlug es ein wie eine Bombe: ,,Alle Schulen und Kitas werden ab dem kommenden Dienstag geschlossen“. Gleichzeitig bedeutete dies den Startschuss für meinen Zielfischversuch in diesem Jahr. Ich startete einen Futterplatz vorzubereiten, um diesen so zu gestalten, dass ihn die Fische annehmen. Ich benutzte am Anfang einen einfachen Partikelmix. Danach ging ich sozusagen immer weiter hoch mit dem Futter bis ich schließlich bei Boilies ankam und die Fischgrößen so selektieren konnte.  Das Gewässer, das ich befischte, ist ein Baggersee mit etwa 4,5 Hektar und einer Tiefe, die im Durchschnitt 3-4 Meter beträgt. Eigentlich ein perfektes Gewässer, um mein Vorhaben und das Ziel zu realisieren.

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Lasst die Spiele beginnen – Zielfischjagd

Also ging es los zur ersten Session am Baggersee. Ich ging mit viel Hoffnung los, diese wurde auch bestätig als ich schon nach 30 Minuten den ersten Run bekam. Beim Drill bemerkte ich aber schnell, dass es kein Riese war. Es war ein schöner Fisch in der mittleren 20 Pfund Marke. Ich ging also hoffnungsvoll in die Nacht. Weitere Aktionen gab es bei dieser Session leider nicht. Trotzdem war ich sehr zufrieden mit dem ersten Erfolg, direkt bei der ersten Session. Auch in den folgenden Wochen blieb ich weiter dran und befütterte den Platz regelmässig. Weitere Nächte brachten immer wieder Fische. Erfolglos blieb ich selten. Ich fischte mich durch, doch der ersehnte Zielfisch sollte erst einmal nicht dabei sein. Eigentlich komisch, denn der Platz schien attraktiv zu sein. Ich blieb dran.

Ausdauer zahlt sich aus – der Corona-Fisch

An einem sonnigen Tag entschloss ich mich kurzerhand, einen Kurzansitz zu starten. Natürlich lagen die Ruten auf meinem Futterplatz. Nach 2 Stunden kam ein Run. Als ich die Rute aufnahm, merkte ich sofort, dass etwas Großes am anderen Ende hing. Ich spürte förmlich, dass der Moment gekommen war. Der Fisch nahm Schnur von meiner Rolle. Ich konnte ihn nur schwer kontrollieren. Nach 20 Minuten bekam ich ihn dann endlich zum ersten Mal zusehen. Es war ein riesiger Spiegler. In so einem Moment hofft man nur, dass alles gut geht. Und ich hatte Glück: Schließlich konnte ich den Fisch über den Kescher Rand bugsieren. Ich zog den dicken Fischlaib über die Keschermaschen und war natürlich mega erlöst. Endlich zahlte sich die Arbeit aus. Endlich war der Bann gebrochen.

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Als ich ihn dann auf der Matte hatte, konnte ich es das erste Mal realisieren, dass er der eine, der besondere Fisch war, für den ich so gekämpft habe. Mein Zielfisch ist auf der Habenseite. Strike! Trotz meines jungen Alters gebe ich dir einen Rat mit – dran bleiben lohnt sich!

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